Die Rückkehr des Raums

Über die Notwendigkeit, modische Theorien und Diskurse zu vererden

Wissen ist Macht, und Macht bringt Wissen hervor. Weswegen es laut Foucault "keine Machtbeziehung" gibt, "ohne dass sich ein entsprechendes Wissensfeld konstituiert und kein Wissen, das nicht gleichzeitig Machtbeziehungen voraussetzt und konstituiert."

Wie banal und selbstverständlich diese Einsicht anno 2000 auch klingen mag, ihre zirkuläre Herleitung und Begründung hat immerhin dazu geführt, dass die Sensibilität für die Konstruiertheit und Geschichtlichkeit kultureller Symbol- und Bedeutungssysteme in den Humanwissenschaften gewachsen ist. Spätestens mit Anfang der 80er Jahre wird epistemologisches Wissen nicht mehr ausschließlich mentalistisch verhandelt, "im abstrakten Raum von Begriffs- und Ideengeschichte" also, sondern "in seiner Kontingenz und lokalen Situiertheit" begriffen und "im historischen Kontext seiner Produktion" verortet. So jedenfalls die Berliner Wissenschaftshistoriker vom Max Planck-Institut Hans-Jörg Rheinberger, Michael Hagner und Bettina Wahrig-Schmidt in ihrem höchst anregenden und instruktiven Reader Räume des Wissens (Akademie Verlag, Berlin).

Überraschend ist nur, dass die Historizität solcher Repräsentationsformen bislang nur auf das fragile, nicht aber jederzeit beliebige Verhältnis von Gegenstand und Vorstellung, Darstellung und Dargestelltem, Signifikat und Signifikant zurückgerechnet wird und mitunter auch auf die sie konstituierenden Wissen-Macht-Gefüge, nicht aber auf die Räume, Örtlichkeiten und Stätten, an und in denen sie entstehen.

...um am Ende ein ganz anderer zu sein als am Anfang.

Michel Foucault

Obwohl der Diskursanalytiker Foucault ein lebhaftes Interesse für Plätze und Orte zeigte, Partei für das Periphere und das vom Diskurs Ausgeschlossene ergriff und eine latente Neugierde für "Verräumlichungen" (espace d'éxteriorité) des Wissens verspürte, vor technischen Apparaten oder digitalen Repräsentationstechnologien legte er einen Stopp ein. Mit Aussagen und Quellen, Bleistiften und Archiven wusste der Raumdenker virtuos umzugehen, nicht aber mit Steintafeln und Pergament, Schreibmaschinen und Setzkästen, Zahlen und Algorithmen. Von Informationsmessung, Datendurchgangsraten oder dem Abfließen der Wörter und Buchstaben in numerische Codes nahm er ebenso wenig Notiz wie von den Unterschieden, die Medientechnologien kennzeichnen. Für den Historiker und "letzten Archivar" (F. Kittler) der Gutenberg-Galaxis stand nie in Frage, dass Wissen in Buchdeckeln abgelegt wird, diese in Bibliotheken aufbewahrt werden und der öffentliche Zugang zu ihnen durch institutionelle Vorkehrungen und Diskursverknappungstechniken geregelt ist.

Trotzalledem verpflichtet Foucaults "böser Blick" den Beobachter zur Analyse von Organisationen und Institutionen. Den Verbund und das Zusammenwirken von institutioneller Macht und Programmierung des Wissens gilt es seitdem aufzudecken und zu beschreiben. Das funktioniert oder gelingt meist ausgezeichnet, wo es sich um Wörter, Sätze und Semantiken handelt. In diesen Bereichen gibt es eine jahrzehntelange Erfahrung.

