Der Corona-Impfpass kommt – via Israel

In Süd- und Nordeuropa werden Fakten geschaffen

Griechenland und Israel haben nach dem Scheitern entsprechender Verhandlungen auf EU-Ebene im Januar Anfang dieses Monats vereinbart, einen Reisekorridor zwischen beiden Staaten zu etablieren. Wahrscheinlich ist, dass sich auch Zypern der Initiative anschließt und die quarantänefreie Reisefreiheit zwischen den drei Staaten wiederhergestellt wird.

Auch die schwedische Regierung hatte Anfang Februar nach den erfolglosen EU-Verhandlungen die Einführung eines digitalen Impfpasses bis zum Sommer in Aussicht gestellt. Derzeit entwickeln die Behörden des nordeuropäischen Landes die dafür notwendige digitale Infrastruktur.

"Mit einer digitalen Impfbescheinigung wird es schnell und einfach, durchgeführte Impfungen vorzuweisen", sagte Schwedens Digitalisierungsminister Anders Ygeman. Der Minister geht davon aus, dass Corona-Impfnachweise künftig von einigen Ländern als Bedingung für die Einreise oder – im Inneren – den Besuch von Kultur- und Sportveranstaltungen gefordert werden könnten.

Indem Israel und benachbarte Staaten Fakten schaffen und entsprechende Regelungen auch in anderen Ländern der EU und weiterer Weltregionen vorbereitet werden, wird die flächendeckende Einführung von Corona-Pässen in diesem zweiten Pandemiejahr wahrscheinlicher. (Harald Neuber)