Xbox One und Xbox One X: Konsolen-Vergleich und Exklusivspiele

Xbox One X

Von Microsofts Spielekonsole Xbox One gibt es drei Varianten: die Ursprungsversion Xbox One, die kompakte Xbox One S sowie die auf 4K-Spiele getrimmte und daher wesentlich leistungsfähigere Xbox One X. Alle erhältlichen XBox-Spiele funktionieren auf allen Konsolen, wobei einige Titel auf der Xbox One X mit höherer Auflösung und Bildrate, schärferen Texturen und höherer Sichtweite laufen. Dafür müssen die jeweiligen Spiele aber speziell für die Xbox One X angepasst sein – ältere Titel sind daher auf Updates angewiesen, die Microsoft aber nicht für jedes Spiel bereitstellt.

Xbox One oder Xbox One X

Die Xbox One S ist zum Spielen auf Full-HD-Fernsehen gedacht. Sie ist mit einer 500-GByte-Festplatte ab zirka 220 Euro erhältlich, die 1-TByte-Version gibt es bereits ab 240 Euro. Der Aufpreis lohnt sich auf jeden Fall, da viele Spiele bereits zwischen 30 und 70 GByte auf der Festplatte belegen – eine 500-GByte-Festplatte ist schnell voll. Angetrieben wird die Xbox One S von einem AMD-Kombiprozessor mit acht CPU-Kernen der Jaguar-Generation. Sie laufen mit 1,75 GHz Taktfrequenz. Die Grafikeinheit enthält 768 Shader-Rechenkerne, die bei 914 MHz bis zu 1,4 Billionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde leisten (TFlops). Dazu kommen 8 GByte DDR3-Speicher (68 GByte/s) und 32 MByte schneller ESRAM-Zwischenspeicher (218 GByte/s). Die Leistungsaufnahme beträgt beim Spielen bis zu 50 Watt.

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Die Xbox One X ist auf die 4K-Ausgabe zugeschnitten und daher wesentlich leistungsfähiger. Sie ist mit ihrer 1-TByte-Festplatte ab zirka 400 Euro erhältlich. Die Grafikeinheit stammt aus der AMD-Polaris-Generation und enthält 2560 Kerne, die mit 1,17 GHz laufen. Im Vergleich zur Xbox One S steigt die Grafikleistung um mehr als das Vierfache an (6 TFlops). Außerdem setzt Microsoft bei der XBox One X auf schnellen GDDR5-Speicher, dessen Transferrate nahezu fünf Mal so hoch ausfällt wie die des DDR3-Speichers der Xbox One S (326 statt 68 GByte/s). Die Prozessorleistung fällt durch eine gesteigerte Taktfrequenz um 30 Prozent höher aus. Bei Spielen schluckt die XBox One X bis zu 150 Watt – ähnlich viel wie die schwächere PS4 Pro. Dennoch ist die Xbox One X beim Spielen wesentlich leiser – starten die Spiele von der Festplatte statt von der Disc, hört man die Konsole kaum. Bei ruhendem Hauptmenü nimmt man die Xbox One X nicht wahr.

Xbox One: Spiele und Exklusivtitel

Mehr als 90 Prozent der Konsolenspiele sind sowohl für die Xbox One als auch Playstation 4 erhältlich – viele große Blockbuster-Titel, etwa das kommende Red Dead Redemption 2, laufen daher auf beiden Konsolen und sind grafisch kaum voneinander zu unterscheiden. Der Rest sind Exklusivspiele – für die Xbox One wären das etwa Gears of War 4, Forza Motorsport 7, Halo 5 und Sea of Thieves.

Ein Vorteil gegenüber der Playstation 4 und PS4 Pro: die Xbox One ist abwärtskompatibel. Viele alte Xbox-360-Spiele lassen sich auch auf der Xbox One wiedergeben. Microsoft listet auf seiner Website knapp 500 Titel auf, darunter Red Dead Redemption 1, Silent Hill HD, Saints Row und Ghost Recon. 16 Xbox-360-Titel sind sogar an die Xbox One X angepasst.

Erste Spiele für die Xbox One X (8 Bilder)

Forza Motorsport 7

Forza 7: Auf der Xbox One X wird das Spiel zwar in 4K mit HDR ausgegeben, am Horizont und an Streckenzäunen sind jedoch auf 4K-Fernsehern Aliasing-Effekte zu sehen, die darauf hindeuten, das das Spiel nicht in 4K gerendert wird. Im Vergleich zum Konkurrenten "Gran Turismo 5" auf der PS4 Pro sehen die Bilder daher nicht ganz so perfektionistisch aus. Dafür darf man auch bei Shit-Wetter fahren, bei GT5 hingegen nur bei Sonnenschein. Die Installation von Forza 7 beschlägt auf der Xbox One X rund 95 GByte.
(Bild: Microsoft)

Neue Xbox-Spiele kosten zwischen 50 und 70 Euro und sind üblicherweise etwas teurer als die PC-Ableger. Nach ein paar Monaten werden die Titel üblicherweise deutlich günstiger und sind häufig schon zwischen 20 und 30 Euro zu haben. Im Laden gekaufte Spiele – also auf Datenträgern – binden sich nicht fest an den Xbox-Live-Account und lassen sich auch weiterverkaufen. Download-Spiele sind häufig günstiger, aber an den Account gekoppelt.

