WD Gold: Festplatte mit 18 TByte Speicherkapazität

WD poliert die konven­tionelle Festplattentechnik auf und erhöht die Datendichte auf den Scheiben. 18 TByte passen damit in das aktuelle Modell der WD Gold.

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  • Lutz Labs
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Schaut man in die Roadmaps der Festplattenhersteller, stehen dort Kürzel wie HAMR und MAMR, Heat beziehungsweise Microwave Assisted Magnetic Recording. Mit diesen Verfahren wollen die Hersteller Festplatten mit bis zu 50 TByte Kapazität bauen, natürlich in den gleichen Gehäusegrößen wie heute. Seagate forscht schon seit vielen Jahren an HAMR, während Western Digital (WD) und Toshiba für die nächste Zukunft eher MAMR einsetzen wollten.

Im Rahmen der Entwicklung ist den WD-Forschern nach eigenen Angaben aber ein weit einfacheres Verfahren eingefallen, das nun erst einmal zum Einsatz kommt: Energy Enhanced PMR, kurz ePMR. PMR steht wie gehabt für Perpendicular Magnetic Recording, eine Technik, die seit rund 15 Jahren im Einsatz ist. ePMR taugt zwar wahrscheinlich nur für Laufwerke mit maximal 30 TByte, hat jedoch aktuell einen gewaltigen Vorteil: Während für HAMR- und MAMR-Scheiben ein anderes Magnetmaterial notwendig ist, arbeitet ePMR mit den bereits verfügbaren Magnetscheiben – das verkleinert nicht nur den Entwicklungsaufwand, sondern senkt auch die Fertigungskosten.

Im Januar 2020 hatte WD zwei neue Festplatten angekündigt, eine mit 18, eine mit 20 TByte. Diese sollten mit dem neuen Aufzeichnungsverfahren arbeiten, Details dazu gab WD aber erst jetzt bekannt. Bislang führt demnach die ungleichmäßige Sättigung der Schreibköpfe zu einem inkonsistenten Magnetfeld auf den Medien, was zu Verzerrungen bei den Schreibströmen führt – Techniker kennen das als Jitter.

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