Ein Fall von "Lepra" im Vatikan?

Foto: Shpend Maliqi. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Gut 8.000 katholische Priester sollen Päderasten sein

Der Papst nennt es den "Lepra-Befall" der Katholischen Kirche: Er meint damit die seiner Schätzung nach "2 Prozent" der Geistlichen, die als Päderasten auffallen. Das sind immerhin noch gut 8.000 Mann.

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Seinem Vorgänger, dem deutschen "Wir-sind-Papst"-Ratzinger — gelang es in seiner 8jährigen Amtszeit gerade eben mal 8oo auffällig gewordene Priester auszuheben. Die 8.000, die der argentinische Jesuit Bergoglio — Künstlername: "Franziskus" — (also der jetzige Papst) meinte, müssten daher entweder unter Ratzinger übersehen worden sein, oder sie wären in der relativ kurzen Zeit seit der Amtsübernahme Bergoglios "nachgewachsen". In jedem Fall: Eine zehnfach erhöhte Zahl gegenüber der Ratzinger-Ära. Eine Katastrophe. Wie beim Frisör wäre es daher an der Zeit, den päderastischen "Nachwuchs" wieder mal zu "trimmen".

Doch der Papst, der sich sein Pseudonym nach dem Heiligen Franz von Assisi gewählt hat, dem Schutzheiligen der Tiere betrachtet die Misere seiner Organisation eher als Pilzbefall in einem Bienenstock. In einem drei Seiten langen Quasi-Interview, das er nach seinem ersten Jahr im Amt mit dem damals 90jährigen Ex-Chef der italienischen Tageszeitung "La Repubblica", Eugenio Scalfari, führte, nannte der selbst nicht gerade frühlingsfrische Ober-Katholik die Zahl "2 Prozent" als angeblich gesicherte Tatsache.

Da Scalfari aber bei seinem Interview kein Aufnahmegerät benutzte, steht diese Zahl heute als willkürlich genannte "Hausnummer" im Raum. Die Zahl "8.000" stammt aus der Presse, die ihre Prozentrechnung anhand der 414.000 vom Vatikan beschäftigten Personen durchführte. Zwei Prozent von 414.000 ist gleich 8.000. Die hinter dem Komma anfallenden rund 300 Straftäter fallen dabei, wie man sieht, gnädigerweise als vernachlässigenswerte Krümel vom Tisch.

In dem Quasi-Interview, das mehr einem Gedächtnisprotokoll des greisen Journalisten Scalfari glich, als einem gesprächsweisen Hin und Her, erwähnte der Papst auch die "Lepra", mit der er die Päderastie in der katholischen Kirche verglich, wobei er offenbar zugestand, dass die zersetzende Krankheit nicht allein bei schlichten Kirchenmännern, sondern auch bei Bischöfen und Kardinälen verbreitet sei.

"Wie Jesus", wurde er zitiert, wolle er einen Stock benutzen, um dieses Übel auszutreiben. Damit spielte er auf die bekannte Szene an, als der Wanderprediger Jesus von Nazareth die Geldwechsler aus dem Tempel von Jerusalem hinauswarf. Eine Aktion, die bekanntlich langfristig nach hinten losging (siehe Kreuzigung), aber eben dadurch zum Grundstein der katholischen Kirche wurde.

Vermutlich schwebte dem argentinischen Papst damals auch bereits die Heiligsprechung Mutter Theresas vor, die dann 2016 erfolgte. (Sie war ja bereits vom polnischen Papst Wojtyla "selig" gesprochen worden, der dann seinerseits posthum heilig gesprochen wurde, angeblich für ein "Wunder", das er während seiner Amtszeit vollführt hatte, in Wirklichkeit wohl eher für sein leidvolles Ausharren im Amte bis zum bitteren Ende, das gerade die polnische Fraktion besonders hinreissend fand. So sind die Heiligsprechungen zu einer Art katholischem Kundenkarussel mutiert, bei dem unterschiedliche katholische Sektoren durch gezielte Heiligsprechungen für die Kirche gewonnen werden sollen.