Gehen Bedeutungen aber in Zahlen auf, verbrennen Bibliotheken in Silizium und unterliegen Datenbanken proprietärem Verschluss, muss bislang auch der Diskursanalytiker passen. Die numerischen Methoden und Verfahren, die intervenieren könnten und Licht ins Dunkel programmierender Mächte tragen könnten, sind noch zu schreiben. Bis es soweit ist, sind wir dazu verdammt, der Eule auf ihrem allabendlichen Aufbruch in die Datenwelt zu folgen, als deren Einflüsterer sich Friedrich A. Kittler versteht. Begleitet und sekundiert wird der Dämmerflug dabei von Open Source, jenen Forderungen nach freiem Zugang zu den Datenspeichern, nach Offenlegen der Quellcodes und nach demokratischer Kontrolle dieser Wissensräume, die den Trend, mathematische Formeln zu privatisieren (Patentierung) und den Austausch oder Transfer von Hochtechnologien mit Gefängnis zu bestrafen (Proliferation), umkehren wollen.

Postmodernisten, Systemkonstruktivisten und Cyberpoetiker halten in der Regel nichts oder wenigstens nicht viel von solchen archäologischen Methoden und historischen Verfahren. Sie verlegen oder spezialisieren sich lieber auf die Beobachtung von Ereignissen oder Zufällen und die ausführliche Beschreibung von Schnittstellen oder die Interpretation von Medialisierungseffekten.

Feiern die einen die "Ästhetisierung der Epistemologie und der Lebenswelt" (Vattimo/Welsch) durch neue Medientechnologien, klagen die anderen über die Immaterialisierung, Virtualisierung oder Modellierung der Wirklichkeit oder stimmen Lobgesänge auf die Erweiterung bislang unbekannter Spielräume und Möglichkeiten an, zu der die Einsicht in die mediale Konstruiertheit von Wirklichkeiten die Beobachter verführen will. Eine Rückkopplung der Oberflächen auf die materiellen oder räumlich gebundenen Organisations- und Machtstrukturen findet jedenfalls nicht statt. Und auch der alteuropäischen Erfahrung, wonach "jede Steigerung der menschlichen Technik" die Geburt oder die Eroberung "neuer Räume" (C. Schmitt) nach sich zieht, die eine neue Raum- und Rechtsordnung zur Folge hat, wird kein Mehrwert an Code entnommen.

Schlimmer noch: Cyberpoetiker attestieren paradoxerweise gerade dort ein Schrumpfen, Verschwinden oder eine "Vernichtung des Raumes" (P. Virilio/Jean Baudrillard), wo Computer und Netzwerken Punkte, Orte und Plätze verknüpfen und Knoten, Zonen und Segmente des Wissens und der Macht im Raum entstehen, die der Just-in-time Gesellschaft auf die Sprünge helfen. "Entortung", "Deportation" und "Ortlosigkeit", die entfesselte Technik angeblich schaffen, erstreckt sich dieser Lesart nach aber nicht allein auf die immateriellen Kapital-, Informations- oder Warenströme, sondern auch noch auf den Standort und den Wohnsitz von Unternehmen, Kunden und Konsumenten. Weil ein offenbar "ortlos" gewordener Kapitalismus (New Economy) nur noch Nomaden ("lonesome eagle"), souveräne Mediennutzer oder freie Unternehmer brauchen, bekommen diese vermehrt medial-technisches Zeugs an die Hand, um in die Lage zu sein, sich von jedem Ort der Erde aus in die globalen Datennetze einzuloggen, an den Segnungen der Kommunikation teilzunehmen und sich alles Wissen der Welt binnen Sekunden auf den Bildschirm zu laden.

Es verwundert nicht, wenn Zeitgenossenschaft das Gebot der Stunde sein und Raumgenossenschaft abdanken soll. Ob das Regime, das Chronos mit der Ubiquität, Instantaneität und Simultaneität des Datenverkehrs installiert hat, aber wirklich Territorien, Regionen und die Grenzen souveräner Nationalstaaten unkenntlich gemacht und sie wie Schiffe versenkt hat, bleibt zweifelhaft. Und ob ethnische, geschlechtliche und körperliche Unterschiede nur deswegen unbedeutend werden, weil Bürger und User vor Bildschirm, Tastatur und Maus alle gleich sind, müsste erst überzeugend nachgewiesen werden. Denn nicht einmal da, wo Glasfaserkabel und High-Speed-Netze verlegt und Zugänge zum Netz en masse vorhanden sind, Weltoffenheit und Weltbürgertum zur Schau gestellt werden und Helikopter der virtuellen Klasse, die in Transits und Passagen verweilt, das Überfliegen der "schwarzen Löcher" der Weltgesellschaft erlauben.

