Canon: Kameras und Objektive auf einen Blick

Canon hat für jede Gelegenheit und jeden Geldbeutel den passenden Fotoapparat und das passende Objektiv parat. Das EOS-System umfasst dabei die Spiegelreflex- (DSLR) und spiegellosen Systemkameras. Dazu gehören die Objektive mit EF-, EF-S sowie EF-M-Anschluss. Unter den Marken PowerShot und IXUS bündelt der Hersteller außerdem seine Kompaktkameras mit festverbautem Objektiv.

EOS 4000D und EOS 200D: Die günstigsten EOS-Kameras

Den Einstieg in das EOS-System ermöglichen die DSLR der 1000er und 100er Serien. Aktuell sind das die Modelle EOS 4000D sowie EOS 2000D. Sie starten unter 400 Euro mit Objektiv. Dafür bekommen Fotografen zwar integriertes WLAN, beim Rest müssen sie aber etliche Kompromisse eingehen. Die Gehäuse sind winzige Plastikbomber, die Displays haben nur eine magere Auflösung – teils nur 320 × 240 Bildpunkte. Und auch die Bildsensoren gehören nicht zur neuen Generation. So arbeitet beispielsweise die EOS 4000D lediglich mit einem 18- statt einem 24-Megapixel-Bildsensor. Wer etwa 100 bis 200 Euro mehr in die Hand nimmt, landet bei Kameras wie der 200D oder 800D. Sie bieten eine gute Balance zwischen Preis, Bildqualität und Ausstattung. Neben aktuellen Sensorgenerationen verfügen sie über feiner steuerbare Autofokussysteme sowie Features wie Schwenkdisplays.

Canon EOS 77D und EOS 800D (10 Bilder)

Canon EOS 77D und EOS 800D
(Bild: Canon)

Bei etwa 1000 Euro ordnen sich Kameras an, die sich an erfahrene Fotografen richten. Entsprechend ist die Bedienung mit vielen Direktzugriffen und Funktionstasten abgestimmt. Die DSLR der 10er Serie, zu der aktuell die EOS 77D sowie die EOS 80D gehören, sind dabei deutlich größer als die Einsteigermodelle und teils schon gegen Staub- und Spritzwasser geschützt.

7D Mark II und 5D Mark IV: Schnelle Spezialisten und Profikameras

Neben den Allroundern der Einsteiger und Mittelklasse bietet Canon außerdem Spezialisten wie die 7D Mark II an. Mit einer hohen Serienbildrate von zehn Bildern Sekunde und einem Autofokusmodul mit 65 Messfeldern versteht sie sich als schnelle Sprinterin besonders auf Sportfotografie. GPS und ein wetterfestes Gehäuse gehören ebenso zu ihren Besonderheiten. Seine schnellste APS-C-Spiegelreflexkamera lässt sich Canon mit etwa 1500 Euro aber auch gut bezahlen.

Canon EOS 6D Mark II (6 Bilder)

Die EOS 6D Mark II erhält einen neuen 26-Megapixel-Sensor.
(Bild: Canon)

Zu den Spezialfällen gehört auch die EOS 6D Mark II. Sie ist mit etwa 2000 Euro die günstigste Canon-Kamera mit dem sogenannten Vollformat- oder digitalen Kleinbildsensor. Er misst 24 × 36 Millimeter und entspricht in seiner Größe dem analogen Kleinbildformat. Seine Fläche ist mehr als doppelt so groß wie die eines APS-C-Sensors wie er in den herkömmlichen digitalen Spiegelreflexkameras steckt. Deshalb steht er auch für eine besonders gehobene Bildqualität und ist hauptsächlich in Profikameras zu finden. Fotografen sollten die Folgekosten im Blick behalten, denn je nach Brennweite und Wertigkeit können die Linsen für Vollformatkameras richtig teurer werden.

Im Bereich der Profianwender hält der Kamerabauer weitere Modelle mit dem großen Chip bereit. Als Allrounderin fungiert hier die EOS 5D Mark IV, sie löst 30 Megapixel auf und liefert eine moderate Serienbildrate von sieben Bildern in der Sekunde. Professionelle Sportfotografen greifen zur EOS 1D X Mark II, die Reihenaufnahmen mit bis zu 16 Bildern pro Sekunde schafft. Extreme Auflösungen mit über 50 Megapixeln liefern EOS 5DS und 5DS R. Unter 3000 Euro kommt man an solche Geräte allerdings nicht ran.

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Canon EOS 4000D

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Canon EOS M6

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Canon EOS 7D Mark II (Gehäuse)

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Spiegellose Systemkamera EOS M ̶ die bessere DSLR?

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Die Systemkameras der M-Serie ergänzen seit 2012 das EOS-System. Bei diesen Geräten muss kein Spiegel mehr nach oben klappen, um dem vom Objektiv her einfallenden Licht den Weg auf den Bildsensor frei zu machen. Ein Sucherbild gibt es elektronisch – quasi live (Live View) – direkt vom Sensor. Da sie unter anderem auf den sperrigen Spiegelkasten verzichten können, fallen die spiegellosen Systemkameras kleiner aus als ihre DSLR-Konkurrenten.

Tatsächlich wirken die EOS-M-Modelle auf den ersten Blick wie einfache Kompaktkameras ohne wechselbares Objektiv. Bis auf Design und den fehlenden Spiegel unterscheiden sie sich technisch kaum von ihren DSLR-Schwestern. Fotografen finden hier gleiche Sensoren, gleiche Autofokustechnik, ähnliches Handling. Den Einstieg ins System bilden ab etwa 350 Euro die Modelle EOS M100 und EOS M50.

