Videowächter: Eufy Video-Türklingel im Kurztest

Die Video-Türklingel mit 2K-Auflösung liefert kleine Filmchen von Besuchern und erlaubt das Gegensprechen. Sie kommt ohne Abo und Stromverkabelung aus.

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Eufy 2K Videotürklingel
Von
  • Johannes Schuster

Die vom Hersteller Anker unter der Marke "Eufy" vertriebene Videoklingel kombiniert Klingel, Gegensprechanlage und Überwachungskamera mit einem integrierten Akku und Netzwerkverbindung in einem Produkt. Die Videoklingel wird in der Nähe der Haustür angeschraubt und liefert 2K-Videos mit mindestens 9 Sekunden Dauer an ihre mitgelieferte Funk-Basisstation und eine Meldung mit Standbild an ein iPhone oder Android-Gerät, sobald der eingebaute Bewegungsmelder etwas im Blickfeld erkennt.

Den Strom bezieht das schwarze, mit einem mitgelieferten "Lösestift" abnehmbare Türteil entweder aus einem per USB-Kabel zu ladenden Akku mit avisierten 180 Tagen Laufzeit oder von einer vorhandenen Türklingelverkabelung, wenn an den Drähten 8 bis 24 Volt Spannung anliegt. Es ist wettergeschützt nach IP65.

Die auch für andere Eufy-Kameras einsetzbare weiße Basisstation (für Funk per Sub-1 GHz) muss per Ethernet-Kabel mit dem Router verbunden werden (kein WLAN). Ohne Internetverbindung und Konto in der zugehörigen App funktioniert das System nicht richtig, da das Smartphone zur vollen Funktion gebraucht wird. Die Bilder werden laut Anker lokal auf dem 16 GByte großen Speicher der Basisstation und nicht auf einem Cloud-Server verschlüsselt abgelegt. Die Basisstation konnten wir übrigens mit HomeKit verbinden, die Türkamera ist jedoch nicht kompatibel zu Apples Smart-Home-Standard.

Das flach oder wahlweise per Keil im 15-Grad-Winkel montierbare Kamera-Modul besitzt zudem einen Klingelknopf, der einen Gongton auch in der Basisstation auslöst, sowie Mikrofon und Lautsprecher zur Kommunikation mit Besuchern. Die Gegensprech-Funktion läuft in der App auf dem Smartphone des Besitzers.

Batteriebetriebene Video-Türklingel mit 2K HD-Auflösung
Hersteller Anker/Eufy
Speicherplatz 16 GByte
Systemanforderungen iPhone oder iPad mit iOS 12 oder Android, Internet-Router mit freiem Ethernet-Port
Preis (Hersteller) 180 Euro

Die Kamera nimmt einen Winkel von rund 160 Grad auf; ihre Software soll Personen von Tieren oder Autos unterscheiden können. Zudem lässt sich der Aktivierungsbereich des Bewegungsmelders in der App gut einstellen. Im Test kam es innerhalb von zwei Wochen trotzdem zu einigen wenigen Fehlalarmen, insbesondere etwa, wenn starker Wind Büsche im Bild bewegte. Per E-Mail kann man andere Hausbewohner einladen, die dann auch Nachrichten bei Besuch, Gegensprech-Berechtigung auf ihren Smartphones und Zugriff auf die Ton-Filmchen bekommen.

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Die Aufnahmen der Videoklingel besitzen eine Auflösung von 2560 × 1920 Pixeln und gute Schärfe, aber eine leichte Weitwinkelverzeichnung. Briefträger, Paketboten und Zeitungszusteller machten auf den Bildern einen skeptischen Eindruck. Technisch funktionierte die nicht eben billige, aber abofreie Lösung gut.

(lbe)