Blogger der 100 Tage

Virtueller und tatsächlicher Besuch bei Blog-Azubi Kai Diekmann

Als sich der Chefredakteur von Europas größter Tageszeitung am 26.10.2009 zu den Amateuren in die Blogosphäre gesellte und damit ausgerechnet das Terrain etwa des BILDblogs betrat, rief diese unerwartete Aktion vielerorts Erstaunen hervor. Mancher argwöhnte neue Kommunikations-Strategien, witterte PR-Kampagnen und dergleichen. Ist der aufwändig gestylte Webauftritt möglicherweise tatsächlich "nur" ein spleeniger Ego-Trip des polarisierenden Kai Diekmann?

Was trieb wohl den Mann, der sich früher selbst in den Medien eher rar machte und mit Interviews geizte, vom Elfenbeinturm des mächtigen Axel-Springer-Verlags in die Niederungen der Blogosphäre, wo jeder gleichberechtigt kommunizieren und kommuniziert werden kann? Mag Kai Diekmann auch lange nicht der erste Promi sein, der sich in einem eigenen Blog inszeniert, so ist er wohl das einzige Alpha-Männchen der Journalisten-Szene, das sich konsequent zum Popstar des Internets stilisiert. "Neurotische Eitelkeit" (O-Ton Diekmann) und Selbstironie halten sich so in etwa die Wage. Beinahe könnte man meinen, er rivalisiere mit Boulevardkönig Bohlen, dessen Ghostwriterin bekanntlich Diekmanns Ehefrau Katja Kessler ist. Oder möchte Diekmann seiner inzwischen selbst zur Bestseller-Autorin und Glamourlady aufgestiegenen Frau eine Pop-Ikone entgegensetzen?

Ein Presseecho blieb nicht aus. Schon zwei Wochen nach Blogstart sahen sich das NDR-Medienmagazin ZAPP und Diekmann-Nemesis Stefan Niggemeier zu einer Krisensendung veranlasst. Es drohte die Verharmlosung des lieb gewonnenen FeindBILDes. Zu dieser These passt, dass Diekmann unter der Rubrik "Mein Fanclub" seine früher standhaft ignorierten Kritiker nun sportlich zu Wort kommen lässt, sogar verlinkt, bisweilen auch aufsucht - aber auch zurückstichelt.

Der werbefreie Blogauftritt Diekmanns, der über keinerlei Links von BILD-Online oder in sonstiger Weise promotet wird, scheint tatsächlich vor allem ein persönliches Hobby des BILD-Bosses zu sein. Von Anfang an bewies der landläufig dämonisierte Diekmann bemerkenswerte Nehmerqualitäten. Als ausgesprochener PR-Glücksfall erwies sich, dass in die Pubertät des Blogs die Installierung des zotigen TAZ-Reliefs fiel, das Diekmann mit Fassung über sich ergehen ließ. Das Gipfeltreffen am Tatort kann per Video sowohl aus der Diekmann-Perspektive als auch aus der TAZ-Cam nachvollzogen werden. Punkte machte Diekmann, als er den Spieß umdrehte und die Provokation der Lenk-Plastik mit einer von ihm anonym lancierten Fake-TAZ konterte.

Kai Diekmann, Chefredakteur der deutschen Bild-Zeitung. Foto: Philipp Neuhaus. Lizenz: CC-BY-SA 2.5 Generic

Im Widerspruch zum sprichwörtlichen Image der BILD-Zeitung, der man seit Wallraffs Zeiten Manipulation nachsagte, stand offenbar Diekmanns Maxime, das Blog so authentisch wie möglich zu halten. Hätte man etwa bei einem PR-Projekt erwartet, dass im Kommentarbereich gefälliger Content inszeniert würde, scheinen die Blogkommentare echt zu sein. Angesichts einer bekannten Person wie Diekmann sind es erstaunlich wenige Kommentatoren. Diese pflegen bisweilen die Gastfreundschaft Diekmanns zu strapazieren, werden aber weitgehend geduldet. Bislang hat sich Diekmann nur einen einzigen wirklichen Troll eingefangen, der ebenfalls liebevolle Pflege erfährt.

