Gezeichnete Wirklichkeiten: Realität und Comic-Kultur

Der Comic hat sich zum Bildungs-, Wissens- und Reportagemedium gemausert

In der Vergangenheit wurden Comics vielfach mit billigem bunten Schund gleichgesetzt, der Kinderköpfe verdummt, ihnen ihre Vorstellungskraft raubt und die Entwicklung ihrer Lesefähigkeit hemmt. Doch das Medium Comic ist inzwischen längst erwachsen geworden und hat weitaus mehr zu bieten als einfältige Superheldengeschichten und infantile Kindwelten im Stil von Mickey Maus und Donald Duck. Das Medium Comic eignet sich nicht nur zum Erzählen anspruchsvoller fiktionaler Geschichten, es erlaubt auch eine Auseinandersetzung mit der Realität und hat bereits bewiesen, dass es auch das Zeug dazu hat, sich als Bildungs-, Wissens- und Reportagemedium verdient zu machen.

Was macht man, wenn man bildlich von einem Land wie zum Beispiel Nordkorea berichten möchte, in dem es strengstens verboten ist, Fotoaufnahmen zu machen? Hat man das entsprechende Talent dazu, zeichnet man seine Erlebnisse vom Besuch des Landes einfach und veröffentlicht sie als Comics.

So verschlug es zum Beispiel den talentierten kanadischen Illustrator Guy Delisle im Rahmen seiner Arbeit an Orte wie das für Westler größtenteils unbekannte Pjöngjang in Nordkorea oder die chinesische Industriestadt Shenzen (und etwas später auch nach Burma). Über diese Reisen und Aufenthalte hat Delisle Comics gezeichnet, die interessante persönliche und aufschlussreiche Einblicke in das Leben an diesen Orten erlauben, die ansonsten eher abseits des täglichen Medieninteresses stehen und von denen es, wie im Fall von Nordkorea, nur wenig frei verfügbares authentisches Bildmaterial gibt. Delisle zeichnet jedoch nicht nur die lokale Umgebung - die Geschichten, in denen er sich selbst in sozialen Interaktionen und in seinem Alltag vor Ort zeichnet, vermitteln zudem einen Eindruck, wie es sich für ihn war, sich dort aufzuhalten.

Einen Schritt weiter geht der in Malta geborene studierte Journalist Joe Sacco. Sacco war das Schreiben von herkömmlichem Journalismus zu langweilig und er verband es daher mit seinem persönlichen Hobby, dem Zeichnen von Comics. Sacco definiert sich deshalb als zeichnender Journalist. Bekannt wurde Sacco vor allem durch eine ausgedehnte Reise durch die palästinensischen Gebiete im Nahen Osten nach der Intifada Anfang 1991, die er in Comic-artigen Reportagen eindrücklich schilderte. Auch Sacco zeichnet sich, wie Delisle, in diesen Berichten selbst, wie er durch Orte des Westjordanlands reist, Menschen und ihren Schicksalen begegnet, und schildert grafisch die Geschichten der Menschen, die er auf seinen Reisen interviewt. In Saccos Bildgeschichten ergänzen sich gezeichnetes Bild und Text auf eindrucksvolle Weise. Das gekonnte Zusammenspiel dieser beiden Ebenen erhöht die Lesbarkeit, die Anschaulichkeit und den Informationsgehalt dessen, was er erlebt hat und zeigen will.

Herausgekommen ist dabei die mehrfach preisgekrönte Comic-Reportage Palestine (auf Deutsch: Palästina) die mittlerweile als ein Meilenstein der gegenwärtigen Comic-Kultur gilt. Zu einer späteren Ausgabe hat selbst der bekannte palästinensische Literaturwissenschaftler Edward Said die Einleitung geschrieben. Später zog es Sacco nach Bosnien, um die Auswirkungen der blutigen Auseinandersetzungen im ehemaligen Jugoslawien anhand der Darstellung von Einzelschicksalen in Reportageform zu schildern. Entstanden sind dabei die Comic-Reportagen "Safe Area Gorazde: The War in Eastern Bosnia 1992-1995", "The Fixer: A Story from Sarajevo" und "War's End: Profiles from Bosnia 1995-96", die ausgesprochen direkt und lebendig die Eindrücke darstellen, die Sacco von seinen Reisen und persönlichen Begegnungen im ehemaligen Jugoslawien gewonnen hat. Auch die Reportagen aus dem Balkan lassen das Leben gewöhnlicher Menschen in einer instabilen Krisenregion aus der Sicht von Betroffenen verständlich werden und schildern eindrücklich, wie sich der Krieg auf das Leben der einfachen Bürger auswirkte. Nach verschiedenen weiteren Comic-Projekten reiste Sacco als „embedded journalist“ unter Aufsicht des US-Militärs unter anderem auch in den Irak, um seine Eindrücke vom dortigen Krieg in Comicform zu schildern.

