Die Obergrenze für (tödlichen) Frauenhass ist erreicht

Warum es die Linken den Rechten so leicht machen, den Feminismus zu kapern

Selbst Kriminologe Christian Pfeiffer muss es inzwischen zugeben: Junge Männer, die aus muslimischen, muslimisch geprägten oder Ländern mit einer muslimischen Mehrheit einwanderten, sind ein Problem. Ein Problem in Sachen (Klein-)Kriminalität, aber auch in Bezug auf die öffentliche Sicherheit - vor allem die der Frauen. Selbstverständlich nicht jeder Einzelne, aber viele. Zu viele.

Und fast immer handelt es sich um (junge) Männer aus dem fundamental-islamischen Milieu, aus den hier ansässigen Communities oder kürzlich als Asylsuchende nach Deutschland gekommen.

Die Verkündung dieser schlechten Nachricht endet für die Überbringerinnen - nicht nur, aber vor allem in linken und antifaschistischen Zusammenhängen - häufig wie einst in der Antike: Sie werden zwar nicht geköpft, aber geschmäht, beleidigt, beschimpft und diffamiert. Während die rechte Szene diese schlechten Nachrichten nur zu gern aufgreift.

Die Folge ist so simpel wie verheerend: Frauen fühlen sich mit ihren Ängsten allein gelassen, nicht nur das, sondern sie werden als "Rassistin" beschimpft, so geschehen mit einigen der Opfer der Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16, die die ethnische Herkunft der Täter nicht verschwiegen, und werden anfällig für die Propaganda rechter Gruppierungen.

Aktuelles Beispiel dafür ist der für den 17.2.2018 angekündigte "Marsch der Frauen" zum Kanzleramt, der von der AfDlerin Leyla Bilge organisiert wird und sich großen Zuspruchs auch von Feministinnen erfreut.

Leyla Bilge will die Kanzlerin auffordern, "sich gegen die sexuellen Übergriffe und Morde an Frauen, gegen Kinderehen, aber auch gegen Freiheitsberaubung, gegen Verhüllungszwang und gegen die Zwangsverstümmelung an wehrlosen Kindern einzusetzen. Wir sind hier in Deutschland im 21. Jahrhundert, es darf keinen Rückfall ins Mittelalter und schleichenden Einführung der Scharia geben.."

Das Kanzleramt ist zwar derzeit unbesetzt, die Bundesgeschäftsführerin, die da ansonsten residiert, ist verzweifelt damit beschäftigt, irgendwen zu finden, die oder der bereit wäre, das Land mit ihr zu regieren.

Womit wir beim eigentlichen Kern des Problems wären: Deutschland befindet sich gegenwärtig in der vermutlich größten politischen Krise seit Gründung der Bundesrepublik, das Parteiensystem hat abgewirtschaftet, die Parteien, insbesondere die SPD, wurden in diesem Prozess zerrieben, die parlamentarische Demokratie ist am Ende. Da es keine fortschrittlichen oder gar linken, z. B. basisdemokratischen Gegenentwürfe gibt, füllt die AfD dieses Machtvakuum.

Während die Linke/LINKE auf die AfD starrt wie das Kaninchen auf die Schlange. In der jüngeren Vergangenheit waren linke und fortschrittliche Organisationen und deren Protagonistinnen und Wortführer damit beschäftigt, einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung unaufhörlich als "Rassistinnen" oder gar "Nazis" zu beschimpfen, sich über deren ökonomischen Probleme und Ängste lustig zu machen und keine Gelegenheit auszulassen, der AfD Aufmerksamkeit zu bescheren.

Während in Berlin Vorkehrungen für eine Jamaika-Koalition (CDU/CSU/FDP/Grüne) getroffen wurden, das vermutlich unsozialste Regierungsbündnis, solange die AfD nicht als Koalitionspartnerin zur Debatte steht, mit weitreichenden Folgen gerade für Frauen, z. B. die von der FDP geforderte Aufweichung des Ladenschlussgesetzes, hatten die Linke und Antifa nichts Besseres zu tun, als Proteste gegen den AfD-Parteitag zu organisieren.

Dummerweise war die AfD zu dem Zeitpunkt aber schon eine demokratisch gewählte Parlamentspartei, die völlig legitim das Recht auf ungehinderte Ausübung ihrer demokratischen Rechte, zu der zweifelsohne auch ein Bundesparteitag gehört, reklamieren kann.

Dass es soweit kommen konnte, daran haben auch eben jene Zusammenhänge beigetragen, die nicht müde werden, die AfD in den Fokus ihrer politischen Aktivitäten zu stellen. Als sich der Volkszorn in PEGIDA-Aufmärschen entlud und sich die Bildung einer organisierten Vertretung eben dieses Volkszorns, die heutige AfD, abzeichnete, und Vertreterinnen und Vertreter dieser zur Partei gewordenen Bewegung in alle Talkshows eingeladen wurden, haben sich Linke/LINKE darum gerissen, öffentlich mit denen diskutieren zu können.

Weil sie "es denen mal so richtig zeigen wollten". Das ist nur blöderweise bis heute niemanden gelungen. Im Gegenteil, die Parteiprominenz, z. B. Sahra Wagenknecht, hat - in ihrem Falle trotz ihrer rhetorischen Brillanz - durch diese Auftritte nur ihr eigenes Ansehen ramponiert. Auch in der eigenen Partei, übrigens.

Denn der gewieften Rhetorik einer Frauke Petry konnten die Kontrahentinnen und Kontrahenten der linken und liberalen Parteien und Organisationen nichts entgegensetzen und zu dem dumpfen Rassismus einer Beatrix von Storch oder eines Alexander Gaulands fiel ihnen schlicht nichts ein. Was allerdings auch damit zusammenhängt, dass von Petry, von Storch oder Gauland thematisierte Probleme so konsequent wie falsch in Abrede gestellt wurden - und werden. Am Ende konnte die AfD mehr als ein Jahr lang die Medienthemen setzen.

