iPhone 13 und 13 Pro im ersten Test: Fotokameraden mit schnellerem Hertzschlag

Ab Freitag gibt es vier neue Apple-Smartphones im Handel. Wir konnten iPhone 13, 13 mini, 13 Pro und 13 Pro Max schon kurz testen. Bewährt sich die Ausstattung?

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iPhone 13 und 13 Pro

(Bild: Sebastian Trepesch)

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  • Sebastian Trepesch
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Die iPhones 2021 kann man als typisches "s"-Update ansehen, also als eine Generation, die Apple vor ein paar Jahren noch "iPhone 12s" genannt hätte. Denn vieles kennen wir schon aus dem letzten Jahr: Die vier Modellreihen, die kantigen Gehäuse, die Displaygrößen. Zwei iPhones mit 6,1 Zoll Bildschirmdiagonale – nämlich mit und ohne den Zusatz "Pro" – buhlen zunächst um die Gunst der Käufer. Bis die Geschwister kommen und den beiden die Show stehlen. Dazu am Ende mehr, doch erst einmal zum Chip, den alle Ausführungen besitzen.

Er sei "schneller als die Konkurrenz", sagt Apple über den neuen A15 Bionic, der im Inneren aller iPhones von diesem Herbst arbeitet. Die Szene hat schnell bemerkt, dass Apple wohl einem Vergleich mit dem A14 scheut. Daraus darf man allerdings noch lange nicht den Schluss ziehen, es gäbe keine Leistungsfortschritte: In unseren Benchmark-Tests schlagen sich die iPhones von 2021 rund 10 bis 20 Prozent besser als die Vorgänger. Am deutlichsten punktet das iPhone 13 Pro mit einer 26 Prozent höheren Framerate im GFX Bench Metal (1080p Manhattan Offscreen; Messwerte lesen Sie in Kürze in einem ausführlichen Test auf heise+ sowie in Mac & i Heft 5/2021). Im Gegensatz zum iPhone 13 ohne Pro bietet diese Variante eine Fünfkern- statt Vierkern-GPU. Sie soll vor allem beim Gaming und den neuen Kamerafunktionen (siehe zweite Seite) für genügend Leistung sorgen.

Während man die Performance des schnelleren Chips im Alltag leicht übersehen kann, ist das neue Display von iPhone 13 Pro und Pro Max ein Fest für die Augen. Die Helligkeit konnte Apple sichtbar erhöhen. Die jetzt gebotene Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz war angesichts der Android-Konkurrenz längst überfällig (Samsung spottete kurz nach dem Apple-Event auf Twitter nicht ganz zu Unrecht). Ja, selbst die Pro-iPads bieten die flüssigere Darstellung bewegter Inhalte schon seit vier Jahren.

Von der nun maximal doppelt so hohen Bildwiederholrate profitieren nicht nur Gamer. Schon beim Scrollen von einer Webseite wie dieser hier fällt auf, wie geschmeidig auf den neuen Pro-iPhones der Text fließt, während er bei den Modellen ohne Pro und früheren Generationen leicht ruckelt.

Auch über Mobilfunk läuft es wie geschmiert: In der Keynote vor wenigen Tagen rühmte sich Apple, mit den neuen iPhones zusätzliche Mobilfunkanbieter und Frequenzbänder zu unterstützen. Für die Praxis in Deutschland ändert sich nichts. Die wesentlichen Frequenzbänder unterstützt schon das iPhone 12 und die mmWave-Technik gibt es hierzulande nicht. Somit verkauft Apple in Deutschland 2020 wie 2021 nur Geräte ohne die Antenne für die hochfrequenten Signale.

iPhone 13 und 13 Pro im ersten Test (4 Bilder)

Die Linsen stehen bei iPhone 13 Pro und iPhone 13 noch weiter aus dem Gehäuse heraus.
(Bild: Sebastian Trepesch)

Während die Modelle des letzten Jahres laut schönster Apple-Marketing-Sprache über Mobilfunk "superschnelle Downloads" und "Streaming in höchster Qualität" ermöglichten, leisten die 13er-Geräte gar "ultraschnelle Downloads", aber nur "Streaming in hoher Qualität". Doch einen vermeintlichen Rückschritt muss niemand befürchten. In Hannover erreichten wir über das 5G-Netz der Telekom bis zu beeindruckende 984 MBit/s für Downloads und im Upload 143 MBit/s. Zum Vergleich: Im letzten Jahr waren es noch 279 MBit/s (Vodafone: 448 MBit/s). Diese Verbesserung in den letzten Monaten brachten allerdings nicht die neuen Apple-Geräte, sondern der Netzausbau. Das bestätigte unsere erneute Messung mit dem iPhone 12, es saugt nun auch in diesen "ultraschnellen" Geschwindigkeiten Daten aus dem Netz.