Böse Nazi-Codes, die tolle AfD und Broders schlimme Milben

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Ein bisschen Motivation braucht jeder. Und daher starten wir heute mit einem Motivationsvideo ins Wochenende und schauen dann noch einmal zurück auf den vergangenen Black Friday. Ja, von den USA lernen, heißt siegen lernen, auch am Grabbeltisch.

Noch ein Rückblick sei mir gestattet auf die letzte Ausgabe der Videoschau. In ihr stellten wir die grammatikalisch nicht ganz korrekte Frage: Ist Edeka ein Nazi?.

Inzwischen hat sich Adolf Hitler selbst dazu zu Wort gemeldet mit Hilfe von Ingmar Stadelmann. Und als dann noch am vergangenen Mittwoch im NDR in Extra 3 folgender Beitrag lief, war auch mir klar: Wir sind von Nazi-Codes und -Symbolen wahrlich umzingelt.

Eine unschöne, allerdings nicht vollständige Übersicht über rechtsradikale Abkürzungen findet man bei Wikipedia. So steht beispielsweise 74 für Großdeutschland, das vermeintlich unschuldige 444 für Deutschland den Deutschen und 311 für den Ku-Klux-Klan.

Und die größten Nazis überhaupt sind übrigens BMW 420-Fahrer aus Hamburg. Angesichts all dieser Nazi-Codes gibt es als Konsequenz nur eins: Wer demnächst beispielsweise ein Auto anmeldet, sollte sich lieber vorher eine Liste mit Nazi-Zahlen einstecken.

Sonst bekommt er womöglich nichtsahnend die 84 und hinterher eine von Anti-Nazi-Zahlen-Aktivisten abgeschlagenen Außenspiegel. Kurzum: 192 und 13/4/7. Und irgendwie ist das alles viel zu komisch, um wahr zu sein. Aber in jedem von uns steckt ja ein kleiner Rassist, auch in Henryk M. Broder.

Gelobt sei dagegen die wirklich sehr gute Partei AfD, vor allem wenn die Lobpreisung von Jan Böhmermann stammt. Und bei soviel Ernsthaftigkeit gönnen wir uns jetzt schnell einen schön albernen Ausflug nach Chatroulette. Dass es diese Plattform überhaupt noch gibt, ist schon erstaunlich.

Auch bei RTL laufen tolle Sachen. Und was bleibt sind Nachrichtenpannen.

Damit sind wir bei der Leserpost. Empfohlen werden diese Woche: irische Vornamen, Surströmming, Amo Police, Drunk Football und Nussloch.

Zum Schluss unser Schnelldurchlauf: Körperertüchtigung, the Bee Movie, Bienen vs. Spinne, Gabe the Dog, Elch vs. Jogger, Wal, David Bowie, Rémi Gaillard, Go-Kart, Papagei, Videos des Jahres, schwangerer Truthahn, nordkoreanischer DVD-Shop, Tschernobyl, Making Pruno, Live Earth from Space, Maschmeyer. Und den Schlusspunkt setzt der schöne Werbespot "Come Together". (Ernst Corinth)