Es folgte eine Zeitspanne, die bis in die Gegenwart hineinreicht, in der progressive Kräfte sich unbeabsichtigt, aber voller Elan zur PR-Abteilung der AfD aufschwangen. Jeder missglückte oder auch offen rassistische Spruch eines jeden AfD-Hinterbänklers wurde durch sämtliche soziale Netzwerke gejagt, munter geteilt und geteilt, und erhielt so eine Reichweite, die die AfD ansonsten niemals bekommen hätte. Wo immer die AfD einen Stand aufbaute, war der Protest nicht fern. Und damit die gewünschte Publicity.

Ein ganz simples Beispiel: Ein AfD-Infostand in der Fußgängerzone. Dieser zieht einen Teil der Bevölkerung aus Interesse an, einen Teil, die den "kritischen Dialog" suchen, einen Teil, die ihren Unmut über das Auftreten der Partei loswerden wollen. Der größte Teil der Passantinnen und Passanten pflegt diese Infostände - egal von welcher Partei - zu ignorieren.

Bis die örtliche Antifa aufmarschiert oder die Linkjugend Solid oder auch durchaus ältere Semester den Stand umrennen oder z. B. mit buntem Flatterband umzäunen. Die Unterhaltung wird lauter, es kommt zu verbalen, eventuell sogar tätlichen Angriffen, ein Pulk von Neugierigen sammelt sich an. Schließlich wird die Polizei gerufen und die lokalen Medien trudeln ein. Oder jemand macht Aufnahmen mit dem Handy, schickt sie denen anschließend zu und diese berichten darüber. Die Steilvorlage für die AfD, sich zum Opfer zu stilisieren.

Eine erfolgreiche Aktion wird die Antifa hinterher einschätzen. Ja, für die AfD! Wann bitte berichten Medien sonst über Infostände von Parteien in Fußgängerzonen?

Während des gesamten Anti-AfD-Wahlkampfs, der bis heute andauert, gab es keine praktikablen Vorschläge, wie die sozialen Probleme in diesem Land nachhaltig gelöst werden können, auch nicht von der Partei DIE LINKE, es gab weder Protest gegen die sich abzeichnende Jamaika-Koalition, noch gibt es jetzt Widerstand gegen die Neuauflage der GroKo. Im Gegenteil, fast scheint es, als hätte das linke Spektrum einschließlich der LINKEN mehr Angst vor dem Zerwürfnis von SPD und CDU, als vor der Fortsetzung von deren unsozialer Politik.

Nun gibt es viele berechtigte Gründe, gegen die AfD zu protestieren. Und es gibt auch berechtigte Gründe, der AfD Rassismus vorzuwerfen. Und es gibt auch berechtigte Gründe, den "Marsch der Frauen" zu meiden. Einer der Gründe ist die Pegida-Rhein-Main-Organisatorin Heidi Mund, die den Marsch bewirbt und vermutlich dort als Rednerin auftreten wird. Damit ist die Richtung, in die diese Frauen marschieren, klar.

Die fundamentale Christin Mund organisierte 2014 in Frankfurt einen "Jesusmarsch" gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Mit einer fundamentalen Christin gegen den fundamentalen Islam. Willkommen in Deutschland im Jahr 2018!

Das sollten Frauen, die sich für Feministinnen halten, sich auf der Zunge zergehen lassen, bevor sie sich für oder gegen die Teilnahme an dem Marsch entscheiden.

Aber es gibt auch berechtigte Gründe, sich die Anhängerinnen und Wähler der AfD, vor allem deren Beweggründe, einmal genauer anzuschauen. Selbst wenn wir die Partei und den Parteiapparat anschauen, dann wird das Bild der ewiggestrigen rassistisch motivierter Nationalistinnen und Nationalisten eben nicht bestätigt. Zumindest nicht durchgängig.

Alice Weidel z. B. ist bekennende Homosexuelle und lebt in der Schweiz mit einer Migrantin zusammen. Das ändert nichts daran, dass sie Frontfrau einer Partei ist, die Homosexualität, insbesondere die "Ehe für alle", ablehnt. Und die Zuwanderung nur von Migrantinnen und Migranten fordert, die der Wirtschaft nützlich sind. Aber eine Alice Weidel macht diese Partei für Frauen und Homosexuelle attraktiv.

Sie steht für eine gewisse Offenheit, einen gewissen gesellschaftlichen Pluralismus, dem aber Grenzen gesetzt werden. Und genau diese Grenzen, im eigentlichen wie im übertragenen Sinn, vermissen viele Menschen, vor allem Frauen.

Der Eindruck ist entstanden, es kämen immer mehr Geflüchtete, vor allem alleinstehende Männer, aber niemand sei mit der Lösung der daraus entstehenden Probleme befasst. Und dann kommt eine wie Alice Weidel und sagt: "Zuwanderung muss nach unseren Regeln stattfinden. Die Grenzen müssen umgehend geschlossen werden."

Zumindest steht das so im Wahlprogramm, und Alice Weidel steht für die Bundestagsfraktion. Das kommt an. Und macht jene, die sich von den etablierten Parteien im Stich gelassen fühlen und deshalb auf die AfD setzen nicht per se zu Rassistinnen oder gar Nazis. Wobei selbstverständlich auch von den Anhängerinnen und Wählern der AfD erwartet werden kann, dass sie das Wahlprogramm in Gänze lesen.

Und eine Entscheidung für die AfD ist eine Entscheidung gegen eine pluralistische Gesellschaft, gegen Frauenrechte und für ein bestenfalls streng konservatives Familien- und ein sehr geschlossenes Weltbild. Es ist eine Entscheidung für eine Partei, deren Spitzenfrau Beatrix von Storch an der Grenze auf Flüchtlinge schießen lassen wollte.

Trotzdem hat ein Teil der Wählerinnen und Wähler der AfD eigenen oder familiären Migrationshintergrund. Auch Leyla Bilge, die Organisatorin der "Marsches der Frauen" und Mitarbeiterin des AfD-Bundestagsabgeordneten Ulrich Öhme hat kurdische Wurzeln, ist vom Islam zum Christentum konvertiert und unterhält den Verein Leyla e.V., der Frauen in Krisengebieten unterstützt.

