Vergiftete Beziehungen

Männer oder Frauen: Wer hat recht?

eBook

  • Heise Medien
  • ISBN (epub) 978-3-95788-080-2
  • ca. 200 Seiten
  • 6,99

"In allen Umfragen siegt die Zärtlichkeit", schrieb Wolf Wondratschek 1978, "aber zärtliche Frauen, zärtliche Männer / wohin soll das führen…"

Das gegenwärtige Klima ist von dieser Frage weit entfernt. Geht es um Frauen und Männer im Streit über Deutungshoheiten, so sind Kampf-Fronten das Gebot der Stunde. Klare Kante ist wieder gefragt und Linientreue, beinahe wie in den ideologischen Kämpfen der späten 1970er. Hate-Speech, Rape Culture, Gender-Weiber, Maskus, Femi-Nazis, toxische Maskulinität - Kampfbegriffe plakatieren die Diskussion. "Anstatt zu argumentieren, wird gerne psychologisiert, emotionalisiert und stigmatisiert", so der Ausgangspunkt des eBooks: "Vergiftete Beziehungen". Was das eBook dem Leser bietet, sind Fakten und Hintergründe zur Auseinandersetzung über die Chancengleichheit von Frauen und Männern.

Das Buch schaut sich Medienkampagnen zur Gleichberechtigung an. Es zeigt auf, wie sie etwa bei der Debatte über das Sexualstrafrecht in die Irre führen. Auch die Frauenquote liefert bei genauerem Blick auf die Fakten nicht das, was man sich von einer emanzipatorischen Politik erwarten könnte.

Dass neu-feministische Positionen die Gesellschaft auf eine bessere, gerechtere Ordnung hinführen, wäre die helle Perspektive. Neue Lösungsversuche des Gewaltproblems werden unter die Lupe genommen: "Safe Spaces", die Neudefinition von Schlüsselbegriffen, die mit Gewalt zu tun haben, das politisch heikle Thema "Mikroaggressionen". Gerade hier wird großes Irritationspotential sichtbar, da auch nicht gemachte Äußerungen als Aggression empfunden werden. Das führt zu einer von Ängsten, Vorsichten und Entzündlichkeiten geprägten Gesprächskultur, Plädiert wird für Meinungs- und Gedankenfreiheit in einer großzügigeren Form: Fenster auf, Argumente herein! Moralische Eingrenzungen sind genauer zu hinterfragen. Zumal es eine grobe Formel gibt, die sich dem laufenden Diskurs über Frauen und Männer mehr und mehr einschreibt: Männer sind Täter und Frauen sind Opfer.

Inhalt

  1. Die feministische Republik

    Den Gesetzesänderungen zur Frauenquote und des Strafrechts auf den Zahn gefühlt
    Stephan Schleim

  2. Sexualstrafrecht im Schnellverfahren

    Wussten die Abgeordneten am 7. Juli überhaupt, was sie einstimmig verabschiedeten?
    Stephan Schleim

  3. Verzerrter Blick

    Frauen und Männer sind stark. "Vergiftete Beziehungen" machen sie schwach
    Stephan Schleim

  4. Sexualstrafrechtsreform: Eine Beweisaufnahme

    Oder: Wer am lautesten schreit, bekommt Recht?
    Stephan Schleim

  5. Wer ist hier eigentlich das typische Opfer?

    Ein überraschender Blick in die Polizeiliche Kriminalstatistik
    Stephan Schleim

  6. Vergewaltigung: Spiel mit den Zahlen

    Warum Deutschland keine "Rape Culture" ist
    Stephan Schleim

  7. Kalter Krieg der Geschlechter

    Verlust von Freiheit und freier Meinungsäußerung
    Stephan Schleim

  8. Weg mit den Mikroaggressionen

    Der neueste Trend der amerikanischen Sexismusdebatte
    Stephan Schleim

  9. Angebliche "Mikroaggressionen"

    An kalifornischen Universitäten sollen Äußerungen wie "America is the Land of Opportunity", "I don’t believe in race" und "I believe the most qualified person should get the job" verschwinden
    Peter Mühlbauer

  10. Unbeholfenes Ansprechen als Auslaufmodell

    Darwinismus im Beziehungsreich
    Twister (Bettina Hammer)

  11. Der Irrweg der "Safe Spaces"

    "Safe Spaces" sollen helfen, sind jedoch in vielerlei Hinsicht schädlich. Sie folgen einem egoistischen Wunschtraum, nicht der Realität.
    Twister (Bettina Hammer)

  12. Wem nutzt die Frauenquote?

    Wie uns Arbeitspolitik als Feminismus verkauft wird
    Stephan Schleim

  13. Werbung für den Karrierefeminismus

    Wie "Die Anstalt" Rollenbilder festigt, statt die Emanzipation voranzubringen
    Stephan Schleim

  14. Werden niederländische Wissenschaftlerinnen diskriminiert?

    Kontroverse um Veröffentlichung einer Studie über einen "Funding Gap" in der Zeitschrift PNAS
    Stephan Schleim

  15. Die Feminismusdebatten-Versteherinnen

    Eine Argumentationsanalyse des Beitrags über den Zorn abgehängter Männer von Christina Schildmann und Anna-Katharina Meßmer
    Stephan Schleim

  16. Der Fall eines Pornostars

    Ausgerechnet der als Feminist gelobte Darsteller James Deen soll Kolleginnen missbraucht und vergewaltigt haben
    Stephan Schleim

  17. "Eindeutig ein Stellvertreterkrieg"

    Die Psychotherapeutin Christine Bauer-Jelinek über die "Gender-Ideologie"
    Reinhard Jellen

  18. Wenn der Mann kein Ernährer mehr ist

    Cornelia Koppetsch über neue und alte Geschlechterrollen
    Reinhard Jellen

  19. Gender und Sex

    Ist Gendertheorie Aufklärung oder ideologische Verblendung?
    Till Nikolaus von Heiseler

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