Auf Fotoreise in den Irak

Der Berliner Olaf Wyludda schleuste sich über die Arbeit auf einem militärischen Stützpunkt für zwei Monate in den Irak ein und berichtet, wie Soldaten dort leben

Im Jugoslawien-Krieg wollte Olaf Wyludda in einem kroatischen Dorf das Foto von einer Frau und einem Kind machen, die vor den einschlagenden Granaten flüchteten. Dabei wurde er selbst von einer Granate schwer verletzt. Jahrelang arbeitete Olaf Wyludda als Kriegsfotograf in zahlreichen Krisenregionen. Vor kurzem reiste der 46-Jährige inkognito für zwei Monate in den Irak, um eine "gute Story" nach Hause zu bringen. Ein Gespräch mit dem Berliner Fotografen über seine Irak-Erlebnisse.

Reisen im Irak. Bild: Olaf Wyludda
Täglich werden aus dem Irak Entführungen und Anschläge gemeldet. Sie sind trotzdem in den Irak gegangen, um dort zu arbeiten. Viele würden Sie als verrückt bezeichnen. Warum macht man so etwas?
Olaf Wyludda: Ich bin freier Fotograf und war unter anderem in Kaschmir, Afghanistan, Nordirland, Jugoslawien und im Libanon. In Krisengebieten zu fotografieren, ist für mich nichts Besonderes. Natürlich ist die Angst, mal mehr, mal weniger, ein ständiger Begleiter.

Ich bin nie für die Sieger

Die Fotografie ist für mich zugleich Beruf und Berufung. Mir geht es weniger um das Geld, das hat bei mir eher einen idealistischen Grund. Ich habe einen Managerjob in einem Restaurant im Camp Mittika angenommen, um eine gute Irak-Story zu bekommen. Das ist die italienische Militärbasis in der Nähe der Stadt Nasiriya. Der Job erschien mir ganz interessant, darüber hinaus am sichersten, wenn ich mich an eine Firma anhänge, die bereits über eine Infrastruktur im Irak verfügt.
Was ist daran idealistisch, im Krieg zu fotografieren?
Olaf Wyludda: Den Leuten via Fotoreportage vor Augen führen, dass es keinen sauberen oder gerechten Krieg gibt. Mir ist die Gegendarstellung wichtig. Die Gegendarstellung zu den bekannten Propagandabildern, die uns etwas vom chirurgisch präzise geführten Krieg aufzuschwatzen versuchen. Von intelligenten Bomben und Marschflugkörpern, die die Zivilbevölkerung verschonen. Ich war und bin nie für die Sieger. Ich bin auf der Seite der Verlierer und Opfer. Das war schon immer so.
Hat es denn dann mit der guten Irak-Story geklappt?
Olaf Wyludda: Ich habe einige gute Fotos aus dem Irak mitgebracht, aber eine überragende Geschichte habe ich leider nicht. Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen, sich um ein großes Restaurant kümmern und gleichzeitig Fotoreportagen machen. Es war immer ein Spagat zwischen dem Job als Geschäftsführer und dem als Fotograf. Ich habe versucht, das Beste draus zu machen.
Es ist nicht einfach in den Irak zu kommen. Wie haben Sie es geschafft, Ihren neuen Arbeitsplatz ohne Schaden zu erreichen?
Olaf Wyludda: Nach zwei Jahren in Beirut hat man so seine Beziehungen. Ich habe mich in Beirut von einer Firma aus Kuwait, die Sumer Project Management Co., anwerben lassen. Sie suchten einen Restaurantmanager für die italienische Militärbasis, etwa 10 Kilometer südwestlich von Nasiriya. Insgesamt dauerte es etwa vier Wochen bis ich im Flugzeug nach Kuwait City saß. Visa, Flug und Hotel wurden von der Firma bezahlt. In Kuwait City quartierte mich man in einer vom feinsten ausgestattete Villa am Stadtrand ein, die einer Sicherheitsfirma der Sumer Co. gehört. Am nächsten Morgen um 4.30 bekam ich eine schwere Schutzweste in die Hand und dann ging es los. In einem schwarzen US-Monster Pick Up erreichten wir drei Stunden später die kuwaitisch-irakische Grenze. Lange Warterei, bis ein LKW-Konvoi zusammengestellt war. Kurz hinter der Grenze nahmen die Security Waffen auf, russische Sturmgewehre AK47 sowie schwere Maschinengewehre.
Und die Fahrt durch den Irak ohne Probleme?
Olaf Wyludda: Mörderische Hitze und Staub. Der Konvoi stets mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, vorbei an abgeschossenen irakischen Panzern und ausgebrannten LKWs. Ab und zu fehlte ein Stück der Autobahn, das weggesprengt worden war. Klar hatte man Angst vor Bomben, gerade auf der Autobahn, auf der übrigens wenig Verkehr war.
Die Leute der Sicherheitsfirma, die den Konvoi begleiteten, woher kamen die? Was sind das für Typen?
Olaf Wyludda: Das sind in der Regel Ex-Marines oder Rangers aus den USA. Oder auch ehemalige Soldaten aus Australien und Süd-Afrika. Ohne Begleitung ist es unmöglich, von Kuwait aus in den Irak zu kommen. Über Syrien und Saudi-Arabien ist es möglich einzusickern, aber sehr gefährlich.