Leyla Bilge sorgte für Schlagzeilen, weil sie für ein Verschleierungsverbot protestierte - in einen Niqab gehüllt, dessen sie sich entledigte und darunter ein "Deutschland"-Kleid zum Vorschein brachte. Über diese Aktionsform ließe sich lange lamentieren, in linken und Antifa-Kreisen gilt Leyla Bilge als "Islamhasserin".

Allerdings ist sie auch alles andere als unproblematisch. Bekannt ist, dass Leyla Bilge 2017 die Compact-Konferenz von Jürgen Elsässer moderierte. Das führt ihr Engagement vom kommenden Wochenende völlig ad absurdum. Elsässer ist bekanntlich Fan des ehemaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad.

"Nun ist der ehemalige iranische Regierungschef nicht nur ein glühender Antisemit, er stand auch einem der frauenverachtendsten Regime der Welt vor", begründet die Initiative "Frauen für Freiheit" ihre Nicht-Teilnahme an Leyla Bilges Frauenmarsch .

Wer allerdings mit Jürgen Elsässer eine Bühne teilt, dessen Freund Ahmadinedschad Regierungschef des frauenverachtenden iranischen Regimes war, in dem gerade wieder tausende Frauen unter höchster Gefahr gegen die Kopftuchpflicht kämpfen, der tritt nicht für Frauenrechte ein, sondern benutzt Frauenrechte als Vorwand für seine eigenen politischen Zwecke. Denn das Sammelbecken Bilges aus Verschwörungstheoretikern, Antisemiten und Diktatorenfreunden ist so weit entfernt von einer demokratischen Partei wie die von Bilge inbrünstig verunglimpften Altparteien von einer vernünftigen Flüchtlingspolitik.

"Frauen für Freiheit"

Dem ist an sich nichts mehr hinzuzufügen.

Auch am kommenden Samstag darf die Antifa natürlich nicht fehlen. Unter dem Motto "Nicht in unserem Namen - Kein Feminismus ohne Antirassismus" rufen verschiedene Organisationen zum Protest gegen "den rassistischen Aufmarsch" auf.

Die Gründe für diesen Protest müssen offenbar gar nicht groß erläutert werden: Leyla Bilge ist "ein trojanisches Pferd, in dem vor allem antimuslimischer Rassismus steckt". Der Aufruf steht im klaren Gegensatz zu der langen Begründung der Absage der "Frauen für Freiheit". Mit von der Partie bei den Protesten sind u. a. DIE LINKE, die Grünen, die Jusos, jeweils Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

"Zur Zeit vergeht kein einziger Tag, an dem man nicht von neu aufgedeckter sexualisierter Gewalt hört. Es gibt Übergriffsvorwürfe in der Filmbranche, in der Modewelt, im Sport, bei den Vereinten Nationen, im EU-Parlament, in politischen Parteien, in der Bundeswehr, in Familien, Schulen und kirchlichen Einrichtungen. Und mitten in dieser Flut von aufgedeckten Skandalen steht ein Grüppchen weit rechts stehender Frauen und verkündet tapfer, dass die eigentliche Bedrohung für die europäische Frau vom männlichen Migranten ausgeht", schreibt die Kolumnistin Margarete Stokowski im Spiegel.

Weil, Frau Kollegin, die Mehrheit der Frauen nicht in der Filmbranche beschäftigt ist, aber tagtäglich öffentliche Verkehrsmittel benutzt, möchte ich antworten.

In der Kolumne beschäftigt Margarete Stokowski sich mit der Aktion "120 Dezibel", mit der die Identitäre Bewegung auf das Problem aufmerksam machen will. Auch im Fokus von "120 Dezibel" steht "Migrantengewalt".

Möglicherweise entstand die Idee zu beidem, "Marsch der Frauen" und "120 Dezibel", auf der Compact-Konferenz. Denn neben Leyla Bilge nahm daran auch Martin Sellner teil, ein exponierter Vertreter der Identitären Bewegung Österreichs, der eigenen Aussagen zufolge die Webseite von "120 Dezibel" verantwortet.

Stokowski setzt in ihrer Kolumne dem einen munteren Mix aus den altbekannten Halb- und Unwahrheiten, wie: alle Gewalt geht vom Manne aus, entgegen. Warum ist es eigentlich so schwierig, das Eine zu tun und das Andere nicht zu lassen? Sprich, sich mit häuslicher UND öffentlicher Gewalt gegen Frauen auseinanderzusetzen?

Und dabei die Idee an sich heranzulassen, dass Geflüchtete und Migranten damit sehr wohl etwas zu tun haben. Und dass dabei wiederum ihre religiöse Prägung, konkret das Frauenbild des Islams, eine Rolle spielen könnte? Wenn auch natürlich nicht ausschließlich Geflüchtete und Migranten die Gewalt gegen Frauen zu verantworten haben.

Bei Sexualdelikten sind die Opfer fast ausschließlich weiblich, in der Vergangenheit kamen die meisten Täter aus dem nahen sozialen Umfeld der Opfer. Häusliche Gewalt ist ein großes Problem, für alle Frauen, egal ob mit oder ohne deutschen Pass. Allerdings sind die Frauenhäuser mit durchschnittlich mehr als 50% mit Frauen mit eigenem oder familiärem Migrationshintergrund belegt.

In den letzten Jahren nahmen jedoch Taten zu, die in der Öffentlichkeit passieren, sowohl Sexualdelikte als auch tätliche Angriffe. Ein sehr hoher Anteil der Täter und Tatverdächtigen hat eigenen oder familiären Migrationshintergrund, aktuell ist auffallend häufig von Männern die Rede, die als Asylsuchende aus muslimischen Ländern nach Deutschland kamen

Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) weist in der Rubik Partnerschaftsgewalt bei den Tatverdächtigen 30% Männer ohne deutschen Pass aus. Die Opfer sind ebenfalls zu etwa 30% Frauen ohne deutschen Pass. Die meisten Opfer ohne deutschen Pass leben mit den Tätern der PKS zufolge in einer Ehe.

Während deutsche Frauen (die PKS macht die Unterscheidung "deutsch", also mit deutschem Pass - "nicht-deutsch", also ohne deutschen Pass) häufig Opfer schwerer Gewaltverbrechen werden, wenn sie sich aus einer Ehe oder Partnerschaft gelöst haben. Der kritischste Moment ist der, wenn er begreift, dass sie wirklich geht.

