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"Eine Zivilisation, deren Entwicklungsmöglichkeiten sich erschöpft haben"

Der Geograph und Sozialwissenschaftler Jason Moore über das Ende des Kapitalismus als eines Systems billiger Nahrung und Energie

"Das Ende von billiger Nahrung bedeutet das Ende der neoliberalen Ära." Angesichts immer weiter steigender Nahrungsmittel- und Energiepreise wagt Jason W. Moore [1] die Prognose, dass das ökologische und weltwirtschaftliche System der letzten vier Jahrzehnte nun am Ende sei. Aber nicht nur das: Ausgehend von einer langfristigen historischen Analyse der Systemkrisen seit dem 15. Jahrhundert glaubt Moore, dass sich die Entwicklungsmöglichkeiten des Kapitalismus überhaupt erschöpft haben. Stehen wir vor einem epochalen Umbruch?

Jason W. Moore ist Geograph und Sozialwissenschaftler, stammt aus den USA und lehrt mittlerweile als Professor für Umweltgeschichte an der Universität Umeå in Schweden. Ein Gespräch über genetisch veränderte Pflanzen, den Neoliberalismus und darüber, warum der Kapitalismus auf "unberührte Natur" angewiesen ist.

Die Wohltätigkeitsorganisation Oxfam hat vor kurzem eine Studie [2]) veröffentlicht, in der es heißt, dass sich die Preise für Grundnahrungsmittel in den nächsten zwanzig Jahren mehr als verdoppeln werden. Der Nahrungsmangel werde durch den Klimawandel noch verschärft. Die Autoren erwarten "Hunger, stagnierende Erntemengen, ein Gerangel um fruchtbaren Boden und Wasser und steigende Nahrungsmittelpreise". Düstere Aussichten - sind sie realistisch?
Ja, das sind sie! Die Food and Agricultural Organization (FOA) der Vereinten Nationen geht davon aus, dass in den nächsten vier Jahren die wichtigsten Grundnahrungsmittel um 15 bis 40 Prozent teurer werden. Am größten wird der Anstieg wahrscheinlich bei Speiseöl sein, was für die Menschen im globalen Süden ein enormes Problem darstellt.
Solche Zahlen belegen, dass es in dem weltweiten System der Nahrungsmittelproduktion zunehmende Verwerfungen gibt. Die wichtigsten haben Sie gerade genannt: Die Erntemenge wächst immer langsamer. Der Klimawandel führt bereits jetzt dazu, dass weniger Soja, Mais, Weizen und Reis geerntet werden kann, wie etwa eine Untersuchung [3] zeigt, über die das Magazin Science kürzlich berichtete. Und vor allem stagniert die Arbeitsproduktivität, und das ist, was im Kapitalismus wirklich zählt.
Die industrialisierte Landwirtschaft, wie sie im letzten Jahrhundert entstanden ist - also eine kapitalintensive, mechanisierte Landwirtschaft unter massivem Einsatz von Chemikalien -, kann die Erträge immer langsamer steigern. Angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung ist das natürlich erschreckend. Aber für die Weltbank, den Internationalen Währungsfonds oder auch die Weltmacht USA sind erschwingliche Nahrungsmittel nicht wichtig, weil ohne sie mehr Menschen hungern werden, sondern weil ohne sie ihr ökonomisches System in Schwierigkeiten gerät!
Lassen Sie uns noch einen Moment bei der Landwirtschaft bleiben. In der Studie von Oxfam heißt es: "Die durchschnittliche Wachstumsrate der Ernteerträge ist seit 1990 um fast die Hälfte zurückgegangen, und sie wird im nächsten Jahrzehnt auf unter ein Prozent absinken." Aber es gab doch technologische Innovationen in der Landwirtschaft. Was ist mit genetisch veränderten Pflanzen? Sie galten doch als die Antwort auf eine wachsende und hungrige Weltbevölkerung.
Jason Moore: Diese Argumentation war eine wunderbare Werbestrategie. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Studien, die zeigen, dass Genetisch Modifizierte Pflanzen (GM - Pflanzen) nicht die "intrinsische Ernte" erhöhen, wie Agrarwissenschaftler das nennen, also nicht die Kapazität einer Pflanze steigern, beispielsweise mehr Weizen oder Baumwolle zu erzeugen. Die Union of Concerned Scientists beispielsweise hat das vor zwei Jahren in einer Studie [4] nachgewiesen.
Jason Moore: Das große Versprechen von GM an die Bauern war, ihre Kosten zu senken, indem man die Pflanzen resistent gegen Herbizide macht. Glyphosat, bekannt unter dem Markennamen Roundup von der Firma Monsanto, würde das Unkraut vernichten und, so die Theorie, weniger Unkraut würde dann mit den Nutzpflanzen um die Nährstoffe im Boden konkurrieren. In manchen Fällen konnte tatsächlich der Einsatz der Herbizide kurzfristig gesenkt werden. Aber es gab keine Ertragssteigerung. Noch schlimmer, in den USA, dem Herzen der globalen GM-Landwirtschaft, entstehen jetzt herbizidresistente Unkraut-Sorten. Durch dieses "Super-Unkraut" sinken einerseits die Arbeitsproduktivität im Agrarsektor und die Profitabilität der Farmen, andererseits greifen die Bauern wieder auf ältere und giftigere Chemikalien zurück, um das Unkraut zu bekämpfen. Statt den versprochenen größeren Erträgen und weniger Unkrautvernichtungsmittel ist das Gegenteil der Fall: stagnierende Erträge und mehr Herbizide!