Es gibt keinen Ausgang, keine Frauen und es ist unerträglich heiß

Wie sah nun Ihr Job auf der italienischen Militärbasis aus?
Olaf Wyludda: So eine Art Geschäftsführung des Bar-Restaurants. Mir waren 6 Kellner aus Rumänien unterstellt, die man aus dem Hard Rock Cafe in Kuwait City abgeworben hatte, 3 Köche aus dem Libanon und einer aus Indien. Dazu kamen zwei Putzkräfte aus Indien. Täglich von 8 Uhr morgens bis 2.30 in der Nacht. Dann kurze Pause bis 5 Uhr und weiter bis 10 Uhr abends. Keinen freien Tag. Ich musste penible Hygiene-Vorschriften durchzusetzen, täglich Abrechnungen, Bestellungen machen und jede Woche Inventur. Zudem musste ich die Versorgungslastwagen durch die Checkpoints des Lagers bringen. Ein harter Job, bei dem man es viel zu improvisieren galt.
Wie kann man sich das Leben auf einer Militärbasis im Irak vorstellen, die zu einer kleinen Festung ausgebaut ist? Was machen die Soldaten, wenn sie frei haben?
Olaf Wyludda: Zuerst einmal ist es langweilig. Es gibt keinen Ausgang, keine Frauen und es ist unerträglich heiß. Über 50 Grad Celsius am Boden und jede Menge Sand. Man reißt seine Zeit herunter, 3 bis 6 Monate, bei 4.000 Euro im Monat. Richtig, man lebt in einer Festung mit Ausgangssperre von 23 Uhr bis 6 Uhr früh. Das Camp selbst ist riesig groß, man braucht ein Auto, um sich von einem Ort zum anderen zu bewegen. Eigentlich sind es mehrere kleinere Camps, in einem schwer bewachten, umzäunten Gelände. Eine amerikanische Flugbasis, Tallil Airbase, gehört auch dazu. Große Feldhospitäler, Fuhrpark, Container, eine PX-Supermarkt, Kirchenzelt, Fitness-Studio, Internet-Container. Etwa 7.000 Soldaten sind dort stationiert. Italienische Fallschirmspringer, rumänische Soldaten, Briten, Australier mitten in der Wüste. Eine sehr extreme Umgebung. Es ist heiß, Sandstürme, Skorpione, Giftschlangen. Nicht jeder hält das durch.

