Bewusste und unbewusste Illusionen

Rauschgift, virtuelle Realität, Künstliche Intelligenz und das Internet

Seiner Zeit ließ ich an mir Experimente mit Psilocybin durchführen, einem Präparat, das ein Auszug aus dem Psilocybin-Pilz ist und das ähnliche, aber schwächere Eigenschaften hat als das seit langem bekannte Meskalin. Aus den Erinnerungen von Stanislaw Ignacy Witkiewicz weiß man ziemlich genau wie Meskalin wirkt: es erzeugt starke Halluzinationen und hat darüber hinaus sehr unangenehme körperliche Nachwirkungen. Psilocybin dagegen verursacht bei einer Milligrammdosis keine derartigen Nebeneffekte.

Übrigens geht es mir nicht um die Halluzinationen an sich, sondern darum, dass man keinen Augenblick lang vergisst, dass alle Erscheinungen, auch merkwürdigste Änderungen der eigenen Körperproportionen, von Farben und Perspektiven etc., sich der Wirkung des Präparats verdanken. Bei anderen Halluzinogenen wie dem LSD (Lysergsäure-Derivat) kann das Wissen um die Fiktivität der Halluzinationserlebnisse dagegen völlig fehlen, so dass ein Mensch auf die Straße gehen und - in der Überzeugung, er sei vollkommen durchsichtig - von einem Auto überfahren werden kann. Nach Einnahme von LSD können auch schizophrene Symptome entstehen.

Soviel vorab zur Klassifizierung der "Virtuellen Realität": Es kann sein, dass die Tatsache, in eine beliebig ausgewählte oder (von Programmierern) aufgezwungene Virtualität versetzt zu sein, einer Person bewusst wird, und dies würde ungefähr den Halluzinogenwirkungen der Mittel aus der Gruppe Psilocybin (und auch Meskalin) entsprechen. Es kann aber auch sein, dass die virtuelle Realität den normalen Bewusstseinszustand ganz und gar verdrängt: dadurch kann der "Phantomatisierte" (ein von mir gebildeter Terminus: also derjenige, der sich in der "virtuellen Realität" befindet) nicht beurteilen, ob er im Wachzustand oder im Kokon der als Wachzustand erlebten Fiktion gefangen ist. Übrigens kann eigentlich jeder normale Mensch auf die Erfahrung eigener Träume zurückgreifen, wenn er sich ein Bild von diesen beiden Zuständen machen möchte. Man kann so träumen, dass man von der Realität des Geträumten vollkommen überzeugt ist; erst wenn man aufwacht, fragt man sich, wie man den Traum für Wirklichkeit halten konnte. Es kann aber auch so sein, dass wir mit dem dunklen Wissen träumen, dass wir träumen

Mit dieser ziemlich langen Einleitung wollte ich feststellen, dass eine programmierte virtuelle Realität gegenwärtig immer noch völlig dem Bewusstsein unterliegt, virtuell zu sein. Man kann also mit gutem Grund sagen, dass der Mensch, der sich der Illusion hingibt, darüber Bescheid weiß. Wenn man demnach etwas extrem Gefährliches unternimmt, (z.B. in die Kluft des Colorado-Canyon oder von der Spitze des Empire State Building herunter springt, oder auch (nicht ohne Genuss) einen Feind würgt oder ihn lediglich verprügelt, wenn er ein (fiktiv) geführtes Auto absichtlich gegen eine Betonsperre lenkt), dann weiß man in jedem Fall, dass das, was man macht, und das, was passiert oder passieren wird, lediglich eine Fiktion ist, deren "Intensität" beliebig stark sein kann. Es ist nicht wichtig, was man erlebt, sondern wie der Erlebnismodus beschaffen ist: ob er ist wie in einem mit Traumgefühl geträumten Traum oder ob er der subjektiven Sicherheit, im Wachzustand zu sein, gleicht.

