Vier Adapterpaare für Ethernet-over-Coax im Test: Ethernet übers TV-Kabel

Wenn das WLAN zu schwach ist oder die Powerline zu langsam, dann kann das Koaxialkabel der TV-Verteilung schnelles Internet in die unversorgte Hausecke bringen.

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Von
  • Ernst Ahlers
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Zugegeben, ganz so einfach wie im Aufmacherbild angedeutet, ist es nicht, Ethernet über das TV-Kabelsystem zu schicken. Doch mit Ethernet-over-Coax-Adaptern lässt sich das bereits in der Wand liegende Koaxkabelsystem als Datenspediteur nutzen, und zwar oft sogar parallel zu anderen Diensten, die darauf laufen.

Wir haben vier Adapterpaare von Allnet, Axing, Devolo und Luster beschafft und auf ihre Eigenschaften untersucht. Die ersten drei verwenden die in Europa überwiegend genutzte Übertragungsnorm G.hn alias HomeGrid-Standard der International Telecommunication Union (ITU), das Luster-Modell die in Nordamerika vorherrschende Technik der Multimedia over Coax Alliance (MoCA). Beide Systeme haben mehrere Entwicklungsstufen durchlaufen. Wir wählten Adapter mit G.hn Wave 2 und MoCA 2.5. Diese transportieren unter günstigen Bedingungen Gigabit-Ethernet verlustfrei und unterstützen maximal 16 Nodes pro Netzwerk.

G.hn und MoCA können mit unterschiedlichen Schlüsseln auch mehrere Netzwerke parallel im selben Koax-Verteilsystem aufbauen. Trotz logischer Trennung bleibt das Koaxkabel aber ein Shared Medium wie das WLAN: Die Netze müssen sich das Übertragungsspektrum, damit die Sendezeit und so auch die Datenrate teilen.

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