Landwirtschaftliche Revolutionen und die Einführung einer "globalen Farm"

Sie betonen, wie wichtig niedrige Nahrungsmittelpreise für das Funktionieren des kapitalistischen Weltsystems sind. Gilt das auch für die neoliberale Phase seit den frühen 1970er Jahren?
Jason Moore: Der Kapitalismus beruhte bis in die 1980er, 1990er Jahre hinein auf einer Abfolge landwirtschaftlicher Revolutionen. Durch große Produktivitätssprünge in der Nahrungsmittelproduktion war es möglich, bestimmten entscheidenden Schichten der Arbeiterklasse im Zentrum des Weltsystems billige Lebensmittel zu verschaffen. Das wiederum ist entscheidend, damit die Löhne niedrig bleiben können. Der Kapitalismus war in diesem Sinne immer ein "System billiger Nahrung", auch wenn viele Menschen auf dem Planeten von diesem System ausgeschlossen waren. Aber in gewisser Hinsicht "funktionierte" das Weltsystem , insofern als es in den industriellen Zentren keine Hungersnöte oder Subsistenzkrisen gab. Die Kehrseite davon waren natürlich schreckliche Hungersnöte an den Rändern des Weltsystems, etwa in Südasien im späten 19. Jahrhundert, als Großbritannien Nahrungsmittel aus Indien importierte, während dort mehr als zehn Millionen Menschen verhungerten.
Die historische Phase ab 1973 war anders. Nahrung war zwar so billig wie nie zuvor - aber ohne dass die Produktivität der Landwirtschaft wuchs! Lebensmittel wurden verbilligt - nicht durch eine Revolutionierung der Landwirtschaft, sondern indem Nahrung aus dem globalen Süden in die Zentren umverteilt wurde und die Einkünfte der Bauern herunter gedrückt wurden. Handelsschranken wurden abgeschafft, durch die fortschreitende Liberalisierung entstand sozusagen eine globale Farm.
Überall auf der Welt wurden landwirtschaftliche Produzenten in eine Art Tretmühle eingespannt. Durch die Schuldenkrise und mit politischem Druck wurden sie gezwungen, bei fallenden Preisen immer mehr zu produzieren. Beispielsweise stieg unter dem Schuldenregime der Strukturanpassungsprogramme in den 1980er und 1990er Jahre der Export von Agrarprodukten aus südlichen Afrika kontinuierlich weiter an, während die Einnahmen, gemessen in US-Dollar, gleich blieben oder sogar fielen!

