Ubuntu 20.04 LTS im Test: Aufgefrischter Desktop und längerer Support

Die Linux-Distribution Ubuntu Desktop 20.04 startet schneller und sieht schöner aus als der Vorgänger, auch dank des optional dunklen Designs.

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Ein schnellerer Start, wahlweise ein dunkles Theme der Bedienoberfläche und Wireguard-VPN sind die Neuerungen des neuen Ubuntu Desktop 20.04. Es ist auch die erste Veröffentlichung mit Langzeit-Unterstützung (Long Term Support, LTS), die sich auf das Dateisystem ZFS installieren lässt. Aber in der "Focal Fossa" getauften Ubuntu-Version gelten die ZFS-Funktionen weiterhin als experimentell. Die auf zehn Jahre verlängerte und auch auf Pakete aus Universe ausgeweitete Garantie für Updates will Canonical nicht mehr nur zahlenden Kunden vorbehalten; wie die Livepatch-Funktion sollen Privatkunden kostenlos die Updates erhalten. Wie das genau umgesetzt wird, will Canonical noch ausloten.

Die erste Neuerung von Ubuntu Desktop 20.04 bemerkt man gleich beim Start: Die Ubuntu-Entwickler haben den Bootvorgang beschleunigt, unter anderem durch ein anderes Kompressionsformat für die Kernel-Dateien. Das entpackt während des Bootens schneller als die Konkurrenz. Der Bootvorgang wechselt nahtlos vom UEFI-BIOS zu Ubuntu. Hat der PC-Hersteller im UEFI ein Logo hinterlegt, wird dieses angezeigt, bis der Anmeldebildschirm bereit ist. Für Desktop-Nutzer umschreibt das auch den Kern der Neuerungen: bessere Performance und ein poliertes Aussehen.

Revolutionäre Veränderungen darf man von der Bedienoberfläche nicht erwarten, wobei Kontinuität nach den wechselvollen Jahren mit Unity und Gnome 3 nichts Schlechtes ist. Für Nutzer von Ubuntu Desktop 19.10 ist vor allem Feinschliff dabei; sie sollten aber wechseln, da es wie üblich in drei Monaten keine Updates mehr gibt. Anwender der bisherigen Langzeitversion 18.04 kommen endlich in den Genuss der jüngsten Fortschritte bei der Bedienoberfläche Gnome. Der Ubuntu-Desktop basiert auf Gnome 3.36, und einige der Verbesserungen dort in Sachen Geschwindigkeit und Speicherverbrauch gehen auf die Mitarbeit von Canonical-Entwicklern zurück.

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