Der deutsche Papst, Ratzinger, wusste, dass er damit in deutschen Landen keinen Eindruck schinden konnte, und optierte für die frühzeitige Pensionierung. Es war ein Wunder, dass dieser Schritt so problemlos funktionierte; seiner, Ratzingers, posthumer Heiligsprechung steht also nichts im Wege.)

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Zurück zur Heiligsprechungsfeier von Mutter Theresa in Rom. Die Themen "Lepra" und "Barmherzigkeit" wurden hier prominent miteinander verschweißt. Der Papst wörtlich:

Sie war in ihrem ganzen Leben eine großherzige Spenderin der göttlichen Barmherzigkeit, indem sie durch die Aufnahme und den Schutz des menschlichen Lebens für alle da war […]. Sie beugte sich über die Erschöpften, die man am Straßenrand sterben ließ, weil sie die Würde erkannte, die Gott ihnen verliehen hatte. Sie erhob ihre Stimme vor den Mächtigen der Welt, damit sie angesichts der Verbrechen der Armut, die sie selbst geschaffen hatten, ihre Schuld erkennen sollten.

(Papst Franziskus)

Die"Lepra" ist in diesem Zitat nur stillschweigend mitgemeint, nicht buchstäblich und wort-wörtlich ausgesprochen - als ob die päpstliche Zunge Berührungsängste mit dem Wort verspürte. So als ob sie damit an einem echt leprösen Gliederstummel oder Stummelglied lecken könnte. Aber das war es, worum es hier hing: "Barmherzigkeit" gegenüber den "Lepra"-Kranken. Sie, Mutter Theresa, war die großherzige Spenderin einer Konsumware, der "göttlichen Barmherzigkeit", die zum Glück nichts weiter kostete.

Andererseits war zu diesem Zeitpunkt das Wort "Lepra" bereits prominent mit dem Begriff "Päderastie" verbunden. Es war also klar zu erkennen, dass der Papst, der sich nach dem Großen Armutsheiligen Franz von Assisi benannte, nun auch, 20 Jahre nach ihrem Tod, für die große Armutsheilige, Mutter Theresa, die Trommel rühren wollte. Dabei hatten deren Bemühungen zu Lebzeiten nicht eben viel bewirkt. Die Lepra griff ungehindert weiter um sich.

Aber es liefen Spenden ein aus aller Welt, die auf unbekannten Konten versickerten, von denen offenbar selbst die sonst so rührige Bank des Vatikan nichts weiter wusste. Nur 80 Millionen Dollar hatte der indische Staat veranschlagt, um die Lepra in Indien auszumerzen oder massiv einzudämmen. Aber die katholische Kirche brauchte fast zehnmal so viel, um die prozessfreudigen Päderastie-Opfer in den USA zu besänftigen. Da blieb für die echte Lepra nichts mehr übrig, statt harter Dollars gab es nur noch die falsche Münze der Barmherzigkeit.

Nun ist aber Päderastie eindeutig eine besondere Form von Kriminalität. Man nennt sie auch Kinderschänderei, oder sexuelle Vergewaltigung Minderjähriger. Päderastie mag in einigen Ländern — Belgien oder Nordafrika — als eine Art lässliche Sünde gelten, manchmal sogar als Volkssport betrieben werden, aber in Westeuropa und auch in Nordamerika gilt sie als eine Form von abnormer krimineller Aktivität, die deswegen auch strafrechtlich verfolgt wird.

Es gilt, eine wichtige Unterscheidung zu treffen. Päderastie ist nicht eine besondere Unterform von Homosexualität. 1 Sie ist eine Form von krimineller Gewaltausübung. Dass sie sich in der katholischen Kirche ausgebreitet hat, liegt vor allem daran, dass die Kriminellen hier straffrei aktiv sein können, weil — wie bei der Mafia — das Gesetz der "Omerta", des Stillschweigens — vorherrscht.

