DSL – Digital Subscriber Line

Übersetzt bedeutet das Kürzel "Digitale Teilnehmeranschlussleitung" und meint einen durchgängig digitalen Internet-Zugang über spezielle Modems beim Teilnehmer und Betreiber, die über eine ursprünglich für analoge Telefonie gedachte Kupferdoppelader miteinander kommunizieren.

Weltweit werden hauptsächlich asymmetrische DSL-Verfahren eingesetzt (ADSL = Asymmetric Digital Subscriber Line). Sie nutzen zum Senden einen schmaleren Spektrumsbereich als zum Empfangen und senden deshalb langsamer als sie empfangen. Unterhalb des Sendebereichs von 138 bis 275 kHz lassen sich wahlweise Analog- oder ISDN-Signale auf derselben Leitung übertragen (ADSL Annex A für Analoganschlüsse, ADSL Annex B für ISDN-Anschlüsse). Die Spezifikationen werden ständig weiterentwickelt. Nach ADSL folgt ADSL2+, VDSL und VDSL-Vectoring, womit sich die Übertragungsraten um das fünf- bis zehnfache erhöhen.

Gelegentlich wird das DSL-Kürzel auch für Produkte benutzt, die technisch nichts damit zu tun haben, zum Beispiel Sky-DSL, das auf Satelliten-Funk gründet. Weitere Varianten, die tatsächlich auf Kupferleitungen aufsetzen, sind SDSL oder auch HDSL. Sie werden häufig im Geschäftskundenumfeld für symmetrische Übertragungen eingesetzt.

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