30% der Tatverdächtigen bei schweren Sexual- und Gewaltdelikten gegen Frauen, wir reden hier über die Fälle, die angezeigt werden, sind also Männer ohne deutschen Pass. Diese machen einen Bevölkerungsanteil von etwa 5% aus, 10% der männlichen Bevölkerung. Auch wenn in erster Linie deren Ehefrauen Opfer dieser Taten sind - die ihrerseits natürlich Anspruch auf Schutz vor Gewalt haben - lassen sie das dahinterstehende Frauenbild - und das ist größtenteils im Islam, der islamisch geprägten Kultur im Herkunftsland, begründet - nicht in der Wohnung oder Asylunterkunft zurück, sondern das ist das Bild, mit dem sie auch Frauen außerhalb begegnen.

Die Folge ist: Despektierlichkeiten Frauen gegenüber in der Öffentlichkeit, bis hin zu schweren Sexualdelikten oder gar Mord, nehmen zu. Jahrzehntelang hat die Frauenbewegung sich abgemüht, begreiflich zu machen, dass nicht das dunkle Parkhaus oder der nächtliche Park Risikozone für Frauen sind, Opfer von Vergewaltigungen zu werden, sondern in erster Linie das heimische Schlafzimmer.

Jahrzehntelang stimmte diese Einschätzung auch. Doch das hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert, Gewalt gegen Frauen ist brutaler, offener, selbstverständlicher und öffentlicher geworden. Begangen werden diese öffentlichen Gewalt- und Sexualverbrechen in extrem hohem Maße von Männern mit eigenem oder familiärem Migrationshintergrund.

Zwar gibt es keine Statistik, die das ausweist, aber wer sich die Mühe macht, lokale Medien nach Berichten über solche Taten zu durchsuchen, und auf die Herkunft der Täter achtet, kommt um diese Erkenntnis nicht herum.

Am vergangenen Wochenende kam es zu einem sexuellen Übergriff auf eine 19jährige Passantin, die am U/S-Bahnhof "Jungfernstieg" aus einer Bahn ausgestiegen war. Der Jungfernstieg ist neben dem Hauptbahnhof einer der Hauptknotenpunkte des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Hamburg, der zweitgrößten Stadt Deutschlands, einer Weltmetropole.

Der Vorfall ereignete sich Medienberichten zufolge kurz vor Mitternacht. Das ist in Hamburg keine Zeit, in der U- oder S-Bahnhöfe menschenleer sind. Eine andere junge Frau wurde dann auch aufmerksam und griff ein und der Täter floh. Aufgrund der Beschreibung konnte kurze Zeit später ein Tatverdächtiger festgenommen werden: Ein Asylbewerber aus Afghanistan. Ein Einzelfall! Ja, klar.

Nur sind bedauerlicherweise die Medien voll von diesen "Einzelfällen". Und Frauen nehmen das wahr. Selbst wenn es nicht zu sexuellen Übergriffen oder tätlichen Angriffen kommt, spüren Frauen das veränderte Klima. Sie werden zunehmend konfrontiert mit Männern, die raumgreifend dieses Verhalten, das ich als "despektierlich" bezeichne, ihnen gegenüber an den Tag legen.

Gruppen von 14jährigen, die sich einer für ihre Verhältnisse uralten Frau in den Weg stellen, weil sie es für selbstverständlich erachten, dass diese ihnen aus dem Weg geht, Anrempler, drohende Blicke, Anzüglichkeiten, Beschimpfungen, bis hin zu körperlichen Angriffen, all das erleben Frauen. Gruppen von vermeintlich oder tatsächlich arabischen/muslimischen Männern, an der Bushaltestelle, auf dem Marktplatz, am Bahnhof, in den Straßencafés und beim Bäcker.

Gruppen von Männern, die Frauen Unwohlsein bereiten. Auch dann, wenn diese nichts Böses im Sinn haben. Denn das ist leider die Kehrseite der Medaille: Ein zunehmendes Misstrauen gegenüber allen Männern, die irgendwie "nordafrikanisch", "arabisch", oder "muslimisch" aussehen.

Dieses Misstrauen ist allerdings berechtigt und kann für Frauen eine Lebensversicherung sein. Ändern muss sich das Verhalten bestimmter Gruppen von Männern, nicht das der Frauen. Selbstverständlich haben nicht-deutsche Männer kein Patent auf Gewalt gegen Frauen und rüpelhaftes Verhalten erleben Frauen in der U-Bahn, bei Großveranstaltungen und an vielen anderen Orten auch von deutschen Männern.

Aber - und ich wiederhole mich - nicht in diesem Ausmaß, nicht mit der Selbstverständlichkeit, nicht mit der Brutalität, und in aller Öffentlichkeit, wie es häufig nicht-deutsche Männer tun. Vor allem jene, die aus Kulturen kommen, in denen Frauen keinen Wert besitzen.

"Die Bereitschaft etwa, eine fremde Frau auf der Straße ins Gesicht zu schlagen, wenn diese sich über Anmacherei beschwert, sei bei Männern mit arabisch-muslimischem Hintergrund weitaus höher", beschreibt Martin Niewendick in einem Artikel in dem Blog Salonkolumnisten.

Um es mit meinen Worten zu sagen: Säure-Attacken auf Frauen, Ex-Ehefrauen, die mit einem Seil hinter dem Auto her geschleift werden, junge Mädchen, die öffentlich hingerichtet werden, wobei ihnen das Gesicht mit einem Messer regelrecht zerfetzt wird, Frauen nach einer Vergewaltigung im Fluss ertränkt, Schwestern von Angesicht zu Angesicht erschossen, weil diese zu selbstbestimmt, sprich "zu deutsch lebt", völlig fremde Frauen die U-Bahn-Treppe hinunterstoßen, Gruppen von Jugendlichen, die alten Frauen demonstrativ den Weg versperren, all das ist mir in mehr als 40 Jahren, in denen ich mich mit dem Thema "Gewalt gegen Frauen" beschäftige, nur in Verbindung mit Männern mit eigenem oder familiärem Migrationshintergrund untergekommen.

