Gewalt und Computerspiele

Fussnoten

1

Die ersten in Deutschland überhaupt gerichtlich beschlagnahmen Spiele ("Anti-Neger-Test", "Anti-Türken-Test", "KZ-Manager", "Hitler Show" oder "Hitler Diktator" - alle zwischen 1987 und 1990 eingezogen und beschlagnahmt) hatten einen rassistischen oder nazistischen Hintergrund. Auch das Spiel "Wolfenstein 3D" (1992, Id/Apogee) wurde am 25.01.1994 aufgrund der in ihm gezeigten Nazi-Symbole verboten. Dass der Spiele im Spiel gegen die Nazi-Figuren antritt, mithin der Spielplot also dezidiert "antinazistisch" ist, berücksichtigte das Gericht dabei nicht.

2

Kent, Steven L. (2001): The Ultimate History of Video Games. The Story behind the Craze that touched our Lives and changed the World. New York: Three Rivers Press, S. 464.

3

Dass dieses Blut in "Mortal Kombat 2" (1993, Midway Games/Acclaim), um Konflikte mit der Zensur zu vermeiden, in der japanischen Version grün gefärbt wurde, hat - wie schon die "Gremlins" in "Death Race" - das Spiel nicht vor Kritik geschützt. In Deutschland wurde es 1995 gerichtlich verboten, 1997 wurde dann fast schon traditionsgemäß dann auch "Mortal Kombat 3" (1997, Midway Games) beschlagnahmt.

4

Kent, Steven L. (2001): The Ultimate History of Video Games. The Story behind the Craze that touched our Lives and changed the World. New York: Three Rivers Press, S. 466-478.

5

Diese "Nachfragen" zu Goethes "Leiden des jungen Werther" sind deshalb nicht bloß akademisch, weil die Erzählung tatsächlich Debatten in diese Richtung ausgelöst hat, nachdem es unter Lesern zu Suiziden gekommen ist. Es sind sogar literarische Gegenbeispiele in pädagogischer Absicht veröffentlicht worden. (Vgl. Michael Nagenborg: Der Werther-Effekt - ein Prototyp der Medienwirkungsforschung?)

6

Ein in dieser Hinsicht bemerkenswert eloquenter Fall liegt bei der Zensurierung des Spielfilms "The Last Horror Movie" vor, auf den ich an mehreren Stellen ausführlich eingegangen bin. (Vgl. Höltgen, Stefan: Schnittstellen. Zur Konstruktion von Authentizität im Serienmörderfilm (Dissertation), S. 308-321.)

7

Der bis in die späten 1990er-Jahre angesichts filmischer und computerspielerischer Gewaltdarstellung oft zitierte Werner Glogauer hat diesen Begriff in den Diskurs gebracht. (Vgl. Glogauer, Werner: Kriminalisierung von Kindern und Jugendlichen durch Medien. Wirkungen gewalttätiger, sexueller, pornographischer und satanistischer Darstellungen. Baden-Baden: Nomos 1993.)

8

Quelle: http://www.bpjm.com/

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Quelle: http://www.bpjm.com/

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