Elektroauto VW ID.3 Pro Performance: erster Straßentest

Nach einigen Verzögerungen kommt der VW ID.3 nun in den Handel. Die ersten ausführlichen Fahreindrücke auf öffentlicher Straße machen Hoffnung.

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Elektroauto-Fahrbericht VW ID.3 Pro Performance

Volkswagens elektrische Zukunft soll mit dem VW ID.3 beginnen.

(Bild: VW)

Von
  • Stefan Grundhoff
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Die Erwartungen an den neuen VW ID.3 sind hoch, soll das Modell doch die Wende zum massenhaften elektrischen Fahren für den Volkswagen Konzern einläuten. Nach ein paar technischen Problemen und einer seuchenbedingten Verspätung kommt er nun in den Verkauf. Die ersten ausführlichen Fahreindrücke auf öffentlicher Straße geben Anlass zu Hoffnung.

Fahrbericht VW ID.3 Pro Performance (15 Bilder)

Der ID.3 Pure als Basismodell hat eine Batteriekapazität von 45 kWh, die eine Reichweite bis zu 330 km im WLTP möglich machen soll.

Auf mehr als 300 Kilometern über Landstraßen, Autobahnen, Innenstadt und Dörfern hat der ID.3 im realen Alltag überzeugt. Er bietet Spaß am Autofahren. Lässig Cruisen wird mit seinem kaum hörbaren Antrieb und der leisen Karosserie zum Genuss. Sein Schwerpunkt liegt durch das Akkupaket niedrig, die Gewichtsverteilung ist nahezu ideal. Dank Heckantrieb bringt Kurvenfahren, gern auch mit sportlichem Herausbeschleunigen, wirklich Laune im ID.3. "Sportlich"? Dochdoch, aus dem Stand beschleunigt der ID.3 Pro Performance in 7,3 Sekunden auf Tempo 100.

Dabei hat man die Wahl zwischen dem Fahrmodus D, bei dem das Elektromodell bei losgelassenem Fahrpedal lang ausrollt und erst spürbar verzögert, wenn man das Bremspedal benutzt. Das ist ähnlich wie von herkömmlichen Autos gewohnt. Im B-Modus hingegen bietet der Antrieb ab einem bestimmten Pedalweg eine mit dem Loslassen ansteigende Rekuperation. Dann bremst die Stromrückgewinnung durch den E-Motor. Daran gewöhnt man sich sehr schnell und schaltet wohl kaum mehr um in "D".

Der Normverbrauch liegt zwischen 14,5 und 15,4 kWh. Nur wer längere Autobahnstrecken schnell zurücklegt, lässt die Normreichweite von bis zu 426 Kilometern mit dem mittleren Akkupaket spürbar schrumpfen. Wem die Reichweite zu klein ist, der kann das Akkupaket mit 77 kWh nehmen, das die Reichweite ohne Nachtanken an der Elektrozapfsäule auf stattliche 550 Kilometer verlängert. Die Topversion lädt mit bis zu 125 kW in einer halben Stunde für die nächsten 350 Kilometer Strecke. Gelegentliche weite Reisen verlieren damit etwas von ihrem Schrecken. Normalerweise lädt der ID.3 aber langsamer, wenn er am Wechselstrom hängt. Das Basismodell kommt serienmäßig mit einem zweiphasigen Ladegerät, mit dem in Deutschland 7,4 kW an Wechselstrom möglich sind.