Was nicht heißt, dass es nicht auch in deutschen Familien unfassbar brutale Verbrechen gibt, oder diese von deutschen Männern an Frauen und Kindern verübt werden. Aber was wir derzeit erleben, hat eine neue Qualität.

Diese Taten, die in aller Öffentlichkeit stattfinden, haben eine ganz andere Ausstrahlung auf die Gesellschaft, als jene, die sich im heimischen Schlafzimmer abspielen. Und vermutlich wird es nicht lange dauern, bis auch einheimische Männer sich trauen, "ihre" Frauen in aller Öffentlichkeit zu maßregeln und zu züchtigen. Oder auch fremde Frauen, sofern ihnen diese nicht unterwürfig genug erscheinen.

Gegen eine Vergewaltigung im heimischen Schlafzimmer kann frau sich schützen, zur Not, indem sie zölibatär lebt. Dagegen, auf einer Rolltreppe an einem Verkehrsknotenpunkt angegriffen zu werden, nicht. Deshalb haben viele Frauen das Gefühl, das Maß ist voll. Die Obergrenze an (tödlichem) Frauenhass ist erreicht. Wir haben mit dem, was schon da ist, genug zu tun, wir können nicht permanent noch stärker belastet werden.

Viele der Männer, die aus Afghanistan oder anderen islamisch geprägten Staaten hierherkommen, sind unbestreitbar einer Kriegssituation entflohen. Sie haben das Recht auf Asyl. Dieses Recht kann aber nicht über dem Recht von etwa 40 Millionen Frauen auf Bewegungsfreiheit, über dem Recht von etwa 40 Millionen Frauen auf körperliche Unversehrtheit, über dem Recht von etwa 40 Millionen Frauen auf ihre physische Existenz stehen.

Wer die vertrauten islamischen Strukturen für unverzichtbar hält, sollte in den mehr als 50 islamischen Staaten der Welt um Asyl bitten. In nicht wenigen davon wurde der Frauenhass sogar institutionalisiert und in Recht gegossen.

Was sind die Ursachen dafür? Der Islam, sagen die Einen. Die Kultur, die Anderen. Abgesehen davon, dass vor allem in linken Zusammenhängen beides gern in Abrede gestellt wird, lassen sich Religion und Kultur nicht voneinander trennen. Bestimmte Kulturen bringen bestimmte Religionen hervor und prägen diese. Die Religionen ihrerseits prägen die Kultur.

Der Islam geht bekanntermaßen auf den Propheten Mohamed zurück, dem ein Engel, der Überlieferung zufolge der Erzengel Gabriel, erschien, und ihm Gottes Wort offenbarte. Dieses wurde im Koran zusammengefasst. Dass ihm der Erzengel Gabriel erschien, deutet schon daraufhin, dass die göttliche Offenbarung nicht völlig losgelöst vom Juden- und Christentum stattfand.

Dem Politologen Hamed Abdel-Samad zufolge war Mohamed als Händler in Syrien unterwegs, wo seinerzeit das Christentum stark verbreitet war. Dessen Leben und Wirken analysiert er in dem Buch "Mohamed" (Abdel-Samad, Hamed, Mohamed, Droemer Verlag). Nach der Offenbarung begann Mohamed den Monotheismus zu predigen, in einer Zeit, in der Polytheismus vorherrschte.

In Mekka, wo Mohamed damals lebte, gab es eine Kaaba, eine heilige Stätte, die der Erzählung zufolge von Abraham errichtet worden sein soll, an der die verschiedensten Religionen ihre Symbole anbrachten, um dort zu ihren Göttern beten zu können. Diese polytheistische Kaaba zog viele Pilger an, die Familie von Mohamed besaß das Recht, diese Pilger zu bewirten.

Als Mohamed begann, den Monotheismus zu predigen, konnte er damit bei den Mekkanern nicht landen, weshalb er nach Outhrib, vermutlich seinem Geburtsort, dem heutigen Medina auszog. Nachdem er mit Worten nicht überzeugen konnte, verbündete er sich mit Räuberbanden und begann Krieg. Dabei übernahm er deren drakonischen Bestrafungsmethoden, wie z. B. Hand abhacken bei Dieben. Das Verbot, Schweinefleisch zu essen, wiederum übernahm er aus der jüdischen Tradition.

Auch Mekka hat er erobert, aus dem Zentrum des Polytheismus wurde eine islamische Pilgerstätte. Bis heute ist es Nicht-Muslimen nicht erlaubt, Mekka zu betreten. Die Gesellschaft zu Lebzeiten Mohameds war vielschichtig, es gab vergleichsweise wohlhabende Schichten, aber auch bittere Armut, es gab freie und freizügige Lebensweisen, aber auch Sklaverei.

Auch Frauen lebten z. T. sehr frei. So schreibt die Soziologin Necla Kelek in dem Buch "Die fremde Braut":1

Nun waren die Sitten in der vorislamischen Zeit recht locker, und Frauen, die mit mehreren Männern sexuelle Beziehungen hatten, waren gesellschaftlich voll anerkannt. Erst später wurden diese matriarchalischen Strukturen diskriminiert und als "Prostitution" geächtet. Zu dieser Zeit aber konnten Frauen noch ihre Ehemänner "entlassen", und zwar mit einer schlichten Geste.

Entweder sagten sie: "Du bist verstoßen", oder sie drehten den Eingang des gemeinsamen Zeltes auf die andere Seite - für ihn das Zeichen, dass er unerwünscht war. Es war auch nicht ungewöhnlich, dass Frauen, deren Männer auf Reisen waren, sich mit anderen Männern einließen. Bevor sie abreisten, hängten die Männer zwei Zweige vor ihrem Haus auf. Befanden diese sich bei ihrer Rückkehr noch auf ihrem Platz, war die Gattin ihm treu geblieben.

