Von Ultra-Weitwinkel bis Telezoom: Acht Objektive für die Canon EOS R im Test

Canon baut sein EOS-R-System rasant aus. Die Preise sind hoch, ebenso die Erwartungen. Wir haben getestet, ob die RF-Objektive diesen gerecht werden.

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(Bild: Heise Medien GmbH)

Von
  • Thomas Hoffmann
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Erst vor zwei Jahren startete Canon mit dem EOS-R-System in den Markt rund um das spiegellose Vollformat. Dafür führte der Hersteller auch ein neues Bajonett ein: RF. Und in diesen zwei Jahren ging Canon deutlich ambitionierter vor als bei seiner spiegellosen EOS-M-Familie, die seit 2012 erhältlich ist. Ende 2020 wird Canon nach aktuellem Stand fünf R-Gehäuse anbieten: Die EOS R bietet 30 Megapixel und Features wie einen OLED-Sucher und eine Touch-Bedienleiste auf der Rückseite. Eine modifizierte Version richtet sich als EOS Ra an Astrofotgrafen. Mit der EOS RP stellt ihr Canon ein abgespecktes, besonders kompaktes Schwestermodell zur Seite. Mit den bald erhältlichen EOS R5 und EOS R6 geht Canon neue Wege: Erstmals setzt der Hersteller auf Sensorstabilisierung. Zusätzlich wollen die Kameras beim Autofokus mit Deep-Learning Algorithmen, schneller Serienbildrate und hoher Auflösung (EOS R5) punkten.

Neben diesen vier Gehäusen stehen 14 Optiken, die bereits erhältlich oder für einen baldigen Marktstart angekündigt sind. Eine beachtliche Anzahl, in Anbetracht des jungen Alters des Systems. Gleichzeitig aber auch ein deutliches Bekenntnis zum spiegellosen Vollformat. Die Strategie scheint dabei Nikons Herangehensweise zu entsprechen: Vom Start weg bietet man hochwertige (und hochpreisige) Optiken an, die Fotoenthusiasten ansprechen, und erst nach und nach günstigere Objektive für Einsteiger und Hobbyfotografen einzuführen. Die hochwertigen Optiken sind weiterhin am L erkennbar.

Die L-Objektive stattet Canon alle mit einem Ultraschall-Autofokusmotor aus und dichtet sie gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser ab. Speziallinsen sollen eine hohe optische Qualität und Fehlerkorrektur sicherstellen. Anders als Nikon, bietet Canon eine große Anzahl an Zoom-Objektiven. Dabei stechen besonders die sogenannten Trinity-Objektive hervor, die einen Brennweitenbereich von 15–35 mm, 24–70 mm und 70–200 mm abdecken. Die Zooms bieten dabei eine durchgehende Lichtstärke von f/2.8. Zwei einfachere Zooms zielen hinsichtlich des Preises, der Größe und des Brennweitenbereichs auf Fotografie-Einsteiger. Mit ihren Brennweiten von 24–105 mm und 24–240 mm sind sie typische "Immerdraufs". Abstriche müssen Fotografen hier unter anderem bei der Lichtstärke machen.

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