Nokia

Jeder Mensch, der Mobiltelefone kennt, kennt auch den Namen Nokia. Doch weit weniger wissen, dass Nokia Papiererzeugnisse herstellte sowie Gebrauchsgegenstände wie Gummistiefel oder Fahrradreifen. Erst in den 80er Jahren begann der finnische Konzern im Zuge der ersten Mobilfunknetze anfangs Autotelefone und schließlich erste wirklich tragbare Mobiltelefone zu produzieren. Ab 1998 war Nokia der weltgrößte Mobiltelefonhersteller und nach einer Fusion mit der entsprechenden Siemens-Sparte auch der drittgrößte Telekommunikationsausrüster der Welt.

Die Vormachtstellung bröckelte erst in den Jahren 2008 bis 2010 mit dem Boom der Smartphones, der von Apples iPhone ausgelöst wurde. Schließlich übernahm 2012 Samsung die Marktführerschaft bei Smartphones. Ab 2011 rüstete Nokia seine Smartphones nicht mehr nur mit dem eigenen Betriebssystem Symbian aus, sondern seine zukunftsträchtigen Highend-Modelle mit Windows Phone; Symbian starb einen langsamen Tod. Trotzdem geriet Nokia in die roten Zahlen, musste Stellen streichen und Werke schließen.

Als Notausgang aus der Krise verkaufte der Konzern im September 2013 die gesamte Mobiltelefon- inklusive Dienstleistungssparte an Microsoft. Die Finnen behalten die NSN (Nokia Solutions and Networks), die Landkartensparte HERE sowie die Abteilung für Advanced Technologies.

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