Test Toyota Mirai II: Brennstoffzelle als Alternative zum Batterie-Elektroauto

Der Mirai II ist seinem Vorgänger in jeder Hinsicht überlegen. Umgestellt auf Hinterradantrieb steigt der Fahrspaß, aber auch die Effizienz wurde verbessert.

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Toyota Mirai

Der Mirai punktet dort, wo batterieelektrische Autos noch schwächeln: Auf der Langstrecke.

(Bild: Christoph M. Schwarzer)

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  • Christoph M. Schwarzer
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Wasserstoff als Energieträger für den Antrieb im Pkw ist umstritten. Übersehen wird von H2-Kritikern jedoch oftmals, dass der batterieelektrische Antrieb absehbar nicht alle Lücken füllen wird, die der Verbrennungsmotor hinterlässt. Die deutlich verbesserte, zweite Auflage des Toyota Mirai zeigt im Test Chancen wie auch Grenzen des Konzepts.

Mirai ist das japanische Wort für Zukunft. Er ist Ausdruck des Wunsches, die perfekte Limousine zu bauen. Ich konnte die zweite Generation des Mirai eine Woche lang ausgiebig testen: Die Qualitäten des Toyota Mirai setzen ein deutliches Fragezeichen hinter einer ausschließlichen Orientierung am batterieelektrischen Antrieb. Er ist nicht always wired, sondern mobil.

"Beyond Zero": Toyotas Strategie zur Dekarbonisierung des Pkw-Antriebs unterscheidet sich elementar von der anderer Weltkonzerne. Volkswagen zum Beispiel, nach Verkaufszahlen der direkte Rivale, dokumentiert auf dem Papier eine Senkung der Kohlendioxid-Emissionen, weil die batterieelektrischen Autos von VW ID.3 (Test) bis Porsche Taycan (Test) mit null Gramm in die Bilanz eingehen. Auch Plug-in-Hybride helfen bei der Schönung der CO2-Bilanz. Die Verbrennungsmotoren des Konzerns mit den Kürzeln TSI und TDI dagegen leisten kaum einen Beitrag zur Verbesserung. Das ist, zumindest für die Bilanz im Flottenverbrauch, auch nicht notwendig, solange ausreichend Fahrzeuge mit Ladestecker verkauft werden.