Eine ähnliche Form der gezeichneten Dokumentation von bewaffneten Konflikten durch Comics betrieb auch der bereits durch andere stark wirklichkeitsbezogene Comics und Schriften hervorgetretene Kolumnist und Comic-Zeichner Ted Rall. Er war einer der ersten, der in seinem schnell gezeichneten Comic "To Afghanistan and Back" ausführlich von der Front der bewaffneten Intervention gegen die Nordallianz in Afghanistan berichtete.

In diesem Zusammenhang muss natürlich daran erinnert werden, dass offizielle und inoffizielle Kriegsberichterstatter und -Künstler immer schon von der Front berichtet haben. Offiziell leisten sich verschiedene Armeen, wie zum Beispiel die US-Armee und die US Marines auch heute noch Künstlersoldaten (oder Soldatenkünstler), die Kampf und Krieg in Kunstwerken darstellen und verarbeiten. Selbst darüber gibt es mittlerweile einen Comic. In "Die wundersamen Abenteuer des Vincent van Gogh: An vorderster Front" spekuliert der Comic-Künstler Manu Larcenet, dass der Selbstmord von Vincent van Gogh nur vorgetäuscht und der Maler danach untergetaucht war. In seinem Comic lässt Larcenet Van Gogh als Gefreiten mit Staffelei und Pinsel in die schmutzigen Grabenkämpfe des Ersten Weltkriegs ziehen, um in seinen Bildern den Geist des Krieges einzufangen.

Bei Sacco und Rall handelt es sich jedoch um Zivilisten, die ihre persönlichen Eindrücke schildern, indem sie unter anderem sich selbst im Augenblick ihrer Erlebnisse zeichnen. Situationen, in denen sie sich fürchten oder sich am liebsten an einen anderen Ort wünschen würden, sind beiden in ihren Comicreportagen nicht fremd. Emotionale Regungen wie Fassungslosigkeit und Entsetzen oder einfach nur Angst werden hierbei oft nicht in Worte gegossen, sondern sind im Comic in der gezeichneten Gestik oder Mimik der Autoren abzulesen. Wo die Worte versagen, kann so eine aussagekräftige Zeichnung das Geschehen still kommentieren.

Noch direktere Augenzeugenberichte des Balkankrieges in Comicform gibt es beispielsweise von Aleksandar Zograf in seinem Comic-Tagebuch Regards from Serbia, in dem er während der NATO-Bombardements vom Leben in Serbien berichtet. Ervin Rustemagic war während des Krieges in Serbien eingeschlossen und konnte lediglich per Fax mit der Außenwelt kommunizieren. Sein Freund, der Comic-Künstler Joe Kubert, hat aus diesen Korrespondenzen Rustemagics Kampf ums Überleben dokumentiert und in Fax aus Sarajevo in Comicform festgehalten.

Diesen Bänden ähnlich berichtet Mazen Kerbaj in "Beyrouth: juillet-août 2006" während der Bombardierungen Libanons durch die israelische Armee in Text und gezeichneten Bildern im Jahr 2006 aus Beirut (Improvisation mit Bomben). Noch realistischer in der Darstellung ist die innovative Mixtur aus Zeichnungen und Fotografien im Band Der Fotograf: In den Bergen Afghanistans von Emmanuel Guibert, Didier Lefèvre und Frédéric Lemercier. In diesem Werk geht es darum, wie der französische Fotograf Didier Lefèvre ein Team der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" durch das vom Krieg geschundene Afghanistan der 80er-Jahre begleitet. Erzählt und dokumentiert wird diese beschwerliche Reise in Comic-Geschichten, die durch die tatsächlichen Original-Schwarzweißfotos von Lefèvre ergänzt werden. Anschaulicher kann man die Arbeit und den Alltag der freiwilligen Helfer in widrigen Umständen kaum darstellen.