Auch die avanciertesten Kulturwissenschaften, die Supertheorien Niklas Luhmanns und Jacques Derridas, zeigen wenig Sinn für den "Raum". Obschon die Raumnahmen und Raumrevolutionen, die globale Netzwerke in Gang setzen, derzeit massive Rückkopplungseffekte auf Institutionen und die Kommunikation der Gesellschaft (Globalisierung, Freihandel, Weltgesellschaft) haben, interessiert Systemsoziologen an den Verbreitungsmedien (Funk, TV, Internet) allein die Outputseite, die Sinndimension.

Räumliche Distanzen und/oder Unterschiede werden, wie andere Materialitäten auch, temporalisiert und in ein Vorher-Nachher verwandelt. Für Luhmann zählt allein die Herstellung anschlussfähiger Kommunikation, die Aneinanderreihung von Gedanken an Gedanken, und nicht der Raum, den Kommunikation dafür überbrücken muss, oder die materielle Infrastruktur, die geschaffen und gestaltet werden muss, damit Kommunikationen kommunizieren, Gesellschaft sich ereignen und der Soziologe Selbstschreibung der Gesellschaft nachbuchstabieren kann.

Und auch die andere gegenwärtige Supertheorie, der Diskurs der Dekonstruktion, demonstriert, sofern sie ein rein zeichenimmanentes Verständnis an Repräsentationen aufbringt, kaum Interesse an den Materialitäten des Raums. Dies mag verwundern angesichts der zwei Parameter, in denen sich die différance ereignet, dazwischen sie oszilliert oder in denen sie sich ur-sprünglich äußert und fortbewegt: Verzeitlichung und Verräumlichung. Dass ein nicht-hermeneutischer Blick auch zu einer ständigen Unterscheidung von Handschriften, Büchern und Schaltplänen (Materialität/Ausdehnung) zwingt, sieht man den dekonstruktiven Texten kaum noch an. Der Drang, den verbotenen, unsagbaren und überschwänglichen Sinn aufzudecken, hat über die Aufmerksamkeit für das Ausgedehnte, in den Raum Gepflanzte gesiegt. Raffinierte und verfeinerte Hermeneutik, die sich in ebendiese Nachträglichkeiten und Codierungen verliert, tritt an die Stelle der Forderung, den Zäunen, Wällen und Einhegungen "Raum durchmachteter Medien" (B. Siegert) genauer nachzuspüren.

Dass Medientechnologien immer auch und zugleich Raumtechnologien sind, beweisen nicht zuletzt die Schriften und Texte des Geographen und Wirtschaftshistorikers Harold A. Innis. Ihm kommt das Verdienst zu, auf die Doppelköpfigkeit der Macht aufmerksam gemacht zu haben. Während er den Blick für die Rolle und Eigenwertigkeit der Transport- und Handelswege (Flüsse, Buchten, Geländeformen) geschärft hat, die alle Raumnahmen des Geistes begleiten, zeigte er zugleich auch in einer Abfolge der verschiedenen Medienevolutionen, wie die Eigenart jedes Kommunikationsmittels Einfluss auf die Form der Macht nimmt und ihre Ausdehnung in Raum und Zeit bedingt.

Sicherten beispielsweise Stein- und Tontafeln im alten Ägypten die Herrschaft der Pharaonen, beschränkten diese Medien deren Macht wegen ihres schwierigen Transportes auf einen engen Radius. Dagegen setzte die Leichtigkeit und einfache Nutzung von Papyrus das Römische Imperium in die Lage, einen reibungslosen Kommandofluss von oben nach unten in Administration und Militär aufzubauen und seine Herrschaft auf den gesamten Mittelmeerraum auszudehnen.