Während das Blog anfangs eher dem Humor des Altherrenwitzes frönte, der Autor dieser Zeilen es unter dem Generalverdacht anbiedernder PR wahrnahm, fiel es nach einigen Monaten durchaus schwer, das tägliche Anklicken des Web-Diekmann auszulassen. Einen besonderen Content boten die rechtlichen Dissonanzen, welche der Ausflug des Journalisten in die Blogosphäre auslöste. Wie Blogger es so tun pflegen, wenn ihnen Abmahnungen ins Haus flattern, stellte auch Diekmann ungeliebte Anwalts-Post in sein Blog ein. Hier führte er auch seine lange währende Kontroverse mit dem bekannten Rechtsanwalt Jony Eisenberg weiter, der gegen den BILD-Mann knapp 20 einstweilige Verfügungen erstritten haben soll. Selbst die Gerichtsreportagen des kultigen Buskeismus-Bloggers Rolf Schälike griff Diekmann auf und ließ eine Gerichtsverhandlung in dessen Stil mitstenografieren. Schälike gesellte sich persönlich zu den Kommentatoren und gab solidarisch sein in Learning-by-Doing-erworbenes Fachwissen über die Arbeitsweise der "Zensuranwälte" an den Blogger-Kollegen Kai weiter.

Da der Autor ein launiges Blog zum Medienrecht betreibt, konnte er es sich nicht verkneifen, gelegentlich spitz zu kommentieren, was aufgrund der Pingback-Funktion nicht unentdeckt blieb. Auf Diekmanns Aufruf hin an seine Blogleser, einen Wunschzettel für Bloginhalte zu bestücken, schlug der Autor höhnisch vor, doch mal die BILD-Leser zu zeigen. Ein anderer Kommentator konkretisierte, Diekmann solle in einem Kiosk in Neukölln sein Blatt verkaufen. Erstaunlicherweise war sich Diekmann für den Spaß nicht zu schade und tauschte zur Überraschung des Autors tatsächlich schmerzfrei mit einer Kiosk-Verkäuferin in Neukölln die Rollen.

Noch mehr staunte der Autor, als Diekmann auf dessen bewusst provokante Rechtsbelehrung einging und eine Gegendarstellung nachbesserte. Es wäre unter normalen Umständen undenkbar gewesen, seine Kritiker so aufzuwerten. Doch Diekmann hielt sich an die Spielregeln der Blogosphäre, in der jeder Blogger irgendwie "als einer von uns" zu respektieren ist, Berührungsängste unbekannt sind.

Nach einem verregneten Kurzurlaub der Diekmanns in Marrakesch, bei dem die Koffer andere Ziele anflogen als deren Besitzer, setzte der Neu-Blogger einen Preis für denjenigen aus, der die Erlebnisse am schönsten in Form eines Gedichts veredeln würde. In einem Moment der Schwäche griff auch der Autor zu den Tasten und versuchte sich erstmals in Reimkünsten, wobei das Gedicht jedoch so spöttisch ausfallen sollte, dass Diekmann unmöglich einen Preis würde zuerkennen können. Doch "Gossen-Goethe" Franz Joseph Wagner, dem die Jury oblag, kannte keine Gnade und sprach dem Autor einen unerwarteten Sonderpreis zu: Einen Besuch in der Redaktion inklusive der Rechtsabteilung. Der gerührte Medienrechtsblogger konnte natürlich nicht widerstehen!

Da mit einer Verwertung in Diekmanns Blog und entsprechenden Aufnahmen zu rechnen war, hatte sich der Autor wie ein Spießer in Schale geworfen, Dreiteiler inklusive Betrügertüchlein. Die BILD-Leute trugen allerdings durchweg Jeans. Die exklusive Einladung diente tatsächlich nur einem freundlichen Kennenlernen, war die ehrlich gemeinte Belohnung für aufmerksame Bloggerfrotzelei.