Außerhalb des Lagers ist es gefährlich

Welche Funktion hat das Militärlager?
Olaf Wyludda: Die Soldaten fahren Patrouille, sichern den Nachschub in die großen Städte. Alles muss aus Kuwait herangeschafft werden, sogar das Wasser. Kranke, Verletzte, auch verwundete Zivilsten werden im italienischen Hospital versorgt. Für die Italiener bedeutet es in erster Linie Präsenz zu zeigen. In Kampfhandlungen sind sie kaum verwickelt.
Wie ist es außerhalb des Lagers, kann man sich dort halbwegs frei bewegen?
Olaf Wyludda: Ich habe nur wenige Male das Camp verlassen. Es ist einfach zu gefährlich. Man muss sich einer gepanzerten Patrouille anschließen. Auch das ist schwierig, weil das Militär grundsätzlich keine Zivilsten auf „Missionen“ mitnimmt. Ich war ja offiziell nicht als Fotograf unterwegs, hatte also keine Akkreditierung. Wenn man nach draußen mitgenommen wird, dann nur durch Beziehungen oder Freundschaft. Sich frei bewegen außerhalb des Camps, kann man nicht. Als Ausländer fällt man sofort auf, was tödlich enden kann.
Gab es Angriffe, Zwischenfälle auf der Basis?
Olaf Wyludda: Im Jahr 2004 sprengten Aufständische eine italienische Patrouille in die Luft. Es gab Tote und Verwundete. Als italienische Journalisten entführt wurden, ist es den italienischen Fallschirmjägern aufgrund ihrer guten Kontakte gelungen, sie schnell frei zu bekommen. 2005 gab es vereinzelte Mörserangriffe, die eigentlich der benachbarten US-Luftbasis galten. Der letzte schwere Zwischenfall ereignete sich im September 05, als ein LKW versuchte, frontal in die Basis einzudringen. Amerikaner schossen aus allen Rohren und der LKW explodierte. Dabei hatten die US-Soldaten versehentlich auf das italienische Lager geschossen, wo es einige Verwundete gab. Friendly Fire ist der Grund für viele Verluste der alliierten Truppen im Irak. Normalerweise gerät das italienische Kontingent selten unter Feuer. Man pflegt "gute Kontakte“ zu den Aufständischen.

Bakschisch für die Aufständischen

Wie machen das die Italiener?
Olaf Wyludda: Sie vergeben gut bezahlte Jobs an die Iraker, die das Camp sauber halten und für Reparaturarbeiten angeheuert werden. Man steckt ihnen Proviant zu und versorgt irakische Verletzte und Kranke im italienischen Feldhospital. So etwas spricht sich schnell herum. Über kuwaitische Firmen, die man zwischenschaltet, bekommen die Iraker Aufträge von den Italienern. Ein Teil des Geldes landet dann immer als Bakschisch bei den Aufständischen.
Wer wird da genau bezahlt?
Olaf Wyludda: Die Italiener haben Kontakte zu Firmen in Kuwait, die die arabischen Vertragsarbeiter bezahlen, die auf der Militärbasis arbeiten. Diese Firmen stellen auch Container zur Verfügung, Stromaggregate, Klimaanlagen, Baustoffe aller Art, regeln den ganzen Transport und organisieren die Security. Eine dieser Firmen hat auch das Restaurant im Camp aufgebaut, wo ich arbeitete. Alleine bei dem Restaurant reden wir von einem Geschäft von über einer Million US-Dollar. Ein Teil wird an Aufständische weiter geleitet, dass man Ruhe hat.
Was sind das für Leute, die Aufständischen? Schiiten, Sunniten, Al-Qaida oder alte Saddam-Getreue?
Olaf Wyludda: Ehrlich gesagt, wer weiß das schon so genau. Im Süden leben meist Schiiten, die unter Saddam kein leichtes Leben hatten. Sie sind nach Klans organisiert. Solange sie an den Geschäften beteiligt sind, herrscht Ruhe. Über Aktivitäten von Al-Qaida im Süden des Iraks ist mir nichts bekannt. So weit ich weiß, sind die schon lange aus Nasiriya abgezogen.
Hört man von den Aufständischen nichts im Camp?
Olaf Wyludda: Von den arabischen Arbeitern in Mittika kann man sehr wohl etwas über die Aufständischen in Erfahrung bringen. Sie sind auch in der Lage, Kontakte herzustellen. Aber das war mir zu gefährlich.