Nahrung, Energie, Rohstoffe und Arbeitskraft werden teurer

2008 kletterten die Preise für Grundnahrungsmittel auf ein historisches Rekordniveau, im Moment steigen sie wieder. Die Zeit der billigen Nahrungsmittel scheint vorbei zu sein. Aber warum glauben Sie, dass deshalb auch die Epoche des Neoliberalismus zu Ende geht?
Jason Moore: Zunächst muss man sehen, dass das eine etwas westliche Sicht ist. In Indien beispielsweise sind die Preise seit 2008 überhaupt nicht gefallen, sondern blieben auf einem sehr hohen Niveau und steigen jetzt noch weiter an. Diese Entwicklung zeigt meiner Ansicht nach, dass die "Signalkrise" der neoliberalen Phase begonnen hat. Die Preise von vier wesentlichen ökonomischen Faktoren - Nahrung, Energie, Rohstoffe und Arbeitskraft - werden teuer, nicht billiger. Diese vier Elemente hängen natürlich eng zusammen: Der Preis von Nahrung bestimmt den Preis der Arbeitskraft. Deren Preis bestimmt die Kosten für die Förderung der Energieträger und Rohstoffe. Wenn Öl teurer wird, müssen die Bauern mehr für Energie und Dünger bezahlen. Heute hängen die Preise der vier wesentlichen Input-Faktoren enger zusammen als je zuvor.
Die Rezession ist noch nicht vorbei, sie könnte meiner Meinung nach noch 20, 30 Jahre dauern. Ein wiederkehrendes Muster in der Krisengeschichte des Kapitalismus ist, dass die Verbilligung von Nahrungsmitteln eine der Voraussetzungen dafür ist, dass das Wirtschaftswachstum wieder anzieht. Das gilt für die Mitte des 19. Jahrhunderts genauso wie für die Ära nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den 1970er Jahren. Deshalb sage ich, dass zumindest die neoliberale Phase des Kapitalismus zu Ende geht. Denn wo sollen billige Nahrungen heute herkommen?
Das gegenwärtige ökologisch-ökonomische Regime produziert immer größere Unwägbarkeiten. Billiges Wasser wird knapp. Die globale Erwärmung verändert die Muster der Regenfälle und Wasserreserven. Für die Landwirtschaft ist das ein riesiges Problem, weil sie auf einer sehr feinen Abstimmung des Kultivierens mit den Wetterbedingungen beruht.
Und dabei wir haben noch nicht einmal die politische Problematik von all dem erwähnt! Nahrung ist einer der Brennpunkte, an denen sich Revolten entzünden, wir erleben das gerade in den Protestbewegungen in der arabischen Welt. Damit meine ich nicht, dass es den Bewegungen in Ägypten, Tunesien und anderswo nur um Nahrung geht. Aber sie entzünden sich an der Empörung über das Verteilungssystem. Brotrevolten entstehen nicht, weil es zu wenig Brot gibt, sondern weil sich die Menschen in ihrem Gerechtigkeitsempfinden tief verletzt fühlen.