Auch, wenn es manchen überraschen dürfte, so ist Diekmanns Eigendarstellung im Blog ganz überwiegend authentisch. Die Damen, die Diekmann als seine "Vorzimmer-Miezen" vorstellte, arbeiten tatsächlich dort und tragen wirklich tagsüber knappe Miniröcke und Stilettos. Das Interieur des Büros war dem aufmerksamen Blogleser bereits vertraut. Die Redaktionskonferenz läuft tatsächlich so ab, wie es im Blog dargestellt wird. Bei den Blattmachern spürt man in jeder Sekunde Professionalität, welche sich in Gelassenheit und einem jovialen Arbeitsklima niederschlägt. Die BILD-Redaktion bietet häufig Zaungästen wie Journalistik-Studenten Zugang zu dem, was andernorts nur hinter verschlossenen Türen stattfindet. Der Autor durfte ohne die geringsten Standesdünkel am Redaktionstisch Platz nehmen und wurde sehr freundlich und zuvorkommend behandelt, als ob er ein VIP sei. Wenn jemand Gast bei BILD ist, dann ist er es eben richtig.

Diekmann selbst ist ein unkomplizierter und ausgesprochen kommunikativer Typ, der ohne Distanz grundsätzlich jeden gelten lässt, sich für sein Gegenüber wirklich zu interessieren scheint - gute Storys findet man nur bei aufmerksamer und ergebnisoffener Recherche. Selbst streitbare Zeitgenossen wie Broder lässt Diekmann neben sich gut aussehen. Sein Blog bereitet ihm sichtlich ungeheuren Spaß. Das Projekt dürfte tatsächlich weniger ein Marketing-Instrument sein, sondern eher ein Kommunikationskanal zu Journalisten-Kollegen und Kritikern. Während Ironie und Selbstironie in einem Boulevardblatt, in dem die Sätze nicht ohne Grund kurz gehalten werden, manche Leser wohl überfordern dürfte, kann Diekmann sich in seinem Blog austoben, erlaubt sich etliches an Insidergags und Stichelei. Material gibt es genug. Jüngst bestückte er sein Blog mit einem zweifelhaften Schreiben von Familienministerin Kristina Köhlers Anwalt, der einem Artikel im Recherchestadium reinreden wollte. Die Sache wurde stilgerecht auch im Blog durch ein Exklusiv-Interview bereinigt.

Während man üblicherweise von "der" BILD-Zeitung redet, gibt es in Wirklichkeit eine Vielzahl unterschiedlicher täglicher BILDs. Nicht nur, dass diese von den Regionalredaktionen unterschiedlich gestaltet werden, auch die Entfernung der Leser vom Druckhaus spielt eine Rolle: Je nachdem verschiebt sich der Redaktionsschluss, so dass die Berichterstattung je nach Wohnort unterschiedlichen Aktualitätsgrad hat. Während bei abgelegen wohnenden Lesern etwa abendliche Sportereignisse lediglich begonnen haben, werden urbane Leser mit den Ergebnissen versorgt.

Nachdem die Hauptredaktion getagt hat, finden sich die Blattmacher in einem großen Saal zur Live-Konferenz zu den Lokalredaktionen ein. Dort geben nacheinander die lokalen Redakteure, denen ebenfalls die Vorschläge zu den Themen vorliegen, ihren Kommentar ab, der vor allem die favorisierte Schlagzeile betrifft.

