Tschernobyl - 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe

Am 26. April 1986 geriet im Kernkraftwerk Tschernobyl ein unter Zeitdruck durchgeführter Testlauf in Block 4 außer Kontrolle. Die Kombination aus menschlichem Versagen, mangelhaftem Reaktor-Design und bewußtem Nicht-Beachten von Sicherheitsvorschriften führte erst zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg und dann zu einer Explosion des Reaktors.

Bis heute ist nicht endgültig geklärt, wieviele direkte Todesfälle der Reaktorunfall gefordert hat. Es gibt ebenfalls keinen wissenschaftlichen Konsens, ob und in welchem Maße das Krebsrisiko, wie beispielsweise für Schilddrüsenkrebs und Leukämie in Folge des Unfalls angestiegen ist. Nach wie vor ist das Sperrgebiet um den Reaktor militärisch kontrolliert. Man darf es nur mit Genehmigung und unter strengen Auflagen betreten. Der einstige Unglücksort ist inzwischen ein populäres Ziel bei Tagestouristen.

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