VDSL – Very High Speed Digital Subscriber Line

VDSL ist eine Weiterentwicklung der DSL-Übertragungstechnik . Dabei wird ein Großteil der Kupferdoppelader durch Glasfaser ersetzt; die VDSL-Übertragung läuft dann nur einige Hundert Meter vom Teilnehmer bis zu einem Outdor-DSLAM (überbaute Kabelverzweiger). Auf diese Weise erreichen VDSL-Anschlüsse Datenraten von bis zu 50 MBit/s in Empfangs- und 10 MBit/s in Senderichtung.

Mittels VDSL-Vectoring gelingt es jedoch, die alten Kupferleitungen noch weiter auszureizen und so den flächendeckenden Glasfaserausbau etwas hinauszuschieben. Bei dem von der ITU-T als G.993.5 alias G.vector im Jahr 2010 standardisierten Verfahren werden die Kupferadern eines Verzweigungskabels auf der letzten Meile vom Kabelverzweiger (Kvz) mit Outdoor-DSLAM zum Kundenanschluss zusammen genutzt. Das Verfahren reduziert Störungen (das sogenannte "Übersprechen" der einzelnen Adern) und ermöglicht so bei VDSL2 höhere Bandbreiten auf einer Leitungslänge von etwa 500 Metern.

Die Gesamtheit der Kupferdoppeladern im Kabelbündel werden bei Vectoring zu einem von den Teilnehmern gemeinsam genutzten Medium. Auf diese Weise ermöglicht G.vector VDSL2-Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s über Entfernungen von mehr als 500 Metern. Allerdings gibt es dadurch auch regulatorische Probleme: Die Technik erfordert, dass ein Unternehmen die Kontrolle über das ganze Leitungsbündel hat, sonst lassen sich die Störungen nicht ausreichend kompensieren.

Siehe dazu auch:

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