Mittlerweile firmiert diese Art der grafischen Berichterstattung unter der Bezeichnung Comic-Journalismus. Ihren Ursprung hat diese Form des gezeichneten Berichtens vermutlich in politischen Karikaturen, die seit jeher das politische Geschehen für viele verständlich abbildeten und ironisch oder sarkastisch kommentierten. Gezeichnete Karikaturen sind auch heute noch beliebte Mittel, um sich einzumischen und massenwirksam zu provozieren (man denke beispielsweise nur an die Karikaturen des Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung) oder um politische Inhalte an Medienzensur vorbei zu schmuggeln. Oftmals jedoch bezahlten subversive Zeichner ihre kritischen Darstellungen mit hohen Strafen, manchmal gar mit ihrem Leben.

Eine bereits erwähnte Stärke des Comic-Journalismus ist, dass er auf einer künstlerisch-symbolischen sowie einer stärker realitätsbezogenen Ebene funktioniert. Dies ist jedoch auch ein Grund für viele Nachrichtenchefs, Comics als Nachrichtenmedium nicht ernst zu nehmen. In der gegenwärtigen Berufspraxis des Journalismus und der Nachrichtenmedien zählt, was Medienleute als Fakten und Objektivität bezeichnen. Gezeichnete Formen der Berichterstattung scheinen aus ihrer Sicht diese Kriterien generell nicht zu erfüllen. Allerdings verhält es sich hier so, dass es in der wissenschaftlichen Journalismusforschung einen Konsens darüber gibt, dass es so etwas wie eine rein faktische, neutrale und objektive Berichterstattung an sich nicht geben kann. Immer wieder wird deshalb auch von Journalisten selbst gefordert, dass gute journalistische Arbeit die Bedingungen des Mediums sowie der Berichterstattung reflektieren muss, um ihre Empfänger angemessen über aktuelle Geschehnisse informieren zu können.

Die Arbeiten von Joe Sacco und anderen Comic-Reportern beweisen, dass ihre Form der Berichterstattung sehr wohl in der Lage ist, genau dies zu leisten. Inzwischen drucken manche Zeitungen und Zeitschriften Interviews in Comic-Form ab oder lassen Reporter und Leser in Bildergeschichten von ihren Recherchen und Erlebnissen berichten. Saccos Zeichnungen zum Beispiel zeigen sehr detailliert, unter welchen Umständen er Interviews mit Informanten führt. Der sich in allen Reportagen selbst zeichnende Sacco zeigt beispielsweise in seinen Berichten aus dem Irak, wie er sich ständig unter waffenstarrenden US-Militärs aufhält und keine Sekunde alleine mit lokalen Zivilisten verbringen kann, ohne auch nur ein geschriebenes Wort darüber zu verlieren.

In seinen Berichten aus dem Balkan zeigt Sacco, wie schwierig, subjektiv und anstrengend es ist, geeignete Quellen und Informanten zu finden (und diese über ihre zum Teil traumatischen Erfahrungen zum Reden zu bringen). Am Ende seiner Reisereportage durch das Westjordanland reflektiert Sacco den Stellenwert der subjektiven Situation des Reporters, indem sich ihm alle bisher so freundlich gesonnenen und die vorwiegend positiv dargestellten Palästinenser ihm gegenüber plötzlich recht argwöhnisch, misstrauisch und zurückhaltend verhalten, als er ihnen mit zwei israelischen Frauen an seiner Seite begegnet.

Einer der Pioniere des grafischen Journalismus, Pulitzerpreisträger Art Spiegelman, meint zu der Frage ob Comic-Journalismus weniger objektiv sei als der herkömmliche Journalismus:

The phony objectivity that comes with a camera is a convention and a lie in the same way as writing in the third person rather than the first person. To write a comics journalism report you’re already making an acknowledgment of biases and an urgency that communicates another level of information.