Im gediegenen "Journalisten-Club" über den Dächern von Berlin bekam der Autor die für ihn faszinierende Gelegenheit, mit der denkbar erfahrenen Rechtsabteilung über das Verhältnis der BILD-Zeitung zum Persönlichkeitsrecht zu sprechen. Auch, wenn die Rügen des Presserats, der für das Jahr 2009 BILD 40% seiner unbegehrten Trophäen zuerkannte, sowie die regelmäßige Lektüre des BILDblogs einen anderen Eindruck nahelegen, so sind juristische Auseinandersetzungen unter der Ägide Diekmann stark zurückgegangen. Bei Fotos bemüht man sich im Rahmen des Möglichen um vorheriges Einverständnis. Gezielten Paparazzi-Journalismus überlässt die BILD-Zeitung eher gewissen Frauenzeitschriften, deren Anwälte sich in der dem Autor so ans Herz gewachsenen Pressekammer des Hamburger Landgerichts die Klinke in die Hand drücken. Die BILD-Zeitung pflegt mit Prominenten eher eine Symbiose; man weiß offenbar, was man aneinander hat. Das FeindBILD relativiert sich zudem angesichts der fortgeschrittenen Boulevardisierung der Presselandschaft - die Unterschiede zu den sogenannten Qualitätsmedien sind schon lange fließend. Seit Jahren ist sogar die FAZ farbig.

Die Hysterie, die bei der Einführung der BILD-Leserreporter vor ein paar Jahren zu vernehmen war, scheint unberechtigt gewesen zu sein. Die wenigsten der eingereichten Bilder betreffen Promis. Publizistisch besonders interessante Bilder wären vermutlich auch ohne die Aktion angeboten worden, wie es dem Alltag im Journalismus entspricht.

Ohne Grenzfälle geht es bei einer Boulevardzeitung, die notwendig provozieren muss, natürlich nicht - man hat ja einen Ruf zu verteidigen! Während kalkulierte Tabubrüche von akzeptierten Lästermäulern wie Harald Schmidt nur öffentliche Personen auf Augenhöhe betreffen, zieht BILD auch kleine Leute ungewollt in die Öffentlichkeit, befriedigt die offensichtlich bestehende Nachfrage nach Voyeurismus und Indiskretion. Menschen sind nun einmal neugierig, tratschen, kolportieren. Das entschuldigt nichts, aber wer sich zum Boulevardjournalismus entschieden hat, der steht halt dazu. Thema durch!

In einem festen Ritual hört sich die BILD-Redaktion jeden Tag von einem anderen externen Medienschaffenden eine kurze Blattkritik an, wo man wohl über die Stränge geschlagen habe. Systematisch werden Leser befragt, was sie zu sagen haben, denn deren Wünsche sind es nun einmal, die bedient werden. Und nicht zuletzt Stefan Niggemeiers ungebetenes Spät-Lektorat dürfte ein Stück weit zur Selbstdisziplinierung beigetragen haben.

Die BILD-Ausgabe vom Samstag, deren Entstehen der Autor mitverfolgte, war ungewöhnlich. Wegen der Erdbeben-Katastrophe in Haiti und der von BILD präsentierten ZDF-Spendengala war das übliche Seitenschema umgestellt worden. Seite 2 und 3 zeigten die apokalyptischen Verhältnisse in Haiti. Auf Seite 1 fehlte die übliche vollbusige Schönheit; auf der letzten Seite sah man Badefotos der inzwischen leicht moppeligen wie kleinbusigen Lily Allen, deren nun erklärte Absage an konventionelle Schönheitsideale ausgerechnet von BILD als Ausdruck selbstbewusster Persönlichkeit gefeiert wurde. Claudia Schiffer wird hoch angerechnet, dass sie sich nicht um die Eitelkeiten bekannter Society-Fuzzis kümmert, sondern ihre Zeit ihren Kindern widmet. Verkehrte Welt?

Ersatz boten dem insoweit interessierten Leser die von den Leserreportern eingesandten Fotos über Mittvierzigerinnen, die Simone Thomallas Nacktfotos im aktuellen Playboy nacheifern. Gleich daneben ein erschossener Taxifahrer. Darüber eine Meldung, Porno auf Reklametafeln führe zu Verkehrsstaus. Typisch BILD ...

Aufatmen: Eine vermisste Nonne in Haiti ist inzwischen doch noch gefunden worden und hat es sogar noch rechtzeitig ins Blatt geschafft! Halleluja! Zwei Seiten weiter findet sich ein "Bibel-Witz", bei dem sich Moses brüstet, er habe "ihn" auf 10 Gebote runtergehandelt, doch sei leider das Verbot des Ehebruchs immer noch dabei.

