DJI antwortet auf Vorwürfe der US-Army

Bild: Andri Koolme/CC BY-2.0

Der chinesische Drohnenhersteller DJI entgegnet dem US-Militär, dass seine Drohnen für zivile Zwecke entwickelt und produziert würden

Auf den von der US-Army gegen den chinesischen Drohnenhersteller DJI erhobenen Spionage-Vorwurf und dem folgenden sofortigen Nutzungsverbot der DJI-Drohnen für militärische Zwecke (US Army verbietet die Verwendung von DJI-Drohnen) hat SZ DJI Technology Co., Ltd in Shenzhen noch am 7. August mit einer Stellungnahme reagiert.

Darin stellt DJI klar, dass man zivile Drohnen für friedliche Zwecke herstellen würde. Diese seien für die private und professionelle Nutzung vorgesehen. Sie seien nicht für den militärischen Einsatz konstruiert. Daher würden auch keine militärischen Spezifikationen erfüllen. Zudem würde man seine Produkte auch nicht an militärische Kunden verkaufen.

Wenn nun ein Militärangehöriger sich entscheide, ein DJI-Produkt zu kaufen, weil es seine Ansprüche bestens erfülle, habe DJI davon keine Kenntnis. Als Hersteller habe man keine Informationen, wer genau die Drohnen einsetze und was der Nutzer damit unternehme.

Die US-Army habe bislang nicht erläutert, warum man die Nutzung der DJI-Drohnen und weiterer Produkte des Hauses plötzlich verboten habe. Auch gebe es keine Aussagen, welchen "cyber vulnerabilities" man sich ausgesetzt sehe und warum Drohnen anderer Hersteller von dem Verbot nicht betroffen wären.

Weltweit würden Firmen und staatliche Stellen, die Drohnen von DJI für Aufnahmen aus der Luft einsetzen, was Zeit und Geld sparen und in manchen Fällen auch Leben retten würde. Die Drohnen von DJI hätten sich über die Jahre das Vertrauen der Anwender erworben, welche die Produkte des chinesischen Herstellers auch in sogenannten kritischen Umgebungen einsetzen würden. Man wolle auch für die Zukunft an der Weiterentwicklung seiner Produkte festhalten, damit sich die Anwender auf diese verlassen können. Für Rückfragen der Anwender zur Technik der DJI-Produkte würde man jederzeit zur Verfügung stehen. Man wäre bereit für eventuelle Probleme eine Lösung zu erarbeiten. (Christoph Jehle)

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