Auch die Mu'ta gab es, heute würde man das als "Ehe auf Zeit" bezeichnen. Die Partner kamen überein, für eine gewisse Zeit zusammenzuleben. Daneben und gleichzeitig gab es die Ba'l-Ehe - und in der war der Mann "Herr im Haus". Die Frau war rechtlos wie ein Tier, sie galt als Beute, Kriegsgefangene oder Geschenk, das weitergereicht wurde. Der Mann konnte sie jederzeit grundlos verstoßen, die Kinder gehörten ihm.

Necla Kelek, Die fremde Braut

Bekanntermaßen "übernahm Mohammed in seiner Lehre diese Form der Ehe, 'zivilisierte' sie gleichsam, wie er es bei den Juden und Christen gesehen hatte, und verbesserte die Stellung der Frau (dieser völlig entrechteten Frauen), sie konnte jetzt erben und wurde die 'Ehre' des Mannes. Die Frau war - um in der Sprache des Propheten zu bleiben - nicht mehr der verachtete 'Esel', sondern das liebenswerte 'edle Pferd'".

Das Frauenbild im späteren Islam, der sich zusammensetzt aus der Offenbarung, also dem Koran, und den Hadithen, den Bezeugungen von Weggefährten Mohameds, aber auch seiner Frauen, wurde maßgeblich geprägt von den Hadithen der Aischa. Diese gehörte zu Mohameds Lieblingsfrauen, er hatte sie geheiratet, als sie sechs Jahre alt war. Laut Abdel-Samad hatte er Geschlechtsverkehr mit ihr, als sie neun war, hat aber "sich ihr von Anfang an auch sexuell genähert, außer sie zu penetrieren".2

Aischa lebte 12 Jahre mit dem Propheten zusammen, bis dieser starb. Sie muss eine starke Persönlichkeit gewesen sein, denn sie wurde später auch Kriegsherrin. Zu seinen Lebzeiten schmiedete sie Intrigen gegen seine anderen (Ehe)-Frauen. Außerdem bevorzugte sie offenbar auch sexuell die Selbstbestimmung, was dazu führte, dass Mohamed seine Frauen mit einem Schleier als sein Eigentum markieren ließ.

Obwohl er selbst mit zahlreichen Ehefrauen, Gespielinnen und Sklavinnen zusammenlebte, erlaubte er anderen Männern höchstens vier Ehefrauen. Aber nur, sofern sie diese auch alle versorgen konnten und gerecht behandelten.

Aischa nun, die als 6jährige Opfer von Pädokriminalität durch Mohamed wurde und sich ihm 12 Jahre lang unterordnen und um ihren Rang als Lieblingsfrau kämpfen musste, steuerte mehr als 2.200 Hadithe bei, aus denen maßgeblich das Frauenbild des Islams zurechtgezimmert wurde. Zum Vergleich: Ihr Vater Abu Bakr, ein getreuer Weggefährte Mohameds, einer seiner ersten Anhänger und sein Nachfolger, schaffte nur 142.

Am Ende stand (und steht) im Koran: "Die Männer stehen über (qauwāmūn ʿalā) den Frauen, weil Gott sie (von Natur aus vor diesen) ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (als Morgengabe für die Frauen?) gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind (Gott) demütig ergeben und geben acht auf das, was (den Außenstehenden) verborgen ist, weil Gott (darauf) acht gibt (d.h. weil Gott darum besorgt ist, dass es nicht an die Öffentlichkeit kommt). Und wenn ihr fürchtet, dass (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie (wa-dribū-hunna)! Wenn Sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (weiter) nichts gegen sie! Gott ist erhaben und groß." (Sure 4:34, übersetzt von Rudi Paret, zitiert nach: Freiheit oder Scharia)

Das ist das Frauenbild, das bis heute in streng muslimischen Familien das Zusammenleben der Geschlechter bestimmt, in muslimischen Staaten mit der Scharia, deren Kernstück das Familienrecht ist, institutionalisiert wurde.

Der Schweizer Islamkritiker Giordano Brunello schreibt dazu in seinem Blog Freiheit oder Scharia:

Im ersten Teil dieser Koranstelle wird klar die Überordnung des Mannes gegenüber der Frau festgelegt. Dies steht einerseits wortwörtlich dort und ferner entspricht diese Interpretation auch der Meinung der Tradition. Darüber hinaus - und das ist das Wichtigste - ist dies die praktizierte Realität in der islamischen Welt, was für alle Menschen, die in der Lage sind, objektiv zu denken, völlig offensichtlich ist.

Der Schluss der vorzitierten Koranstelle sieht - so wie man dort nachlesen kann - ein Züchtigungsrecht des Mannes gegenüber seiner Frau vor. Dabei gibt es eine Kaskade von drei Stufen, was von gewissen Musliminnen und Muslimen als eine Art Errungenschaft empfunden wird.

Zuerst soll die Frau ermahnt werden und nicht gleich geschlagen. Dann gibt es Sexentzug, was insbesondere für jene muslimische Frauen, die ohne eigene Einwilligung in einer Ehe leben müssen, eine enorme Strafe sein muss. Erst dann, wenn selbst das nicht gewirkt hat, dann soll geschlagen werden.

Giordano Brunello

"Praktizierte Realität", schreibt Giordano Brunello. "Der Islam ist, was er gelebt wird", schreibt Necla Kelek. In Afghanistan, um auf den Vorfall an der U/S-Bahn Jungfernstieg zurückzukommen, woher der junge Mann kommt, der des sexuellen Übergriffs beschuldigt wird, woher der Mörder der Studentin Mia aus Freiburg kam und auch der Mörder der 15jährigen Mia aus Kandel, ist gelebte Realität, dass die Frau überhaupt keinen Wert hat. Frauen haben dort nicht einmal einen Namen. Sie heißen "Frau von …", "Schwester von … ". Nicht einmal auf der Geburtsurkunde wird der Name der Mutter eingetragen.

Das ist die religiös geprägte Kultur, aus der viele junge Männer kommen, die derzeit nach Deutschland einwandern. Selbstverständlich sind darunter auch solche, die bereit sind, sich der Herausforderung des Lebens in Deutschland zu stellen und die Frauen respektieren. Und auch solche, die froh sind, dem engen Korsett, das die islamische geprägte Gesellschaft ihnen vorgibt, entronnen zu sein. Sie sollten uns herzlich willkommen sein.