Ich würde sagen, es geht hier um den grundlegenden Unterschied zwischen einer bewussten Illusion und einer Illusion, die den Wachzustand unverwechselbar nachahmt. Diese letztere können wir zur Zeit durch Anschluss des Menschen mit seinem gesamten Sensorium, d.h. mit allen seinen Sinnen, an ein Computerprogramm nicht verwirklichen. Diese Nichtmachbarkeit der "vollkommenen" Illusion, diese sehr wichtige Distinktion, hat aber keine "endgültige" Natur. Es ist also nicht gesagt, dass Menschen niemals in eine vollkommen phantomatisierte Wirklichkeit eintauchen werden. Der Unterschied hat nämlich keinen "ontologischen" oder "epistemologischen" Charakter; es hängt also weder die "existentielle" Erörterung der Qualität der erlebten Phänomene noch die (experimentelle) pragmatische Untersuchung derselben lediglich von der rein technischen Leistungsfähigkeit des Phantomats und seines Programms ab.

Übrigens habe ich bereits ziemlich genau an Beispielen auch über diesen Unterschied in vor über dreißig Jahren in der "Summa Technologiae" geschrieben. Auch eine Handlung wie beispielsweise das Abnehmen der "Brille" vom Kopf, durch die die visuell fiktiven Informationen (dass wir z.B. uns im Inneren der Cheops-Pyramide oder in der eigenen Wohnung befinden) in die Augen strömt; auch diese Handlung, die uns angeblich in das normale und gewöhnliche Dasein zurückversetzen soll, kann im fortgeschrittenen Stadium der phantomatisierenden Technik Fiktion sein. Etwas in dieser Art, obwohl scherzhaft, kann man in meiner "Kyberiade" z.B. dort finden, wo der König Rosporik an den "träumenden Schrank" angeschlossen wird, um die entzückende "Mona Lisa" kennen zu lernen. Es stellt sich heraus, dass sich daraus eine "Monarcholyse" ergibt. Der König "löst sich in Illusionen auf", die vom Wachzustand nicht zu unterscheiden sind. Weil jene Geschichte eine literarische Fiktion war, hielt sie niemand für eine Prognose. Die phantomatischen Illusionen, die man in ihrer Illusionshaftigkeit demaskieren kann, verwirklichen wir, da wir doch wissen, dass wir uns diese Brille und Datenhandschuhe und was auch immer aufgesetzt oder angezogen haben. In der nächsten Etappe könnten sich jedoch dieses "Aufsetzen" oder dieses "Anziehen" nur als weiterer Schritt der Illusion erweisen.

Warum rede ich soviel darüber? Weil das Märchenerzählen über "interaktives Fernsehen", über das Internet und WorldWideWeb in Mode ist, und man wiederholt uns ständig - oder sollte ich sagen, versucht uns weiszumachen -, dass man über das Internet oder das Fernsehen die "virtuelle Realität" genießen könne. Der Unterschied zwischen einer "Phantomatisierung, die vom Wachzustand nicht mehr unterscheidbar ist" und der zur Zeit machbaren Phantomatisierung, wird also verwischt. Ich weiß nicht, ob das absichtlich passiert. Unterdessen geht es um einen Unterschied, der nicht banal ist und dem zwischen der Herrn-Benz-Kalesche mit einem Motörchen aus dem Jahre 1908 und einem Rennauto von Ferrari. Das eine wie das andere waren Kraftfahrzeuge, bloß mit einer sehr unterschiedlichen äußeren Erscheinung und Leistungsfähigkeit. Wenn es um die Phantomatisierung geht, ist dieser Vergleich allerdings irreführend, da man nach einer langen simulierten Fahrt mit einem "phantomatisierten" Auto heute schon demjenigen, der nach der Illusion des Autofahrens "erwacht", rät, eine Zeit lang kein reales Auto zu steuern, da er einen Unfall verursachen könnte. Diese Regel bedeutet nicht, dass ein Fahrer über den Aufenthalt im Simulator Bescheid wusste und sich dann "geirrt hatte". Es entsteht einfach eine Art der Gewohnheit, die verursacht, dass wir, wenn wir zum Beispiel Koffer voller Bücher mehrmals nacheinander hochheben und meinen, dass der nächste Koffer auch schwer ist, oft unwillkürlich eine starke Muskelanspannung ausführen und dann den leeren Koffer mit unserer Hand bis zur Decke hochwerfen. Eine solche Fehleinschätzung heißt aber nicht, dass man eine Fiktion für Realität hält.