Manche Spiele tragen auch das Logo Xbox Play Anywhere. Kauf man etwa ein Xbox-Spiel im Xbox Store, erhält man gleichzeitig die Windows-10-Version – das funktioniert auch umgekehrt. Auch Spielfortschritte, Savegames und Errungenschaften werden zwischen den Versionen synchronisiert – so kann man auf der Xbox anfangen zu spielen und später auf dem Gaming-PC fortsetzen. Derzeit gibt es knapp 50 Play-Anywhere-Spiele, die Microsoft auf seiner Website auflistet – dabei sind eta Sea of Thieves, Super Lucky's Tale, The Long Dark und Cuphead.

Viele Spiele enthalten neben einer Einzelspieler-Kampagne auch die Möglichkeit, im Netz gegen andere Xbox-Nutzer zu spielen. Das geht aber nur, wenn man Mitglied bei Xbox Live Gold ist. Dieses kostenpflichtige Abo kostet rund 7 Euro im Monat, 20 Euro für 3 Monate oder 60 Euro für ein Jahr. Neben der Mehrspieler-Option erhalten Xbox-Live-Gold-Mitglieder monatlich zwei oder mehr Vollversionen. Im August 2018 sind das etwa Forza Horizon 2, Death Space 3, For Honor und Disney Epic Mickey 2.

XBox One X vorgestellt

Multimedia: 4K-Filme, UHD-Blu-rays und Co

Xbox One S und XBox One X spielen UHD- beziehungsweise 4K-Filme von Ultra HD Blu-rays ab, Sonys Playstation 4 beherrscht das mangels kompatiblem Laufwerk nicht. Außerdem geben XBox One S und X auch 4K-Videos aus dem Netz wieder, etwa von Amazon, Netflix und Youtube, auf Wunsch auch mit erhöhtem Kontrast (High Dynamic Range, HDR). Die zugehörigen Apps findet man im Xbox Store.

Im Konsolenmenü lassen sich Bildwiederholfrequenzen und Farbauflösung festlegen – zur Auswahl stehen 24, 50, 60 und 120 Hz sowie 8, 10 und 12 Bit pro Farbkanal. Außerdem kann man HDR sowie die adaptive Bildsynchronisierung FreeSync aktivieren. Künftig soll die Xbox One über ein Update sogar Dolby Vision unterstützen – ein ausgefeilter HDR-Kinomodus für Filme. Auch Audio-CDs lassen sich mit der Xbox One abspielen, die PS4 beherrscht das nicht.

Selbst das moderne 3D-Tonformat Dolby Atmos dekodieren die Xbox-One-Modelle – unterstützt wird das in manchen Spielen wie Gears of War 4 und Assassin's Creed Origins sowie in (sehr wenigen) Filmen über die Netflix-App (etwa: Wheelman, Okja, Death Note und Blame!). Die Atmos-Ausgabe ist meist nur über die englische Tonspur verfügbar. Bei der Blu-ray-Wiedergabe ist die Lautstärke von Xbox One und One X erträglich, bei der UHD-Wiedergabe muss das Laufwerk schneller drehen und rauscht hörbar.

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Xbox One Scarlett: Nachfolger in Arbeit

Nach derzeitigem Kenntnisstand werden Xbox One und Xbox One X frühestens im Jahr 2020 abgelöst. Microsofts Xbox-Chef Phil Spencer hat auf der E3 2018 bereits bestätigt, dass man bereits an einem Nachfolger (Codename Xbox One Scarlett) arbeite. Konkrete Details blieb Spencer schuldig, erklärte allerdings, dass es bei der aktuellen Konsolengeneration Verbesserungspotenzial bei der Bildrate und dem Verhältnis von Grafikeinheiten und Prozessorkernen gebe. Spencer spielt dabei auf die geringe CPU-Leistung der Xbox One und Playstation 4 an, die jeweils AMDs langsame Jaguar-Prozessorkerne verwenden. Wahrscheinlich ist, dass die kommende Xbox Scarlett Prozessorkerne der Ryzen-Generation und GPU-Kerne der Navi-Generation enthält.

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