Weil nach Innis jede Macht gezwungen ist, Raum und Zeit strategisch zu koordinieren und zu strukturieren, bedarf es der Hilfe und Mitwirkung einer entsprechenden Medientechnologie. Raumkontrolle obliegt den "Medien" Politik und Militär, Zeitkontrolle hingegen den Massenmedien und ihren Helfershelfern. Kommunikationsmittel neigen dazu, eines der beiden Kraftfelder überzubetonen. Um das auszubalancieren, einen Ausschlag in Richtung Diktatur (Zentralisierung) oder Demokratie (Dezentralisierung) zu vermeiden, bedarf jede Macht eines zusätzlichen Mediums. Nur wenn die reale und symbolische Besetzung von Raum und Zeit funktioniert, das Zusammenspiel von Hard Power (Politik, Militär, Technik) und Soft Power (Kultur, Ideologie, Massenmedien) gelingt, ist ein dauerhaftes und langes Regieren und Dominieren möglich. Misslingt diese Balance of Power, verliert das Imperium die Kontrolle über eine der beiden Mächte, übernehmen die fließenden Kräfte der Wirtschaft das Regiment. Die Dynamik wächst. Die eine Macht treibt, die andere wird getrieben. Siegt Behemoth über Leviathan, zerfällt das Reich.

Warum die Emergenz des Neuen - in unserem Fall die Weltgesellschaft - mehr an Rhetoriken und Semantiken festgemacht wird als an Mächten, die Räume erobern, Körper aus Räumen verdrängen oder Körpern den Zutritt zu Räumen verwehren, überrascht nur auf den ersten Blick. Die Verwunderung verschwindet schnell, wenn man klar macht, dass das Technische über alle Zeiten hinweg schon immer mit dem Imaginären und Phantasmatischen liiert ist und mit offenen oder normativen Erwartungshorizonten spielt, die in der Zeit (Zukünften) operieren und Utopia (Nicht-Orte) versprechen. Bürgergesellschaft oder globales Gehirn, Weltstaat oder Ewiger Friede sind solche Metaphern, die Zeiten des Glücks und der Ruhe, der Erfüllung und Vollendung signalisieren. Eingelöst werden müssen diese Mythen und Erwartungshaltungen weniger vom Imaginären als von einer "globalen Ökonomie", die jeden mit jedem, alles mit allem vernetzt und jede "Heterotopie" (ein Ort ohne Ort) auslöscht.

Sieht man sich aber genauer um, so fällt sofort auf, dass sich diese "demokratische" Macht des All inclusive zuvörderst in Orten, Zonen und Zentren verräumlicht und materialisiert. Saskia Sassen spricht mit Recht von einer "neuen Geographie der Macht", die sich in Segmenten der Metropolen verteilt und sich auf die Existenz eines weltumspannenden Kommunikationsnetzes stützt. Damit werden der vernetzten Weltgesellschaft technisch auf reale wie virtuelle Weise neue Grenzen gesetzt, die weiter nach den bekannten Spielformen des Raums funktionieren: fern oder nah, hier oder dort, drinnen oder draußen, Zentrum oder Peripherie.

Auf der anderen Seite bedürfen Kommunikationen, wie lichtschnell sie auch immer daherkommen, "Zugang zu echtem, materiellem Land". Weswegen der "Sturz der Materie", den die Magna Carta für den Cyberspace vollmundig ankündigt und den der modische Diskurs theoretisch mitvollzieht, den Raum und seine Überwachung und Kontrolle mit modernster Aufklärungs-, Radar- und Satellitentechnik keinesfalls überflüssig macht. Im Gegenteil! Gerade unter der Suprematie von Globalisierung und Planetarisierung des Waren-, Güter- und Datenverkehrs kommt - der Golfkrieg hat es gezeigt, der Kampf um die Früchte des Kaspischen Meeres oder um das sibirische Festland wird es noch zeigen - der Verteilung von, dem Zugang zu und dem Zugriff auf Ressourcen und Güter, Rohstoffe und Energiequellen eine ebenso wachsende Bedeutung zu wie der Überwachung, Sicherung und Kontrolle der Handels- und Transportwege durch mobile und schnelle Eingreiftruppen.