Wieso gibt es also nirgendwo eine Software für eine "vollkommene Phantomatisierung", die so dicht wie ein Kokon wäre, die der phantomatisierte Mensch von der Existenz im Wachzustand auf keine Weise unterscheiden kann und in der er, wenn wir ihn von der Phantomatisierung nicht befreien, ehe er vor Hunger umkommt, lieber fiktive Leckereien essen würde, als dass er selbständig sich und sein getäuschtes Sensorium wieder in die echte Welt begibt? Es gibt zwei Gründe für das Fehlen einer solchen Phantomatisierung, die endlich (wie ein hervorragend gefälschter Geldschein - echter Geldschein) Phantomate verwirklichen würde, die würdig wären, "Bischof-Berkeley-Maschinen" genannt zu werden, weil sie seinen Grundsatz "esse est percipi" zu einer wirklich unwiderlegbaren Tatsache machen. Die weniger wichtige Ursache ist banal und ergibt sich daraus, dass das Investitionskapital, ein wenig ähnlich wie das Wasser, sagen wir im Fluss, dorthin eilt, wo es so eingesetzt wird, dass es möglichst großen und möglichst schnellen Gewinn zu machen verspricht. Und das Kapital, welches für die Erhebung der "phantomatischen Kutsche" auf das Niveau einer "phantomatischen Rakete" erforderlich wäre, müsste sehr groß sein.

Die zweite und wichtigere Ursache steckt im eigentlich rein instrumentellen (technischen und physiologischen) Sachverhalt. Die heutige Kapazität sowohl der Programmierer und der Programme, als auch der Computer ist nämlich nicht imstande, eine Leistung zu verwirklichen, die für eine "mehrschrittige" oder "mehrstufige" Phantomatisierung erforderlich wäre, und ohne das ist der Weg zu der "Bischof-Berkeley-Maschine" sehr lang. Deswegen sollte man auch Werbung nicht ernst nehmen, welche die "Erschaffung der Virtualität" mit Hilfe des "interaktiven Fernsehens" oder des Internet verspricht.

Man kann es zwar versprechen, tatsächlich wird man aber einen Ersatz "schlechterer Qualität" liefern, die ich niemandem zur Last lege. Die "Bischof-Berkeley-Maschine" bedroht uns nämlich durch die "Inbetriebnahme" von Welten, aus denen der darin Versenkte keinen Ausgang finden kann, und wenn er ihn finden würde, wird er nie mehr die hundertprozentige Sicherheit wiedererlangen, dass er sich von der Macht der "Maschine" befreit hat, weil der Mensch bei einem vollkommenen "Betrug" aller Sinne zu einem hilflosen Gefangenen der Fiktion wird. Darüber habe ich auch bereits in der Erstausgabe der "Summa Technologiae" geschrieben.

Auf diese Art also erinnert die Situation in ihrer Gesamtheit stark an den natürlichen Modus der Evolution der durch die Menschen geschaffenen Technologien: wir starten mit primitiven Prototypen, eine Zeit lang vervollkommnen wir sie allmählich, dann kommen immer radikalere Änderungen, die die neue Technologie optimieren, und zum Schluss kommen wir zu dem durch die "Welt selbst" gegebenen Ende der Steigung. Selbstverständlich können sich die Höhen voneinander sehr unterscheiden. Wenn sich der Phantomatisierte wünscht, lediglich die Pariser Kathedrale Notre Dame zu besichtigen, lässt sich dies heute machen. Sollte er jedoch nach der Vorstellung nicht zum gewöhnlichen Wachzustand, sondern zur Illusion zurückkehren, in der er weiterhin unter der Macht der Täuschung bleibt (d.h. es scheint ihm, dass er nach Hause zurückkehrt und dort auch scheinbar seine Frau oder ein zu immer intimeren Zärtlichkeiten bereites Mädchen trifft), dann lässt sich dies heutzutage so nicht erschaffen, dass er dauerhaft an die Wirklichkeit glaubt und nicht zweifelt.