Technische Innovationen sind ebenso wenig zu erwarten wie neue Ressourcen

Ich denke auch, dass eine Zeit schwerer ökologischer und ökonomischer Katastrophen beginnt. Aber wäre es nicht möglich, dass durch eine neue Technologie, durch Erfindungen die "vier billigen Inputs" doch wieder herstellbar werden - und eine neue Epoche der kapitalistischen Entwicklung beginnt?
Jason Moore: Aus historischen Gründen halte ich das für unwahrscheinlich. Denn nötig wäre nicht eine revolutionäre technologische Innovationen, sondern ebenso neue Ressourcen. Seit dem Entstehen der modernen Weltwirtschaft im 16. Jahrhundert waren die Phasen der Prosperität, die "goldenen Zeitalter", immer charakterisiert durch große Sprünge in der Arbeitsproduktivität. Diese Sprünge beruhten tatsächlich auf Erfindungen, auf den Dampfmaschinen oder den Verbrennungsmotoren.
Aber Technik ist keine Alchemie, sie kann nicht aus dem Nichts Etwas erzeugen. Ohne die Energiereserven, die wie das Öl oder die Steinkohle über Jahrtausende entstanden sind, wären die technologischen Revolutionen nicht möglich gewesen. Auf heute bezogen heißt das, für einen neuerlichen Sprung in der Produktivität der Arbeit wäre nicht nur eine technische Innovation nötig, sondern es müssten auch neue Energiequellen und Ressourcen erschlossen werden. Welche sollen das sein?

Das Geheimnis des Kapitalismus ist, die (ökologische) Rechnung nicht zu bezahlen

Als Umwelthistoriker beschreiben Sie die bisherigen Weltwirtschaftskrisen immer zugleich als "ökologische Krisen" - als Phasen, in denen sich für das System die Schwierigkeiten häufen, die nötigen Input-Faktoren zu einem vertretbaren Preis bereitzustellen. Haben Sie dafür Beispiele?
Jason Moore: Seit dem 16. Jahrhundert ist das kapitalistischen Weltsystems periodisch in große Krisen geraten, wie die Weltsystem-Theorie [5] zeigt. Eine entscheidend wichtige war die Krise der atlantischen Welt im späten 18. Jahrhundert unter der Hegemonie Englands. Nach einer sehr erfolgreichen Agrarrevolution verlangsamte sich das Wachstum. Die Landwirtschaft stagnierte und die Energiepreise stiegen, weil alle Wälder abgeholzt worden waren, die billig verwertbar waren.
Heute ist viel und missverständlich die Rede vom "Peak Oil", damals gab es einen "Peak Holzkohle". Wenn etwa Richard Heinberg [6] (Autor von "Peak Everything", MB) vom Peak spricht, denkt er nur an die physische Knappheit. Die Spitze der Ölförderung wäre demnach erreicht, wenn die größtmögliche Menge gefördert wird. Ich dagegen meine mit Peak den Moment, wo aus "billiger Holzkohle" eine "etwas teurere Holzkohle" wird. Es gab noch Bäume, aber um sie zu fällen und zu verarbeiten, war mehr Arbeitskraft nötig. Es war eine Energiekrise im Sinne einer "Krise billiger Energie".
Gelöst wurde diese Entwicklungskrise des frühen Kapitalismus durch eine charakteristische Mischung aus "Plünderung und Produktivität". Einerseits wurden neue Gebiete erschlossen, so dass die Londoner ihr tägliches Brot aus Indien, dem Mittleren Westen der USA und Argentinien bekamen. Andererseits konnte durch die Erfindung von Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Dampfschiffen und Fabriken die Produktivität gesteigert werden. Die historische Industrialisierung war der Ausweg aus der damaligen ökonomisch-ökologischen Krise.
Plündern und die Produktivität steigern, das gehört zusammen. Nötig sind eine "unerschlossene Wildnis" und neue Technologien. Dass die kapitalistische Entwicklungsgeschichte von Beginn an auch eine der Aneignung und des Verbrauchs von ökologischem Reichtum war, wird oft vergessen. Aber alle großen technologischen Innovationen waren letztlich Mittel, mit denen sich der Kapitalismus natürlichen Reichtum einverleiben konnte, ohne dafür aufzukommen. Das Geheimnis des Kapitalismus ist, die Rechnung nicht zu bezahlen. Solange da ein Fluss ist, kann man den Giftmüll hineinkippen. Heute spielt die Atmosphäre der Erde die Rolle einer Müllhalde.

