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Windows Admin Center: Windows im Browser verwalten

Lange dienten Microsofts Management Console und die PowerShell dazu, Windows-Systeme zu verwalten. Mit dem Admin Center gelingt das jetzt im Browser.

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Windows Admin Center: Windows im Browser verwalten

Unter dem Namen Windows Admin Center hat Microsoft im April 2018 erstmals eine zeitgemäße Weboberfläche zur Systemverwaltung veröffentlicht – dieser Artikel stellt Version 1.0 vor. Das Admin Center ist angesichts der bisherigen Windows-Administration ein beachtenswerter Schritt: Viele Jahre stand das Management per Maus im Vordergrund. Mit dem NT 4.0 Option Pack vereinheitlichte Microsoft 1997 seine vielen Programme mit der Microsoft Management Console (MMC), später kam ein Server Manager als Metaanwendung hinzu.

Dass Klicken nicht für alle Verwaltungsaufgaben der beste Ansatz ist, erkannte Microsoft erst spät. Die spärlichen Kommandozeilenwerkzeuge erweiterte Server 2003 deutlich. Dem nun aufkommenden Wildwuchs unterschiedlicher Konsolenbefehle trat der Konzern 2006 mit der PowerShell entgegen, die ein einheitliches Konzept für Befehlsnamen und Parameter sowie die objektorientierte Datenübergabe einführte. Eine webbasierte Variante der PowerShell, mit der der Administrator von jedem Browser aus Kommandozeilenbefehle an seine Rechner senden kann, gibt es seit Server 2012. Webbasierte grafische Oberflächen mussten Microsofts Kunden hingegen auf Basis der verfügbaren Programmierschnittstellen selbst umsetzen.

Microsoft stellte sein Admin Center (Download) erst Ende 2017 als Projekt Honolulu der Öffentlichkeit vor. Das Paket umfasst einen eigenen Webserver, der nicht die Internet Information Services (IIS) verwendet, sowie ein Gateway zu den Zielsystemen. Auf einem Windows Server installiert sich Ersterer als Dienst ServerManagementGateway, auf einem Windows-10-Client steckt er als Self-hosted-Webserver in der ausführbaren Datei C:\Program Files\Windows Admin Center\SmeDesktop.exe, auf die der Eintrag "Windows Admin Center" im Startmenü verweist.

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