Ein von Natur aus kritisches und misstrauisches Individuum wäre bei dem bereits existierenden und ihm in der Welt des hohen Fortschritts bekannten Zustand der phantomatischen Techniken in einer eher misslichen Lage: die Neurotiker könnten oft den Eindruck haben, dass man sie schon in "phantomatische Schlingen" fängt oder gefangen hat. Ich muss sagen, dass man in einer solchen Welt mit solchen Parametern der Phantomatisierungsleistung nicht angenehm leben könnte. Zwar könnte ein Greis darin Weltrekorde im 100m-Lauf aufstellen oder Sex mit einer Miss World genießen, die letzte Hoffnung vor dem Glauben an die Illusion wird jedoch bloß der gesunde Verstand bleiben.

Man kann letztendlich daran glauben, dass man auf der Straße in einem verlorenen Briefumschlag einen auf den Überbringer ausgestellten Scheck über eine Million Dollar findet. Viel schwieriger wäre es daran zu glauben, dass die wunderschöne Frau, die uns im Bett erwartet, soeben Marylin Monroe post resurrectionem wäre, die wie ein Wunder aus dem Grab herausgekommen und obendrein verjüngt ist, und sich wünscht, uns in ihre Arme zu schließen. Mit anderen Worten und allgemein gesagt: Je weniger wahrscheinlich irgendein Ereignis auf der Skala unserer statistisch gewöhnlichen Erlebnisse ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass uns - phantomatisiert - die Programme betrügen. Hier tritt dann ein neuer Konflikt auf, nämlich das Duell zwischen den Phantomatisierten und den Phantomatisierern, oder, brutal aber klar gesagt, zwischen den "Opfern in den Schlingen" und den Autoren der Programme, die das Dasein nachahmen. Man muss noch hinzufügen, dass rein physische Kontakte - nicht unbedingt gleich mit einer Verstorbenen - einfacher zu imitieren sind, als in der phantomatischen Welt so vernunftbegabte Menschen zu schaffen, dass man mit ihnen, wenn auch nur eine Weile reden könnte.

An dieser Stelle stoßen meine Ausführungen endlich auf das personenbezogene Problem, genannt AI (Artificial Intelligence). Es sollen also weder Sphinx noch Pythia oder mein "GOLEM XIV" in der Vision erscheinen, sondern normale, ganz gewöhnliche Menschen, die sich mit uns, wenn auch nur für ein paar Sätze, vernünftig unterhalten. Und das ist einstweilen eines der größten Hindernisse, ein geradezu fundamental Grund, weswegen wir die "Bischof-Berkeley-Maschine" nicht konstruieren können.

Nebenbei muss man hinzuzufügen, dass alle globalen und lokalen, englischsprachigen und nichtenglischsprachigen Netzwerke mit allen Modems, Servern und so weiter in physiologischer Analogie Elemente der Neuronenbahnen des Organismus eines jeden Tieres und Menschen sind. Sie alle sind jedoch auch völlig gehirnlos. Nervenfaser, Dendriten oder Axone dienen als System der peripheren Kommunikation des lebenden Organismus mit der realen Welt, das zentripetale Impulse an das zentrale Nervensystem liefert und daraus an die Peripherie "Befehle" (Erregung oder keine Erregung) ausgibt. Ich lasse die Nervensysteme der Insekten oder die modularen Rückenmarkknoten und -zentren außer Acht, weil auch sie irgendwie von Gehirnen abhängig sind. Die Computernetzwerke verstehen dagegen bei ihrem ganzen außergewöhnlichen Wachstum und ihrer Vermehrung sowie Ausrichtung auf verschiedene "Informationsspeicher" (z.B. der Medizin oder der Astrophysik) nichts und werden von uns wie Autos nach einer "Straßenkarte" gesteuert. Man kann heute schon einen lediglich "bruchstückhaften Computer" zur Verfügung haben, weil uns das Netzwerk, in dem wir online sind, den funktionell erforderlichen Rest "hinzufügen" kann.

