zurück zum Artikel

KI-Stromverbrauch: Wieviel Energie benötigt sie tatsächlich?

Ellen Marie Zylinski, Anna Bicker
A,Person's,Head,Covered,By,An,Ai-labeled,Dark,Cloud

(Bild: photoschmidt/ Shutterstock.com)

Die Einführung von Künstlicher Intelligenz hat unsere Welt grundlegend verändert. Doch sie birgt auch ein Problem, denn KIs sind große Stromfresser.

Künstliche Intelligenzen sind in unserem Alltag angekommen. Doch die KI-Anwendungen bringen ein unterschätztes Problem mit: einen enormen Stromverbrauch.

Beispiele für den Stromverbrauch von KI:

Dass der Stromverbrauch durch KI-Systeme weltweit so hoch ist, liegt vor allem an zwei Punkten:

  1. Training der KI: Für das Training der KI wird viel Energie benötigt, denn der Prozess dauert und erfordert eine hohe Verarbeitung von Daten. Der Computeralgorithmus muss lernen Muster und unbekannte Variablen zu erkennen. Dabei laufen über mehrere Wochen hunderte Prozessoren. Vergleichsweise verbraucht ein Prozessor ungefähr so viel Energie wie ein Backofen.
  2. KI-Nutzung: Nach dem Training kann die KI natürlich genutzt werden. Der Energiebedarf pro Anfrage ist vergleichsweise nicht so hoch, doch bei Millionen Anfragen, summiert er sich. Dazu kann auch die ungewollte Nutzung von KI zählen. Über die Google-Suche wird inzwischen beispielsweise eine Übersicht mit KI erstellt, auch wenn Sie die Anfrage nicht direkt an eine KI stellen. Eine einzelne Anfrage bei ChatGPT kann wiederum etwa 10-mal so viel Strom verbrauchen, wie eine normale Google-Suche.

Forscher warnen inzwischen vor dem stark steigenden Stromverbrauch. In den nächsten Jahren wird er voraussichtlich auch immer weiter steigen. Wissenschaftler und Internetkonzerne versuchen deshalb, die KI effizienter zu gestalten, sodass sie weniger Strom verbraucht.

Mehr Infos

(anka)


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10628786

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/tipps-tricks/Was-ist-Kuenstliche-Intelligenz-9164474.html
  2. https://www.heise.de/tipps-tricks/Kuenstliche-Intelligenz-kostenlos-nutzen-hier-geht-s-9758323.html
  3. https://www.heise.de/tipps-tricks/ChatGPT-ohne-Login-nutzen-geht-das-9863707.html