Probleme haben die günstigeren Spiegellosen vor allem in Sachen Geschwindigkeit. Während eine DSLR im Schnitt etwa 0,3 Sekunden braucht, bis ihr Autofokus ein Motiv erfasst hat und sie auslösen kann, kann es bei einer einfachen EOS M schon einmal knapp 0,5 Sekunden dauern.

Canon EOS M6 (9 Bilder)

Canon EOS M6
(Bild: Canon)

Zu den gehobenen Modelle gehören die EOS M5 und die EOS M6, die bei etwa 700 Euro ohne Objektiv starten. Die beiden unterscheiden sich hauptsächlich im Sucher, der der M6 fehlt. Im Test überzeugte uns sie EOS M5 mit einer guten Bildqualität, einem schnellen Autofokus und einer durchdachten Handhabung.

Ein grundsätzliches Problem des EOS-M-System liegt aber nicht bei den Kameras selbst. Vielmehr fehlt es noch immer an Objektiven für das M-System. Gerade einmal sieben Optiken können Fotografen ohne Adapter an ihre Kamera anschließen. Tendenz: ungewiss.

Canon Objektive: Breites Angebot mit Spezialisten

Spiegelreflexfotografen können dagegen aus dem Vollen schöpfen. Das EOS-System umfasst aktuell knapp 80 Linsen: Weitwinkel- und Teleobjektive, Normalbrennweiten und Spezialisten wie Makro- und Tiltshift-Optiken rüsten für alle denkbaren Disziplinen von Nah- über Porträt- bis hin zu Landschafts- oder Architekturfotografie.

Canon teilt auch seine Objektive in verschiedene Klassen ein. Die EF-Objektive richten sich an die Spiegelreflexkameras mit Vollformatchip, können aber dennoch an den APS-C-DSLR genutzt werden. Hier finden sich auch besonders günstige Linsen. Das Brot-und-Butter-Objektiv EF 50mm f/1.8 STM beispielsweise liegt unter 150 Euro, bietet aber eine vergleichsweise gute Abbildungsqualität. EF-Objektive mit L-Kennzeichnung sind besonders hochwertig. So kostet das EF 50mm f/1.2L USM schon deutlich über 1000 Euro, ist dafür aber extrem lichtstark. Optiken mit EF-S-Kürzel richten sich ausschließlich an die APS-C-Spiegelreflexkameras. EF-M-Objektive gehören zu den spiegellosen EOS-M-Modellen.

Das EF 24-105mm f/4L IS II USM gehört zu den L-Objektiven bei Canon - hochwertige Optiken für Vollformatkameras.

(Bild: Canon )

Die günstigen Spiegelreflex- und Systemkameras sind dabei im Bundle mit sogenannten Kit-Objektiven erhältlich. So sparen Fotografen zwischen 50 und 100 Euro im Vergleich zum Einzelkauf. Auch, wenn diese Objektive nicht mit einer überragenden Bildleistung überzeugen, bieten sie doch mit ihrem sehr vielseitigen Brennweitenbereich einen guten Kompromiss gerade in Hinsicht Größe und Gewicht.

IXUS und PowerShot: Kompaktkameras

Wer sich um Folgekosten für Objektive keine Gedanken machen will, der ist bei Kompaktkameras richtig. Sie haben ein fest verbautes Objektiv und gehören entweder zur IXUS- oder Powershot-Serie.

Die IXUS-Modelle sind in der Regel besonders kompakt und mit Startpreisen von unter 100 Euro auch sehr günstig. Allerdings gehören sie zu einer aussterbenden Spezies. In den vergangenen Jahren gingen die Verkäufe der kleinen Kompakten rapide bergab. Verantwortlich dafür sind hauptsächlich die höherwertigen Smartphones, deren Bildqualität sich mittlerweile auf Augenhöhe bewegt. Mit Einsteiger-Smartphones können die IXUS-Modelle aber locker mithalten, denn sie haben einen entscheidenden Vorteil zum Telefon: Ihr Handling ist ganz und gar auf das Fotografieren abgestimmt.

Sensorgrößen im Vergleich

Bei den PowerShot-Modellen tummeln sich hochwertige Kameras. Einen wichtigen Teil des Angebots machen sogenannte Superzoomer oder Bridgekameras wie die PowerShot SX60 HS aus. Sie bietet für gut 350 Euro einen extra großen 65-fachen Zoomfaktor und damit viel Brennweite von Weitwinkel bis Supertele. Praktisch alle fotografischen Disziplinen will sie so abdecken. Ein Smartphone mit seiner eher weitwinkeligen Brennweite kann da längst nicht mehr mithalten.

Die PowerShot-G-Serie umfasst Kameras mit dem sogenannten Typ-1-Zoll-Sensor. Mit 13,2 × 8,8 Millimetern (Fläche: 116,2 mm2) ist der tatsächlich um einiges größer als das etwa 6 × 4 Millimeter (Fläche: 24 mm2) kleine Sensor in den einfacheren IXUS-Modellen und den PowerShot-Superzoomern. Die gehobenen PowerShots bringen damit tatsächlich eine deutlich höhere Bildqualität vor allem bei ungünstigen Lichtbedingungen. Mit Preisen ab etwa 500 Euro sind die Typ-1-Zoll-Modelle dann aber auch fast so teuer wie eine günstige Spiegelreflexkmara.

Canon G1 X Mark III (5 Bilder)

Die Canon G1 X Mark III ist das neue Top-Modell unter Canons Kompaktkameras.
(Bild: Canon)

Canon hat auch eine Kompakte mit APS-C-Sensor wie ihn die Spiegelreflexkameras nutzen im Programm. Die G1 X Mark III ist im Prinzip eine EOS M mit festem Zoomobjektiv, für mehr als 1000 Euro ist sie aber alles andere als ein Schnäppchen.

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