Aber ein großer Teil eben nicht. Und auch im Interesse derer, die hierher kommen in der ehrlichen Hoffnung, hier ein eigenständiges Leben im Einklang mit der autochthonen Gesellschaft aufbauen zu können, müssen Mittel und Wege gefunden werden, die einen von den anderen zu unterscheiden. Und die Gesellschaft - und zwar die gesamte Gesellschaft - muss vor Gewalttätern geschützt werden.

Experten wie z. B. der syrisch-stämmige Politologe Bassam Tibi, haben schon lange davor gewarnt, dass mit den Flüchtlingen auch Dschihadisten, die bei den Taliban, al-Nusra oder anderen Milizen gekämpft haben, zu uns kommen. Auf dem inzwischen leider gelöschten Facebook-Profil des Mörders der 15jährigen Mia aus Kandel gab es Hinweise darauf, dass der Täter mit den Taliban sympathisierte. Wer mit den Taliban sympathisiert, braucht kein Asyl in Deutschland.

Es gibt kein - zumindest kein mir bekanntes - Beispiel, weder im globalen Maßstab, noch auf lokaler Ebene, wo die Verbreitung des Islams nicht zur Entrechtung der Frauen und Mädchen geführt hätte. Die Rede ist von einer religiös geprägten Kultur, die jede Frau, die noch einigermaßen bei Sinnen ist, wenn auch nicht hassen, so doch ablehnen sollte.

Wir Frauen haben also Anlass - und alles Recht der Welt - laut und vernehmlich zu sagen: "Wir wollen diese Männer hier nicht!" Nicht: wir wollen Geflüchtete hier nicht, sondern: wir wollen die Männer mit ihrem archaischen Frauenbild hier nicht. Wir wollen Männer hier nicht, die mit dschihadistischen Gruppierungen sympathisieren und deren Frauenbild teilen.

Und auch nicht den geplanten Familiennachzug, mit dem dieses religiös geprägte frauenfeindliche Weltbild hier noch stärker verankert und über Jahrzehnte tradiert wird. Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich die Lektüre von Necla Keleks Buch "Die fremde Frau", in dem sie beschreibt, wie aus den "Gastarbeitern" "Türken" und aus den "Türken" Muslime wurden.

Wie die muslimische Kultur sich in Deutschland ausbreitete und mittels "Import-Gelin", importierter Bräute, ("Gelin" bedeutet übersetzt "Gekommene" in dem Fall "in die Familie Gekommene", was auf Deutsch als "eingeheiratet" bezeichnet wird), verfestigt wurde. Die "Import-Gelin" lebten als völlig entrechtete Dienstbotinnen in den Schwiegerfamilien. Ein System, das bis heute so erhalten wurde. Ein System, das mit dem jetzt geplanten und von Linken so bejubelten Familiennachzug Renaissance erfahren würde.

Für diese Import-Gelin interessiert sich aber kaum jemand von denen, die "Rassismus" wittern, sobald jemand über das Gewaltpotential von Männern mit eigenem oder familiärem Migrationshintergrund zu sprechen kommt. Ihnen geht es nicht um die Lebensbedingungen der geflüchteten, und auch nicht um die der hier geborenen Frauen, sondern darum, den Vorstellungen der Mainstream Political Correctness zu entsprechen. Und die ist nun mal: Alles Fremde ist gut. Wer etwas anderes sagt ist rassistisch. Und Fremde, die wahrgenommen werden, sind nun mal Männer.

Statt noch mehr Frauen in die Rechtlosigkeit zu holen, brauchen wir einen eigenständigen Asylanspruch von Frauen. Verknüpft mit der Bereitschaft, Religion als Privatsache zu betrachten, und das unveräußerliche Recht auf Gleichberechtigung der Geschlechter, aber auch Homosexueller und auch Anders- oder Nicht-Gläubiger zu akzeptieren.

Ehen sollten dann anerkannt werden, wenn sie von deutschen Standesämtern bestätigt werden. Alle bi-nationalen Ehen unter Beteiligung Deutscher, die im Ausland geschlossen werden, müssen von hiesigen Behörden bestätigt werden. Es gibt keinen Grund, warum das bei Geflüchteten anders sein sollte. Die Anerkennung kann nur aufgrund amtlicher Bescheinigungen erfolgen. Sofern es sich um religiöse Ehen handelt, steht es dem Paar frei, sich offiziell trauen zu lassen.

Und zwar eine Frau pro Mann. Und auch nur, wenn die Frau vorher darüber aufgeklärt wurde, dass sie einen eigenständigen Anspruch auf Asyl, finanzielle Absicherung und Eingliederungshilfen sowie eigenen Wohnraum hat. Nebst der Zusage, dass sie nicht in ihr Herkunftsland zurückgeschickt wird, weil das in vielen Fällen ihren sicheren Tod bedeuten würde.

Doch offenbar sind all diese Gedanken völlig abwegig. Anders ist jedenfalls nicht zu erklären, warum in der linken sachliche Debatten darüber nicht möglich sind. Und auch kein Nachdenken über populistische Forderungen wie "Familiennachzug" stattfindet.

Das wird stattdessen der AfD überlassen. Womit wir wieder beim Eingangsthema wären. An sich sollten wir Frauen doch froh sein, wenn sich wenigstens eine Partei unserer Probleme annimmt.

Doch, allen Feministinnen, die glauben, mit AfD und Fundamental-Christinnen für Menschenrechte kämpfen zu können, würde ich doch mal raten, sich im AfD-Wahlprogramm zur Bundestagswahl am 24.9.2017, das Kapitel 7, "Willkommenskultur für Kinder: Familienförderung und Bevölkerungsentwicklung", genau durchzulesen. Nicht, weil die AfD "die falsche Partei" ist, sondern weil sie das falsche, nämlich ein ausgesprochen antifeministisches Programm hat. Da steht z. B.: "Die AfD will das vom Grundgesetz geschützte und bewährte Leitbild der Ehe und traditionellen Familie mit Kindern bewahren und stärken."