Diese seit den Petersberg-Papieren als "friedensschaffend" titulierten rapid deployment forces müssen in der Lage sein, jederzeit, überall und in jedem Medium (Land, Wasser, Luft) den Zugang zu Rohstoffquellen und Energievorräten zu sichern. Es ist daher nur konsequent, wenn die Supermacht Amerika als derzeit einziger Souverän über Raum- und Zeitkräfte, Milliarden von Dollars in den Auf- und Ausbau eines weltumspannenden Nachrichten- und Abhörnetzes investiert hat, um a) seine Soft Power (Kultur) bis in den letzten Winkel der Erde zu tragen und b) den globalen Datenverkehr von Freunden wie Feinden auszuspähen, gleichzeitig oder andererseits aber, mit Verve und massivem technischen Aufwand die Installierung eines nationalen Raketenabwehrschutzschirms im Weltraum forciert, um "god's own country" vor Schurkenangriffen aus den Tiefen des Raums zu schützen.

Wie der neueuropäische Diskurs auf die Idee kam, sich nur noch auf Sinn und Bedeutungsverschiebungen zu verlegen, Land und Meer, Panzerverbände und Raketenabwehrsysteme gleichrangig zu behandeln und in die Umwelt der Gesellschaft auszulagern und auf den Informationswert der Welt "da draußen" weitgehend zu verzichten: diese Fragen müssen gestellt werden.

Zwischen Fahrrädern und Maschinengewehren, Insellagen und Rimlands bestehen Unterschiede, die einen Unterschied machen, um einen beliebten Sprachgestus aus diesem Diskursgenre zu persiflieren. Wie darüber die Formel von Technik als "funktionierende Simplifikation" oder "Reduktion von Komplexität" ausgegossen werden und der espace d'éxteritorité, in dem Technologien sich ereignen und manifestieren, in Vergessenheit geraten konnte, ohne größeren Protest in der Epistemologie hervorzurufen, bleibt nach wie vor rätselhaft.

Dieses "Gegen-Wissen" (M. Foucault), das Verkehrssysteme und Bodenschätze, Meerengen und Geländeformen, Seerouten und Kanalisationen, Gastrassen und Telefonleitungen transportieren, zu reaktualisieren und es den zeitgenössischen Diskursen virusförmig zu inkorporieren, ist die Aufgabe, die es anzugehen gilt. Das Comeback des Raums könnte der Anlass dafür sein. Der Raum könnte der Ort sein, wo Konstruktivismus, Postmoderne und eine bestimmte Spielart von Medientheorie wieder die "Härte" (Schwerkräfte) der Physik zu verspüren bekommen und die Theorie in Ontologie umkippt. Zum Leidwesen von Cyberpoetikern, Oberflächensurfern und Produzenten systemkonstruktiver Prosa natürlich.

Dem Raum eine strahlende Zukunft vorauszusagen, fällt nicht schwer. Wollen Medienwissenschaften daran Anteil haben und zugleich post Sokal von den "harten Wissenschaften" ernst genommen werden, wird ihnen nichts anderes übrig bleiben, als zur "Verkehrswissenschaft" zu mutieren. Es wird interessant sein, zu sehen, wohin sie sich versteigen: in die luftigen Höhen des Olymps oder in die schmutzigen Niederungen, welche die Erde verspricht. So dass der alte Hegel am Ende mit seiner Beobachtung doch noch recht behalten könnte. Für ihn muss "der Geist" nämlich "so lange in der Zeit" erscheinen, "als er nicht seinen reinen Begriff erfasst, d. h. nicht die Zeit tilgt." Dieses Schicksal sollte man ihm ersparen. Vererden wir die Diskurse wieder!

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