Fahrstuhlpanne, South Park und eine Video-Scheidung

YouTube und Co. - unsere wöchentliche Telepolis-Videoschau

Rauchen ist gefährlich. Wie gefährlich, das erlebte im Oktober 1999 der New Yorker Nicholas White, als er zum Rauchen sein Büro verließ. Und anschließend mit dem Fahrstuhl wieder zurück in die 43. Etage des Gebäudes fahren wollte. Plötzlich blieb nämlich die Kabine, in der White allein war, stecken. Was ja durchaus eine alltägliche Panne ist. Doch nichts geschah, obwohl White natürlich den Alarmknopf gedrückt hatte. Und es geschah dann tatsächlich 41 Stunden nichts. So lange musste der arme Mann im Fahrstuhl notgedrungen also ausharren. Und selbst die Bilder der Überwachungskamera, auf der er deutlich zu sehen war, waren kein Anlass für die Wachmänner auch nur irgendwie aktiv zu werden.

Madness: Trapped in Elevator Car 30

Diese unglaubliche Geschichte kann man in aller Ausführlichkeit hier nachlesen. Und dort gibt es auch im Zeitraffer die Bilder des Überwachungsvideos zu sehen. An seinen Arbeitslatz ist White übrigens nicht mehr zurückgekehrt, er ist heute arbeitslos, soll aber eine Schmerzensgeldsumme im sechsstelligen Bereich erhalten haben. Ob er inzwischen Nichtraucher ist, wird in dem Bericht leider nicht verraten.

Tricia Walsh Smith

Dass man YouTube auch nutzen kann, um schmutzige Wäsche zu waschen, zeigt unser zweiter Fall. Vor wenigen Tagen hat dort Tricia Walsh-Smith ein Video veröffentlicht, in dem sie ungewöhnlich offen über ihren Scheidungsprozess spricht und ihren Noch-Gatten dabei böse vorführt. Ihr Mann ist kein Geringer als der Präsident der Shubert Organisation, dem größten Theatereigentümer auf dem Broadway. Und das macht natürlich neugierig. Mehr als 2.550.000 Leute haben sich seit dem 10. April dieses Videos angeschaut, kommentiert und Videoantworten veröffentlicht.

Polylux in eigener Sache - wie wir auf das Glatteis geführt wurden

In unserer letzten Videoschau haben wir ausführlich über das gefälschte Interview berichtet, das das ARD-Magazin Polylux ausgestrahlt hat. Mittlerweile haben die Magazin-Macher auf diesen Fake reagiert. Ihre Antwort kann man sich hier anschauen.

Crazy japanese train loaders

Wenn das Internet plötzlich kaputt ist, kann das fatale Folgen haben. Auch auf die Bewohner von „South Park“, die natürlich dann der Sache auf den Grund gehen - unter anderem in Silicon Valley, wo das Internet angeblich noch funktionieren soll. Was dabei so alles passiert, das verrät in Bild und Ton diese Seite.

Rhabarberbarbara

Zum Schluss unser Schnelldurchlauf: Bereits seit einigen Wochen führt Peter Turi regelmäßig Interviews mit bekannten Personen aus der Medienszene, darunter unter anderem Wolfgang Büchner, Chefredakteur bei Spiegel Online, Christian Baudis, Geschäftsführer von Google Deutschland, und Robert Basic, meistverlinkter und -zitierter deutscher Blogger. Die gesammelten Interviews kann man sich hier anschauen. Dass Zug fahren in Japan abenteuerlich sein kann, beweist dieser Film. Und das Video Rhabarberbarbara ist zwar schon älter, aber immer noch sehr lustig. (Ernst Corinth)

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