c't angezockt: c't zockt lernt Kungfu und geht auf Rachefeldzug

Im Action-Kampfspiel SIFU gibt es ordentlich auf die Mütze. Doch wir stehen immer wieder auf und versuchen es nochmal – jedenfalls bis uns das Alter einholt.

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  • Liane M. Dubowy

Versteckt in einem Schrank muss das kleine Mädchen mitansehen, wie ein Kungfu-Kämpfer ihren Vater niederstreckt. Kaum 20 Jahre alt zieht sie los, um das Unrecht zu sühnen und die einstigen Angreifer zur Rechenschaft zu ziehen. Die Ziele fest vor Augen – und an eine Pinnwand geheftet.

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Los geht's mit Training: Unsere Kämpferin (oder wahlweise ein Kämpfer) bringt offensichtlich Vorkenntnisse mit, das kurze Tutorial bringt uns nur ein paar Tritte, Schläge und Kombinationen bei. Bis die wirksamen Kombos sitzen, dauert es eine Weile. Jahrelanges Training wie im echten Kampfsport bleibt uns in SIFU erspart, allerdings ist Hartnäckigkeit gefragt. Immer und immer wieder muss man losziehen, um nach und nach weitere Kombos freizuschalten.

Herumliegende Rohre und Besenstiele lassen sich zur Waffe umfunktionieren.

Fröhlich ziehen wir in die ersten Kämpfe und stellen fest: So einfach ist es nicht. Zwar bekommt man mit hektischem Tastengeklapper (oder indem man wild auf dem Controller herumdrückt) doch ein paar Gegner klein, aber unsere Kämpferin zeigt sich wenig widerstandsfähig. Die Kämpfe sind dabei wirklich schön anzusehen; wer Martial-Arts-Filme mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen.

Schon ziemlich am Anfang des Spiels muss sich unsere Protagonistin mit großen Gruppen prügeln.

Immer wieder stellt sich die Protagonistin ihren Gegnern und wir müssen sie doch stets erneut vom Boden kratzen. Ziemlich oft steht sie einfach wieder auf – allerdings um Jahre gealtert. Das geht natürlich nicht ewig so weiter. Irgendwann ist die seltsame Kette, die das möglich macht, aufgebraucht. SIFU ist ein Roguelite – mit jedem Tod geht der errungene Fortschritt weitgehend verloren.

Jung und unerfahren stirbt die Protagonistin schon im ersten härteren Nahkampf mit mehreren Gegnern. Dank einer mysteriösen Kette kann sie einige Male ins Leben zurückkehren und an derselben Stelle weitermachen.

Nur wenn man lange genug am Leben bleibt, kann man mit genügend Erfahrungspunkten die erworbenen Fähigkeiten behalten. Dafür muss man alle Register ziehen, viel ausweichen und parieren und auch die Umgebung im Auge behalten. Stehen Flaschen herum, kann man die prima werfen, um größere Gegnergruppen in Schach zu halten. Besenstiele können ebenso wie ein altes Rohr als improvisierter Prügel herhalten.

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Das Action-Kampfspiel von Sloclap bietet in eine schöne Grafik verpackte Action. Im Februar ist es für Windows erschienen, allerdings nur im Epic Games Store und auf Playstation 4 und 5. Es kostet rund 50 Euro. Wir haben es auch unter Linux getestet und die gute Nachricht lautet: Es läuft mit dem Heroic Games Launcher. Allerdings gibt es hin und wieder ein paar Ruckler, in unserem angezockt-Video im c't-zockt-YouTube-Kanal läuft das Spiel daher unter Windows.

(lmd)