Alle diese Herrlichkeiten stehen wie eine ganze Menge verschiedener Zähler zu einem einzigen Nenner: dem der Verstandeslosigkeit des Netzes, die wir auf verschiedene Weise zu ersetzen versuchen. Und da die Anonymität der Absender (z.B. auch für die mit Minderjährigen getriebenen Pornographie) einfacher zu verwirklichen als zu enttarnen ist, sind bereits solche Begriffe wie "Cyberwar" oder "Infocops" entstanden - und dies sind keine Witze aus meinen älteren Humoresken und Grotesken, sondern die meist sehr reale Realität. Das Lager der "Internetspezialisten" teilt sich dabei in die Experten auf, die verkünden, dass keine Chiffrierung, Kodierung und "Firewall" in den Endgefechten helfen wird, weil das "digitale Schwert" über den "digitalen Schild der Verheimlichung" siegen kann, und in die Spezialisten, die behaupten, dass sich das "digitale Schutzschild" systematisch so vervollkommnen und "härten" wird, dass die bedrohten Geheimnisse der Stäbe und Banken, der Patente und der Industrie, und auch private Geheimnisse gesichert werden; und dass dies vielleicht zeitraubend sein, aber sich als möglich erweisen wird - nicht nur zu 98% sondern zu 100%.

So oder so können die Netzwerke ein wenig Verstand mit Sicherheit gut gebrauchen. Die Angelegenheit wird leider dadurch sehr kompliziert, dass auch unser menschlicher Verstand, der höchste auf diesem Planeten, nicht immer mit den Problemen, auf die er stößt, fertig wird: es gibt Paradoxe, es gibt den gesunden Menschenverstand, über den sich die Quantenmechanik wie auch der "postmoderne Paradigmenkomplex" lustig machen kann. Es gibt auch vielleicht gleichermaßen mit Verstand ausgestattete philosophische Lager in der Epistemologie oder in der Ontologie, die affektiv und axiomatisch belastet sind, und in jedem Wahrnehmungsakt ist ein eine Prise Präsumtion und Bewertung anwesend. Wie Willard van Orman Quine bewies, ist die Zweiteilung der Urteile in analytische und synthetische genau deshalb nicht durchführbar, weil es auch in der Erfahrung - wenn auch nur ein bisschen - Analytisches gibt. Und es ist nicht wahr, dass nihil est in intellectu quod non prius fuerit in sensu. Das bedeutet, dass unser Gehirn im Augenblick der Geburt schon ein wenig zumindest vorprogrammiert ist.

Daher ist es auch zu befürchten, dass es nicht gelingt, einen "einzigen Verstand", eine einzige künstliche Intelligenz, die von allen erwähnten und nicht erwähnten Beschlägen gereinigt wäre, zu schaffen. Wenn sich nämlich die Vernunftbegabtheit (Sapientia ex machina) letztendlich schlagen lässt, dann werden schon dadurch verschiedene Arten des Verstandes entstehen müssen, wie dies auch bei Autos, Flugzeugen oder Raketen der Fall ist. Vielleicht klingt das banal, aber es ist die Wahrheit. Wenn nur der Verstand "einzig und allein" möglich wäre, dann würden alle ähnlich erzogenen und ausgebildeten Menschen genau dasselbe wissen und an dasselbe glauben. Und wie uns wohl bekannt ist, war es niemals so und ist es nicht so.

Geschrieben im September 1996
Aus dem Polnischen übersetzt von Richard Krolicki (Stanislaw Lem)

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