Die Amerikaner sind verhasst

Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem US-Militär oder den Briten? Wie verhalten sie sich gegenüber den Irakern? Man hört, sie sollen rücksichtslos sein.
Olaf Wyludda: Die Amerikaner sind verhasst und werden als arrogante Besatzer wahrgenommen. Es braucht kein Al-Qaida-Netzwerk, um sie bis aufs Blut zu bekämpfen. Die amerikanischen Soldaten sind einzig und allein darauf bedacht zu überleben. Sie schießen zuerst und stellen danach Fragen. Die Luftwaffe ist absolut tödlich und kennt meist keinen Unterschied zwischen Aufständischen und der Zivilbevölkerung. Gerade im Süden des Irak lehnt die Mehrheit der Menschen alles, was mit „American Way of Life“ zu tun hat, strickt ab. Ein gemäßigtes Vorgehen, wie es die Italiener oder teilweise auch die Briten machen, ist für die Amerikaner kein Thema. Sie gehen nach dem Motto: Wer nicht 100 Prozent für uns ist, ist gegen uns. Die Amerikaner begreifen nicht, warum man gegen sie kämpft, da sie doch "Befreier" sind. Die Amis lehnen den Islam als rückschrittliche Religion ab. Verächtlich nennen sie die Iraker „Kamelficker“ oder „die Alis“. Die Probleme zwischen den Amerikanern und den Irakern kann man nur als unüberbrückbar bezeichnen.
Wie ist es mit den Briten, da hieß es immer, sie hätten ein gutes Verhältnis mit der Bevölkerung und wären deshalb nur wenigen Angriffen ausgesetzt?
Olaf Wyludda: Die britischen Truppen in Basra haben einen schweren Stand. Sie werden häufig beschossen und können sich nur gepanzert und mit äußerster Vorsicht außerhalb ihrer Basis bewegen. An der Grenze zum Iran gibt es fast täglich Mörserangriffe und Schießereien. In Siba, am Shatt all Arab, ist der Tod allgegenwärtig. Die Schiiten sind extrem und werden weitgehend vom Iran unterstützt. Die Briten unterhalten dort auf ihrem Militärstützpunkt am Hafen ein "Warehouse". Unter anderem mit großen Alkoholvorräten. Das wissen auch die Aufständischen, die fast jeden Konvoi, der aus dem Stützpunkt kommt, heftig beschießen. Trotzdem gibt es im Irak den preiswertesten Whiskey im ganzen Nahen Osten. Eine Flasche kostet ca.5 US-Dollar, eine Dose Bier gibt es für fünfzig Cents. Wer den Alkohol ohne Zwischenfälle aus dem Stützpunkt weiter nach Bagdad transportieren kann, bekommt dort mehr als das Doppelte. Einige zwielichtige Geschäftemacher, die ein Big Business machen wollten, haben das mit ihrem Leben bezahlt.

