Der Islam dient als Projektionsfläche und Katalysator der Entzivilisierung

Aufrufe zur Sittlichkeit: Von islamischen Glaubensinhalten ausgehende Gefahren

Der Psychologe Ahmad Mansour bemerkte kürzlich völlig zu Recht:

In manchen arabischen Kulturen führen Erziehungsmethoden, die auf Tabuisierung der Sexualität und Abwertung von Frauen basieren, zu solchen Taten. Es kommt seit Jahren in den arabischen Ländern immer wieder zu solchen Taten. Jeder, der einen gesunden normalen Umgang zwischen den Geschlechtern untersagt, darf sich nicht wundern, dass es dann zu solchen Taten kommt. Darunter leiden nicht nur blonde westliche Frauen, sondern auch jede Frau, die die krankhaften traditionellen Vorstellungen ablehnt und versucht frei zu leben.

Ahmad Mansour

Diese Einschätzung hält sehr viel mehr bereit, als die verständliche, aber letztlich wirkungslose Hinweis, man möge doch einfach von Männern fordern, sie sollten nicht vergewaltigen. Jeder Mann weiß prinzipiell, dass er dies nicht soll, auch wenn zahlreiche dabei erst an ihre Mutter oder Schwester denken müssen.

Es gibt einen eklatanten Unterschied zwischen dem Prozess der Zivilisation sowie der nichtssagenden geografischen Gemeinschaftsentität Abendland. Die notwendige Abneigung gegenüber PEGIDA-Deutschen darf jedoch nicht dazu führen, dass man sich scheut, die von islamischen - wohlgemerkt nicht nur islamistischen - Glaubensinhalten ausgehenden Gefahren klar zu benennen.

Dabei geht es keineswegs um eine aktuell von außen kommende "Islamisierung des Abendlandes" durch Flüchtlinge, sondern um die anhaltende innere Entzivilisierung, welche eine Gesellschaft überhaupt erst anfällig macht für die institutionalisierte Barbarei. Der Islam jedoch dient hierfür als wunderbare Projektionsfläche und Katalysator in einem. Viele Rechte und Linke, die diffuse Kulturen für jeweils bewahrenswert halten, sind sich hierbei in ihrem Islamneid sehr ähnlich, da er sich mit der manifesten oder latenten Sexualscheu phantastisch verträgt.

Auch in der Türkei, wo man die deutsche Debatte über das Kopftuch damals belächelte, da dort das Verbot seit langer Zeit wichtiger Teil des Säkularismus war, gibt es nun den islamischen Vorstoß, das Händchenhalten und Flirten in der Öffentlichkeit zu verbieten. Allzu viele Ausnahmen bilden halt irgendwann doch eine Regel. Diese würde in dem hier vorliegenden Fall lauten, dass die Unterdrückung der Sexualität stärker als alles andere solche Exzesse wie in Köln hervorbringt.

Die muslimischen Reaktionen zeigen deutlich, dass der Aufruf zur "Sittlichkeit" immanenter Bestandteil islamischer Ideologie ist. Auch die Frage, welcher Islam denn mit Rechtsstaatlichkeit vereinbar sei, verengt sich bei näherer Betrachtung schnell auf die Feststellung, dass es immer nur um ein mehr oder weniger von Islam geht. Im Sinne des Säkularismus kann man sagen: Man wird nicht als Muslim geboren, man wird es! Und muss es demnach nicht bleiben. Die Realität zahlreicher Menschen, die unter den Anmaßungen leiden, sieht leider anders aus. Ihnen gebührt Unterstützung. Tatsächlich Rassismus wäre es zu glauben, der Islam sei unveränderliches Wesensmerkmal von Menschen aus gewissen Regionen, mit einem gewissen Phänotyp oder arabischen, persischen bzw. türkischen Namen.

Im selben Maße ist es notwendig, Frauen energisch darin zu unterstützen, die Hilfe des Rechtsstaates in Anspruch zu nehmen, nachdem ihnen sexuelle Gewalt widerfahren ist. Wenn Angela Merkel und alle anderen nun die "ganze Härte des Rechtsstaates" herbeirufen, ist dies zum einen eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die nur laut inszeniert wird. Zum anderen birgt sich darin jedoch noch ein Problem: die Forderung nach Ausweisung krimineller Ausländer, welche gerade wieder ein Hoch erlebt. Sie steht in Verbindung mit der immer wieder geforderten Verschärfung des Strafmaßes für Sexualdelikte.

Wie Letzteres überhaupt entstand, dürften die wenigsten wissen. Weithin empfinden es Menschen aber als ungerecht. Dabei wäre aus ganz pragmatischen Beweggründen gegen solche Argumentation anzugehen. Aus zahlreichen Kreisen wurde in den letzten Tagen immer wieder völlig zurecht darauf hingewiesen, dass die meisten Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen in den eigenen vier Wänden von Personen aus dem näheren Umfeld gegangen werden und dass nur ein Bruchteil dieser Straftaten überhaupt zur Anzeige gebracht wird. Die Gründe dafür sind vielfältig, wobei die Tatsache, dass zahlreiche Geschädigte die ihnen vertrauten Täter schützen und vor Strafe bewahren wollen, eben da oftmals eine emotionale Nähe besteht, eine große Bedeutung hat.

Jegliche Verschärfung des Strafmaßes wäre also schon aus diesem Grund absolut kontraproduktiv. Im Falle von migrantischen Milieus kommt hinzu, dass bei einer Verurteilung beispielsweise des Ehegatten oder Vaters jenem die Abschiebung droht. Es gibt hier also schon eine existente Verschärfung der Strafe, welche nicht wenige von einer Anzeige abhält. Keiner Frau sollte - gerade in einer solchen Situation - die Entscheidung treffen müssen, ob die Abschiebung ihres Vergewaltigers in eine Krisenregion die geeignete Strafe darstellt.

Das hegelsche "Recht auf Strafe" steht in einem direkten Zusammenhang mit der Gleichheit vor dem Gesetz. Im Sinne des Rechtsstaates wäre deshalb darauf zu bestehen, dass eine Ausweisung eine unzulässige Verschärfung des Strafmaßes darstellt, das die Geschädigten eher noch zusätzlich belastet. Außerdem ist weder möglich, Intensivtäter mit deutschem Pass abzuschieben, noch kann man irgendwelchen Menschen in einem anderen Teil der Welt Straftäter an den Hals wünschen. (Paulette Gensler)

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