Das aktuelle BILDblog wettert dagegen, dass BILD das bislang offiziell verbreitete Alter der verstorbenen Schönheitskönigin Petra Schürmann um zwei Jahre erhöht habe. Unklar ist, ob die Blogger BILD die frühere Diskretion bezüglich einer PR-Schönung vorwerfen, oder einen aktuellen Recherchefehler. Auch bei Wikipedia möchte man der BILD keinen Glauben schenken. Da der Autor für diese Ausgabe auf das Redaktionsgeheimnis verpflichtet wurde, erlaubt er sich zu dieser "weltbewegenden" Frage nur ein weises Lächeln.

Politisch schlachtet man die aktuellen Querelen innerhalb der Linkspartei aus. Das von den NRW-Linken geforderte Recht auf Rausch nennt BILD "wirr". Diesmal ist keine Bierwerbung im Blatt. Irgendwo vorne beklagt BILD Bohlens aktuelle verbale Entgleisung, irgendwo hinten berichtet BILD über die Karriere einer ehemaligen DSDS-Kandidatin, die sich nicht hatte von Bohlens Sprüchen unterkriegen lassen. Zur Schweinegrippe fällt BILD auf, dass es viel weniger Opfer als erwartet gegeben hat, man stattdessen auf viel zu vielen Impfkonserven sitze - Diekmann hatte sich auf sein Blatt verlassen und Ende Oktober der Impfung unterzogen.

Inwieweit ist BILD noch das reaktionäre Blatt des Axel Cäsar Springer? Inwieweit ist BILD ein gedrucktes RTL, das eher unpolitisch lediglich möglichst viele Zielgruppen zwecks täglichen Abverkaufs der Auflage bedient? Der Autor, der Boulevardjournalismus und Fernsehen nicht verfolgt, kann keinen sinnvollen Beitrag zu diesen Fragen leisten.

Der Verlag bemüht sich inzwischen, das dunkle 68er-Kapitel aufzuarbeiten. So stellte er diesen Sonntag seine damaligen Zeitungen als Datenbank ins Netz, damit sich jeder durch eigene Recherche ein authentisches Bild von Springers BILD machen kann. Eine Neuauflage des Springer-Tribunals, das zu einer Art Absolution oder Versöhnung hätte führen können, hatten die Alt-68er verweigert. Als Integrationsfigur ist der polarisierende Diekmann aufgrund seiner Tiraden über die 68er-Bewegung/ sowie seiner auf Schülerzeitungstage zurückreichenden Männerfreundschaft zum konservativen Altkanzler Kohl kaum der Mann der Wahl. Auch der einst hauptberufliche BILD-Leser Stefan Niggemeier lehnte kürzlich die Überreichung eines Medienpreises aus der Hand von Diekmann ab. Der spleenige BILD-Chef scheint seine Rolle als konservativer Buhmann durchaus zu genießen.

Nach wie vor beeindruckend ist die Medienmacht der BILD-Zeitung, die Ex-Kanzler Schröder in seinem berühmten Bonmot zusammenfasste, zum Regieren bräuchte er nur BILD, BAMS und Glotze. Der jüngste Erfolg der BILD- bzw. WELT-App für das iPhone, die der Verlag innerhalb eines Monats über 100.000 mal verkaufte, belegt, dass BILD auch künftig die Medienlandschaft mitprägen wird. Ein kommunikativer Vogel wie der häufig krawattenlose Diekmann ist in der interaktiven Medienwelt des Internetzeitalters zweifellos ein zeitgemäßerer Frontman als seine auf die Etikette bedachten grauen Vorgänger.

Hatte dem Besuch bei BILD der Spott über Diekmanns verlorenen Koffer zugrunde gelegen, so endete er ironischerweise mit einem ähnlichen Missgeschick: Beim Aufbruch ließ der Autor versehentlich seine ihm gerade geschenkte Diekmann-Tasse stehen. Ob der BILDblogger ihn wohl mit einem Gedicht trösten wird? Behalten wir mal das Heise-Forum im Auge ...

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