Test: Spiegellinsen-Objektive im Vergleich

Spiegeltele-Objektive sind echte Exoten, die viel Brennweite für ein schmales Budget liefern. Doch welche Bildqualität kann man dabei erwarten?

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Spiegellinsen-Objektive sind beinahe in Vergessenheit geraten, dabei haben sie durchaus spannende Eigenschaften. So bieten sie extrem viel Brennweite für vergleichsweise wenig Geld. Wer also beispielsweise in die Astrofotografie hineinschnuppern will, kann seine Anfangsinvestitionen geringhalten. Zum Vergleich: Das Spiegeltele Walimex 6.3/500 (ab 151,73 €) mit einer Brennweite von 500 Millimetern gibt es für locker unter 250 Euro. Verfügbar ist es für alle möglichen, gängigen Anschlüsse von Canon EF bis Sony A. Herkömmliche, herstellereigene Objektive für Vollformat-Spiegelreflexkameras mit dieser enormen Brennweite sind rar und kosten schnell eher mehrere Tausend Euro.

Doch die Spiegelobjektive haben offensichtliche Nachteile: So sind sie sehr lichtschwach und können ihre Blende meist nicht weit öffnen. Zu Analogzeiten überforderte das manchen Hobbyfotografen, denn mangels "schneller" – also extrem lichtempfindlicher – Filme produzierten sie oft verwackelten Ausschuss. Moderne Digitalkameras sind dank hoher ISO-Werte, interner Bildstabilisierung und sofortiger Bildkontrolle dagegen optimale Partner für Spiegeltele. Nie war es so einfach mit ihnen zu fotografieren wie heute. Doch lohnt es sich überhaupt?

Das wollten wir wissen und haben sieben gebrauchte und neue Spiegellinsen-Objektive in verschiedenen Disziplinen genauer untersucht. Als Testkamera haben wir die spiegellose Systemkamera Fujifilm X-H1 hergenommen. Sie arbeitet mit einem stabilisierten Sensor im APS-C-Format. Zum Vergleich haben wir Nikon P1000 (ab 856,84 €) herangezogen. Ihr fest eingebautes Zoom reicht von 24 bis 3000 Millimeter. Relativ klein ist hingegen der Sensor im Format 4,6 mm x 6,2 mm (1/2,3 Zoll), der eine Auflösung von 16 Megapixeln besitzt. Dazu bietet sie Raw-Unterstützung, Autofokus, Bildstabilisator und eine einfacheund intuitive Bedienung.

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