Das päderastische Netzwerk erstreckt sich heute durch ganz Europa bis in die USA — aber kriminelle Männerbünde gibt es traditionell schon seit Jahrhunderten, um nicht zu sagen Jahrtausenden, in den Regionen, die heute geographisch Albanien, Ex-Jugoslawien, Rumänien usw, — heißen bis tief in die Türkei, nach Georgien und anderen russischen Randregionen hinein. Die auf pure Machtausübung ausgerichteten Bewegungen finden sich in der Politik, in den jeweiligen religiösen Kreisen, in Polizei und Militär. Päderastie, Internet-Pornos mit Darstellungen sexueller Gewalt an Kindern und reale Kinderprostitution gibt es überall - und natürlich kreuzen sich diese Aktivitäten auch mit Gruppen innerhalb der katholischen Kirche, der Vatikanbank, der italienischen Mafia und anderen kriminellen Geschäftsbereichen.

Wenn diese Leute sich den Papst betrachten, sehen sie nicht "den Heiligen Vater" oder den "Nachfolger des Heiligen Petrus auf Erden." Sie sehen einen dämlichen Alten Mann, den sie mit zwei Nierenhaken auf Wochen hinaus außer Gefecht setzen könnten.

Wenn Ratzinger rund 800 Leuten die Soutane herunterriss, also sie aus dem Priesteramt verstieß, dann tat er vielleicht bereits das Maximum dessen, was ihm möglich war, ohne auf dem Seziertisch zu landen.

Hier nun noch zwei Beispiele für vatikanische Päderastie, die zeigen, wie tief eingebohrt in die Strukturen der katholischen Kirche dieses Übel bereits ist, egal, wie stark der "Leprabefall" in Prozenten tatsächlich sein mag:

Hochwürden Mauro Inzoli, der im Jahr 2012 des Missbrauchs von 5 Jungen (darunter ein Zwölfjähriger) für schuldig befunden und seines Amtes enthoben wurde. Er legte 2014 unter dem neuen Papst Widerspruch gegen das Urteil ein, und ihm wurde daraufhin eine barmherzigere Strafe zuerteilt: lebenslanges Gebet, Verbot des Abhaltens der Heiligen Messe in der Öffentlichkeit, das Verbot, sich in der Nähe von Kindern aufzuhalten, Verbot, seine Diözese zu betreten und Verstoß aus dem Priesteramt.

Außerdem sollte er sich 5 Jahre lang einer Psychotherapie unterziehen. Inzoli wurde später von einem italienischen Strafgericht verurteilt und sah sich mit einem weiteren Prozess konfrontiert, als neue Beweise für weitere Straftaten bekannt wurden. Der Papst sah sich unterdessen gezwungen, drei Mitarbeiter aus seinem vatikanischen Mitarbeiterstab zu entlassen, von denen zwei in der Disziplinarabteilung tätig waren, die sich mit den sexuellen Missbrauchsfällen beschäftigt.

Im Fall des österreichischen Kardinals Hans Hermann Groer kamen vier Bischöfe in einer Untersuchung zum Ergebnis, dass die von mehreren seiner Opfer erhobenen sexuellen Missbrauchsvorwürfe "im Wesentlichen zutreffen".

Seine ausgelebten Neigungen waren angeblich jahrzehntelang bekannt, wurden aber angeblich ebenso lange gedeckt. Groer verbrachte seine letzten Lebensjahre in einer Art Luxusarrest an verschiedenen vatikanischen Orten der Besinnung. Posthum wurde er wieder in Amt und Würden eingesetzt und von der katholischen Kirche Österreichs sogar zur Seligsprechung vorgeschlagen.

Es ist klar, wem Bergoglios Horror-Barmherzigkeit letztlich nützen wird. Einem Voll-Ausbruch der "Lepra" — sprich der kriminellen Päderastie — im Vatikan bzw in der gesamten Katholischen Kirche, einer Krankheit, die dann kaum noch aufzuhalten sein wird, weil sie mit Kriminalität, Polizei, Politik und Porno verknotet sein wird — befeuert durch die deutsche und österreichische Kirchensteuer — ein wahrhaft überschäumend tödlicher Gift-Cocktail. (Tom Appleton)

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