Postmediale Wirklichkeiten aus interdisziplinärer Perspektive

Weitere Beiträge zur Zukunft der Medien

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  • Heise Medien
  • 256Seiten
  • (D) 19,90

Der Blockbuster "Avatar" hat es uns vor Augen geführt: Das Kinoerlebnis lässt sich durch neue Technologien radikal verändern. Unter dem Schlüsselbegriff "Postmediale Wirklichkeiten" spüren im vorliegenden Band Zukunftsforscher, Publizisten, Künstler und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen neuen Medientechnologien nach und fragen sich, wie sich Erleben, Denken, Handeln und Gesellschaft verändern.

Gemeinsam ist allen Beiträgen die Sichtweise auf Grenzen, die sich zunehmend auflösen: Die Emergenz neuer Medien ist begleitet von der Aufhebung der Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten, zwischen Handeln und Funktionieren oder zwischen Privatheit und Öffentlichkeit. Ob es um die Bedienung von Computern durch Gedanken, die multimediale Produktion flüchtiger Kunstspektakeln oder die computerbasierte Simulation menschlicher Erinnerung geht – alle Beiträge nehmen eine Frage auf, die im Rahmen eines Forschungsclusters an der Hochschule Furtwangen University formuliert wurde.

Ausgehend von der Diagnose, dass sich der klassische Medienbegriff zusehends auflöst, wurde vor dem Hintergrund eines erweiterten Medienbegriffs nach dem Status von Medien gefragt, die gerade durch ihre Omnipräsenz nicht mehr als Medien wahrgenommen werden und auf diese Weise neue kulturelle Selbstverständlichkeiten erschaffen.

Inhalt

  1. Einleitung: Postmediale Wirklichkeiten revisisted

    Stefan Selke & Ullrich Dittler

  2. Die kommende Gsellschaft: Von der Wissensgesellschaft 2.0 zur postmedialen Gesellschaft?

    Rudolf Maresch

  3. Medialer Wandel und digitale Revolution

    Ewald Wessling

  4. Hyperwelt: Massive Vernetzung der Informationssphäre mit der realen Welt

    Wolfgang Maass

  5. Leben mit der digitalen Aura: Szenarien zur Mediennutzung im Jahr 2020

    Simone Kimpeler

  6. Wissen und Bildung in der Postmedialität

    Ullrich Dittler

  7. Der editierte Mensch: Vom Mythos digitalisierter Totalerinnerung durch Lifelogging-Systeme

    Stefan Selke

  8. Autonome Systeme und der Mensch: Zum Problem der medialen Selbstkonstitution

    Mathias Gutmann

  9. Gehirn-Computer-Schnittstellen als neue Form des Mediengebrauchs

    Elisabeth Hildt

  10. Kommerzielle Gedankenübertragungsmaschinen

    Benjamin Wiedenbruch

  11. Digitales Kino: Workflows in der Kinofilmproduktion der Zukunft

    Peter C. Slansky

  12. Das ganze Leben ist ein Spiel: Wie die Veralltäglichung von Games die Gesellschaft verändert

    Steffen P. Walz

  13. Multimodal art tools: Creating and sharing interactive engaging experiences

    Jürgen Scheible

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