Flat Earth, der König der Monde und die Ikone M.C. Escher

YouTube und Co. - unsere wöchentliche Telepolis-Videoschau

Mit einem Lied aus dem prallen Leben starten wir heute ins Wochenende: der Paketbotentango gesungen von dem Altmeister des deutschen Chansons, Phil Laude. Und noch einen netten Song haben wir im Portefeuille: Girls just want to have Fun. Eines gibt es hier heute allerdings nicht, das Video, nachdem in den letzten Tagen sehr wahrscheinlich am meisten im Netz gesucht wurde. Stattdessen haben wir in diesem Zusammenhang eine Meldung, die ein bisschen Hoffnung macht: Offenbar wird nämlich die Bild-Zeitung von ihren Machern eingestellt - schreibt zumindest der Postillon. Und was der schreibt, ist ja meistens wahr.

Und nun gehen wir lieber ins Kino. Dort läuft seit dieser Woche "M.C. Escher - Reise in die Unendlichkeit". Im Mittelpunkt steht natürlich der 1898 geborene niederländische Grafiker und Künstler Maurits Cornelis Escher, eine Ikone und Kultfigur der Popkultur. Nicht nur die Hippies verehrten den eigenwilligen Künstler, seine meist ornamentalen Drucke hingen oft nachträglich koloriert als Poster in den Wohnungen vieler junger Leute. Und sogar Mick Jagger fragte einmal wegen eines Plattencovers an. Allerdings vergeblich.

Nun hat Robin Lutz einen biographischen Dokumentarfilm(Trailer) über den 1972 gestorbenen Künstler gedreht. Er zeichnet darin sein überaus bewegtes Leben und sein umfangreiches Werk mit Tagebucheinträgen, Briefen, Vorträgen und Notizen nach. Und als Erzähler fungiert Matthias Brandt, dessen prägnanter Stimme man einfach gerne zuhört. Ergänzt werden diese zitierten Original-Töne durch Erinnerungen von Eschers Kindern und einem Gespräch mit seinem Bewunderer, der Rock-Legende Graham Nash. Besonders sehenswert ist der Film, weil er keinen trockenen kunstgeschichtlichen Exkurs abliefert, sondern eine sehr unterhaltsame Annäherung an Eschers Schaffen ist. Auch auf YouTube finden sich zahlreiche Beiträge über den Künstler, darunter eine einstündige Dokumentation aus dem Jahre 1999.

So, das war nach langer Zeit mal wieder ein Kino-Tipp. Und nun hat Aufklärer Sonneborn das Wort. Thema sind die neusten Schweinereien in Brüssel: Film 1 und Film 2. Was Sonneborn dort erzählt, ist eigentlich unfassbar. Aber nur eigentlich.

Da zählen wir lieber von 0 bis 100 in Berlin. Zerstören Handys. Besuchen Saturn, den König der Monde. Und haben Spaß mit Will Smith.

Nach Walulis‘ Beitrag über Tinder schauen wir in unser Postfach. Unsere Leser empfehlen: Schildkröte vs. Finger, Capital Bra & Klaas, Serdars Kaffeepause: Tattoos, nettes Kostüm und Cola-Mentos.

Zum Schluss der Schnelldurchlauf: Videos und Sounds aus den Nuller Jahren, Samsung Galaxy Fold, Kunstflug, Wie man eine Grapefruit richtig schält, Random Videos, deutsches Namibia, chinesische Städte 1935, Freestyle Skatebord Session, Hund vs. Alexa, Flat Earth. Und den Schlusspunkt setzt der Ozzy Man. (Ernst Corinth)