Das Leben im Lager ist wie eine Party

Wie sieht es denn mit anderen Drogen aus? Gerade in Kriegszeiten gibt es davon eine reichliche Auswahl.
Olaf Wyludda: Auf dem italienischen Stützpunkt ist Alkohol erlaubt, frei käuflich und in rauen Mengen vorhanden. Auf der US-Basis ist Alkohol jedoch verboten. Andere Drogen sind für die Soldaten absolut tabu. Es werden stichpunktartig Urinproben genommen. Wird man erwischt, geht es sofort ab nach Hause. Zudem hat man ein Verfahren zu erwarten. Natürlich gibt es Soldaten, die nicht ohne Rausch auskommen. Haschisch und Marihuana werden aus dem Heimatland eingeschmuggelt. Was auch sehr beliebt ist, sind XTCs. Auch Speed ist im italienischen Camp schon aufgetaucht. Als ich meinen Dienst dort antrat, wurde ein libanesischer Vertragsarbeiter von der Militärpolizei mit einer großen Tüte Viagra erwischt. Viagra ist sehr beliebt und kostet nur ein Drittel dessen, was in der Heimat bezahlt werden muss. Die Soldaten "bunkern" die Pillen, bis sie wieder zurück in die "Welt" kommen.
Wie ist die Stimmung unter den Soldaten, gibt es keinen Lagerkoller?
Olaf Wyludda: Im Camp Mittika ist die Stimmung gut bis ausgelassen. Jeder der im Irak stationierten Soldaten wird sehr gut verpflegt und bezahlt. Besonders für junge Soldaten ist der Einsatz im Irak ein bisschen wie "Party machen".
„Party machen“, dachte es sei eher anders herum, wenn man jederzeit erschossen werden kann.
Olaf Wyludda: Die Soldaten verdienen eine Menge Geld während ihrer Zeit im Irak. Am Abend finden im ganzen Camp Partys statt. Pizzas werden gebrutzelt, Alkohol fließt in Strömen und was es eben sonst noch so gibt. Die Zigaretten sind für einen Dollar die Schachtel zu haben. Die meisten Soldaten sind doch in Italien arme Schweine, genauso wie die Rumänen. Der Irak ist ihre große Chance, einmal in ihrem Leben Geld zu machen und ein Stück von der Welt zu sehen.
In letzter Zeit wurde viel über den Waffenschmuggel im Irak geschrieben. Von ganz modernen Waffen, die aus dem Iran kommen.
Olaf Wyludda: Ach, groß angelegter Waffenschmuggel, ich habe auch davon gehört. Aber warum Waffen schmuggeln, der Irak ist ohnehin voll mit Waffen. In jedem irakischen Haus gibt es mindestens eine Kalaschnikow. Saddams Armee hatte Material für 20 Jahre Krieg eingelagert. Die Alliierten haben davon nur einen Bruchteil zerstört. Aber ich weiß aus seriöser Quelle, dass Waffen aus dem Iran über den Schatt al Arab in den Südirak kommen. Die Briten liefern sich doch öfter Gefechte mit den Schmugglern.
Aber dieser Schmuggel hält sich in Grenzen. Die Statements der Amerikaner sind mit Vorsicht zu genießen, oft ist zwischen Wahrheit und Propaganda nicht zu unterscheiden. Wie schon gesagt, es gibt noch genug Waffen. Die Autobomben der Selbstmordattentäter sind fast immer aus alten Sprengmittelbeständen gefertigt.
Warum sind Sie nach Deutschland zurückgekehrt und nicht mehr im Irak auf der italienischen Basis?
Olaf Wyludda: Ich musste rund 11 Stunden am Tag für das Restaurant arbeiten, ohne einen einzigen freien Tag. Da blieb keine Zeit für das Fotografieren. Ich musste mich illegalerweise mit einer Patrouille aus dem Camp schleichen. Meine Erwartungen haben sich einfach nicht erfüllt, da die Bosse der kuwaitischen Firma, bei der ich angestellt war, keinerlei Verständnis hatten, eine gute Reportage dort zu machen. Diese Leute sind nur daran interessiert, so viel Geld wie möglich zu machen. Da sind die üblichen Kriegsgewinnler. Für die bin ich mit meiner Kamera ein Sicherheitsrisiko. Das war wohl dann auch der Grund, warum ich nach zwei Monaten abgezogen wurde. Erst nach Kuwait und dann nach Hause nach Berlin.
Wären Sie bereit, unter anderen Umständen noch einmal in den Irak zu fahren?
Olaf Wyludda: Sollte man mir einen Foto-Auftrag für den Irak geben, klar, warum nicht. 2006 bin ich in Syrien, vielleicht mache ich einen kurzen Abstecher über die irakische Grenze. Mal sehen. (Alfred Hackensberger)