"Kinder brauchen beide Eltern: Allein erziehen ist kein Idealfall", steht da an anderer Stelle. Damit ist für mich eigentlich alles gesagt. Aber die AfD lässt es sich nicht nehmen Single-Mütter auch noch als Sozialschmarotzerinnen zu diffamieren:

Die Anzahl traditioneller Familien in Deutschland ist seit vielen Jahren rückläufig - die Zahl sogenannter "Alleinerziehender" hat in den letzten Jahren dagegen stark zugenommen. Für Alleinerziehende und Kinder bedeutet diese Lebenssituation ein überdurchschnittliches Risiko, in relativer Armut zu leben. Trotz alarmierender Erkenntnisse über die Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung sprechen sich nahezu alle Parteien für eine bedingungslose Förderung Alleinerziehender aus. Eine Differenzierung, ob diese Lebenssituation schicksalhaft, durch Selbstverschulden oder auf Grund eigener Entscheidungen zustande gekommen ist, findet nicht statt. Die Entscheidung für die Lebensform "alleinerziehend" ist Privatsache - für eine daraus resultierende Bedürftigkeit haftet jedoch die Solidargemeinschaft.

AfD-Wahlprogramm zur Bundestagswahl am 24.9.2017

Der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) "Partnerschaftsgewalt" zufolge werden auffällig viele deutsche Frauen nach der Trennung von ihrem Ehemann/Partner umgebracht. Die Zahl der weiblichen Todesopfer aufgrund häuslicher, bzw. "Partnerschaftsgewalt" nahm seit 2012 kontinuierlich zu, 2010 wurde das Sorgerecht geändert, Frauen wurden dadurch über viele Jahre auch an Männer gekettet, die sie vorher misshandelt haben, weshalb sie sich von ihnen trennten.

Ob es zwischen der Änderung des Sorgerechts und dem Anstieg von Morden an getrennt lebenden Ehefrauen/Partnerinnen einen Zusammenhang gibt, das zu erforschen, die Mühe macht sich niemand. Die AfD löst das Problem auf ihre Weise: "Wir wollen uns deshalb für die Rechte von Vätern stark machen."

Ferner will die AfD Schwangerschaftsabbrüche erschweren:

Auch ungeborene Kinder haben ein Recht auf Leben. Viel zu oft wird dieses Recht der Selbstverwirklichung oder sozialen Zukunftsängsten untergeordnet. Solchen Ängsten will die AfD durch konkrete Hilfen für Familien in allen Lebenslagen vorbeugen, insbesondere den lebensrettenden Ausweg der Adoption erleichtern und fördern.

AfD-Wahlprogramm zur Bundestagswahl am 24.9.2017

Wahr ist, dass durch gezielte Maßnahmen ungewollte Schwangerschaften, und somit auch Schwangerschaftsabbrüche, verhindert werden könnten, durch bessere Aufklärung, durch kostenlosen und freien Zugang zu Verhütungsmitteln, durch die Entwicklung sicherer und gleichzeitig weniger schädlichen Verhütungsmittel. Aber ganz sicher ist den betroffenen Frauen, oft sind es noch Mädchen, mit Adoptionen geholfen.

Schwangerschaftsabbrüche müssen in allen öffentlichen Kliniken durchgeführt und enttabuisiert werden. Sie sind - das letzte -, aber ein Mittel, zu verhindern, dass eine Frau/ein Mädchen eine ungewollte Schwangerschaft austragen muss. Damit kann viel Leid verhindert werden - für Mutter und Kind.

Die Christin Leyla Bilge geht vermutlich konform mit dieser Aussage im AfD-Programm. Aber die Forderung nach dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch gehört zu den Basics des Feminismus. Einen Feminismus, der von der Aussage "mein Bauch gehört mir" abweicht, ist kein Feminismus. Und ein Marsch, angeführt von einer fundamentalen Christin, die sich dem "Lebensschutz" verschrieben hat, keine feministische Angelegenheit.

Die AfD will Sonderschulen beibehalten, als einzige Bundestagspartei übrigens ist sie damit erklärtermaßen gegen eine inklusive Gesellschaft, auch lehnt sie Quotenregelungen für Frauen ab, ebenso die Ehe von Homosexuellen. Sie will die "klassische Familie als staatstragende Institution" schützen.

Die AfD will, dass sich die Familienpolitik des Bundes und der Länder am Bild der Familie aus Vater, Mutter und Kindern orientiert.

AfD-Wahlprogramm

Die AfD setzt sich ferner für die Schaffung eines Angebots zur Bürgerarbeit ein. Unter Bürgerarbeit ist die Ausübung gemeinnütziger Arbeit durch Langzeitarbeitslose zu verstehen, die nicht in Konkurrenz zum Arbeitsmarkt steht. Bürgerarbeit soll ca. 30 Wochenstunden umfassen und sozialversicherungspflichtig entlohnt werden. Den Langzeitarbeitslosen wird so die Ausübung sinnvoller Tätigkeiten eröffnet und die Gesellschaft erhält einen Gegenwert für die Unterstützungsleistungen. Langzeitarbeitslose können so wieder an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt werden. Wer Bürgerarbeit leistet, soll seine Vermögensverhältnisse nicht offenbaren müssen.

AfD-Wahlprogramm

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen und es lohnt, sich das gesamte Wahlprogramm durchzulesen.

Trotzdem profitiert die AfD davon, dass andere das Thema tabuisieren. Aber Gewalt gegen Frauen, vor allem in der Öffentlichkeit, hat stark zugenommen. Es wäre höchste Zeit, dagegen Maßnahmen zu ergreifen.

Welche das sein können, und wie wir zu einem Modell kommen, dass sowohl jenen, die bei uns Zuflucht suchen, als auch jenen, die hier leben, gerecht wird, wäre meines Erachtens eine der vordringlichsten Aufgaben, die eine linke Partei zu bewältigen hätte. Leider tut sie es nicht, und belässt es bei "Rassismus"-Rufen.

Die AfD wird diese Lösung allerdings auch nicht bieten. "Zurück in die 1950er" ist zwar theoretisch nicht ganz so abschreckend wie "Vorwärts ins Frühmittelalter", aber wirklich erstrebenswert ist weder das eine noch das andere.

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