Heute gibt es kein unberührtes Grenzland mehr

Von solchen Entwicklungskrisen wie der englischen im 18. Jahrhundert, die Sie gerade beschrieben haben, unterscheiden Sie "epochale Krisen" - solche, die ganz neue Produktionsverhältnisse und Produktionsformen nötig machen und eine neue Epoche der menschlichen Geschichte einläuten. Angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen halten Sie es für möglich, dass das kapitalistische Weltsystem keinen Ausweg mehr findet. Ist das nicht sehr hoch gegriffen?
Jason Moore: Mit "epochaler Krise" bezeichne ich beispielsweise den Übergang vom Feudalismus zum Kapitalismus. Das Weltsystem heute sieht dem des mittelalterlichen Europas im frühen 14. Jahrhundert sehr ähnlich. Im frühen 14. Jahrhundert war die agrarische Produktivitätssteigerung, die auf landwirtschaftlichen Innovationen seit dem 8. Jahrhundert beruhte, zum Stillstand gekommen. Eine umfassende Wirtschaftskrise setzte ein, ab 1315 gab es schreckliche Hungersnöte. Die Pest tötete zwischen einem Viertel und einem Drittel der Bevölkerung. Das Klima veränderte sich, die sogenannte "Kleine Eiszeit" begann. Auch die sozialen Widersprüche wurden schärfer: Statt den Reichtum zu vermehren, kam es zu einer Umverteilung von unten nach oben, von den Bauern zur Aristokratie.
Ich sehe da eine Menge Parallelen zu unserer Epoche. Auch heute zeigt das Agrarsystem deutliche Stagnationstendenzen. Globale Krankheitsströme werden zu einer wachsenden Gefahr. Und auch der Neoliberalismus war ein System der Umverteilung bei stagnierender Produktivität: Er nahm von den Armen und gab den Reichen, "Robin Hood rückwärts" sozusagen. All das sind Zeichen einer Zivilisation, deren Entwicklungsmöglichkeiten sich erschöpft haben. Merkwürdigerweise glauben die meisten Menschen dennoch, es werde schon irgendeine technische Lösung geben.
Aber es gibt natürlich auch Unterschiede, etwa in Bezug auf den Umgang mit dem ökologischen Reichtum. Die Moderne bewegt sich viel schneller, der Kapitalismus ist eine Art ökologischer Raubüberfall. Immer wenn die Händler und andere kapitalistische Akteure unberührten Boden betraten, sahen sie sich um und sagten: "Wir können den natürlichen Reichtum hier günstig haben!" Das geschah in Brasilien, wo es im 16. und 17. Jahrhundert eine massive Entwaldung gab, oder zur gleichen Zeit in Polen und Norwegen.
Noch einmal: Historisch hat der Kapitalismus seine Krisen immer dadurch gelöst, dass er neue Sphären erschlossen hat. Er musste ein Grenzland (frontier) erobern, das bisher nicht oder kaum Teil der Warenproduktion war, und damit meine ich die Ausbeutung neuer menschlicher Arbeitskraft ebenso wie die nicht-menschliche Natur. Heute gibt es kein unberührtes Grenzland mehr.

URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-3390007

Links in diesem Artikel:
[1] http://jasonwmoore.com/
[2] http://www.oxfam.org/en/grow/pressroom/pressrelease/2011-05-31/broken-food-system-and-environmental-crises-spell-hunger-millions
[3] http://www.sciencemag.org/content/early/2011/05/04/science.1204531.abstract?sid=8ac2570f-7ed7-4bd6-9be2-14fa247dc1b1
[4] http://www.ucsusa.org/assets/documents/food_and_agriculture/failure-to-yield.pdf
[5] http://en.wikipedia.org/wiki/World-systems_theory
[6] http://richardheinberg.com/