USB-Mikrofon: Mackies EM-USB im Kurztest

Ein Tischmikro kann den Ton bei Videokonferenzen, Streaming und Aufzeichnungen verbessern. EM-USB liefert guten Sound, ist aber nicht ganz billig.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 35 Beiträge
Von
  • Kai Schwirzke

Mit dem EM-USB führt der Audiohersteller Mackie ein Tischmikrofon im Programm, das sich per USB direkt am Computer anschließen lässt. Das Nierenmikrofon ist mit einem USB-C-Port ausgerüstet, besitzt einen eigenen Kopfhöreranschluss und bringt ein Tripod mit.

Das Gerät gefällt uns durch seine robuste Konstruktion und die sinnvolle Ausstattung. Am Mikrofon darf der Anwender nicht nur den Ausgangspegel regeln (Gain), sondern auch die Lautstärke des Kopfhörers, der über eine Miniklinkenbuchse Anschluss findet. Die Verbindung mit Mac, Windows-PC, iPhone oder iPad dient ein USB-C-Port; das EM-USB funktioniert dank Class-Compliance treiberlos, und zwar als Ein- und Ausgabegerät. Ebenfalls praktisch: Das Mikrofon besitzt eine Mute-Taste zum Stummschalten.

Neben dem USB-C-auf-USB-A-Kabel (USB-C-Macs und -iPads benötigen also einen zusätzlichen Adapter) lag ein passables Tischstativ bei. Die Höhenverstellung reicht für den Einsatz im Sitzen, hinterließ bei uns allerdings einen etwas wackeligen Eindruck. Ebenso war es uns nicht möglich, das herausziehbare Stativelement so sicher zu fixieren, dass das Mikrofon nicht mehr zu rotieren war. Unverständlich fanden wir, dass kein Windschutz im Karton lag.

Das Tischstativ liegt bei, ein Windschutz fehlte dem EM-USB allerdings.
EM-USB
Hersteller Mackie
Typ Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik und USB-Interface
Anschlüsse USB-C, Miniklinke
Bedienelemente Gain, Kopfhörer, Mute
Zubehör USB-Kabel, Tischstativ
Preis (Hersteller) 145 €

Klanglich hinterließ das Mikrofon einen ordentlichen Eindruck; Stimmen gab es gut und deutlich weiter. Auch für die Aufnahme von Instrumenten lässt es sich durchaus einsetzen. Trotz der guten Verarbeitung neigte das EM-USB allerdings zu Rumpelgeräuschen, etwa beim Berühren des Mikros oder beim versehentlichen Klopfen auf die Tischplatte. Der Mute-Taster arbeitete ebenfalls nicht geräuschlos.

Für den Einsatz in typischen Musikprogrammen eignet sich das Mackie nur bedingt: Auch bei einer Sample-Buffer-Größe von 128 Samples produziert das integrierte Audio-USB-Interface eine Round-Trip-Latenz von nahezu 15 Millisekunden. Wohler fühlt sich das EM-USB – nicht zuletzt aufgrund der etwas mittenbetonten Abstimmung – eindeutig in typischen Sprachanwendungen wie Podcasts. Der Preis lässt sich gerade noch vertreten.

(lbe)