Art Spiegelman

Spiegelman selbst gelangte durch die grafische Darstellung der Erinnerungen seiner Eltern an den Holocaust zu Ruhm. Für das daraus resultierende Comic-Buch Maus - die Geschichte eines Überlebenden, in dem er den Holocaust in Form einer Tierparabel darstellt, erhielt er unzählige Ehrungen, sowie 1992 den Pulitzerpreis.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Comics, die die Thematik der Krieges, der Judenverfolgung und des Holocausts aufnehmen. So hat beispielsweise der niederländische Zeichner Eric Heuvel gemeinsam mit der Anne-Frank-Stiftung den Comic "De Zoektocht" (auf Deutsch: Die Suche) über das Vernichtungslager Auschwitz entwickelt. Dieser Comic ist ein Pilotprojekt und Teil des größeren Vorhabens, eine Materialiensammlung zur Bildungsarbeit gegen Antisemitismus zur Verfügung zu stellen.

Pädagogen und Experten für Geschichtsdidaktik denken nun darüber nach, ob und inwieweit Comics über Auschwitz und Holocaust im Geschichtsunterricht als Lehrmaterial eingesetzt werden können. Unbestritten ist, dass das Medium Comic didaktische Qualitäten hat, unter anderem auch deswegen, weil Comics auf Kinder und Jugendliche besonders ansprechend wirken. So gibt auch die Bundeszentrale für politische Bildung Comics als Lehrmaterialien heraus. Im Fremdsprachenunterricht wird das Potential von Bildergeschichten zunehmend erkannt.

Auch was die Wissenschaften angeht, wird das Potential des Mediums Comic in punkto Wissenschaftskommunikation langsam ausgelotet. Erwähnenswert sind hier beispielsweise die Science Comics des Biologen Jay Hosler. In Clan Apis unternimmt es Hosler, das Leben von Honigbienen informativ und wissenschaftlich akkurat in gezeichneten Bildergeschichten darzustellen. In seinen Sandwalk Adventures benutzt der Biologieprofessor das Zwiegespräch zwischen der Hauptfigur Charles Darwin und zwei Milben, die in seiner Augebraue leben, um die Evolutionsgeschichte unterhaltsam als Bildergeschichte darzustellen und zu beweisen, dass die Erde nicht an sechs Tagen von Göttern erschaffen worden sein kann. Im Anhang finden sich dann weitere Informationen und Hinweise zur entsprechenden wissenschaftlichen Literatur.

Der Comic "Das Selbstexperiment" des Schweizers Matthias Gnehm spielt an realen Orten der ETH Zürich und behandelt fiktional das Thema der wissenschaftlichen Erforschung des freien Willens, samt der Abgründe, die in diesem Thema schlummern.

Auch die Reihe "Introducing" von Icon Books benutzt seit Jahren äußerst erfolgreich Comic-artige Illustrationen, um den geneigten Lesern komplexe Sachthemen wie Fraktale Geometrie, Genetik, die Chaostheorie sowie unzählige weitere wissenschaftliche Konzepte, Theorien und Ideen unterhaltsam und anschaulich zu erklären. Wer jedoch wissen will, wie sich der Forschungsalltag des akademischen Nachwuchses tatsächlich gestaltet, dem seien die im Netz frei verfügbaren Ph.D. Comics ans Herz gelegt.

Der Physiker und Comic-Fan James Kakalios beschreitet einen weiteren Pfad, um einer interessierten Öffentlichkeit sein wissenschaftliches Fachgebiet nahe zu bringen. In seinem Buch "Physik der Superhelden" benutzt er ausnahmslos Beispiele aus Superhelden-Comics, um nachvollziehbar zu erklären, wie die Naturgesetze funktionieren, aber auch was schlicht und ergreifend in der Realität nicht möglich ist. Besonders interessant ist hier, dass Kakalios davon ausgeht, dass manche wissenschaftliche Idee bereits in Superhelden-Comics auftauchte, bevor sie unter Wissenschaftlern diskutiert wurde, oder auch, dass ein Patent auf ein technisches Verfahren abgelehnt wurde, weil diese Erfindung zuvor bereits in einer Bildergeschichte des Walt Disney Zeichners Carl Barks aufgetaucht ist.

Superhelden-Comics weisen jedoch auch weitere Bezüge zur Realität auf. So wurden sie zum Beispiel zur Zeit des Zweiten Weltkriegs als beliebtes Mittel zur Propaganda eingesetzt. Nicht nur Donald Duck, auch Captain America und Superman stellten sich Adolf Hitler und Joseph Stalin in bunten Heftchen entgegen und bekämpften sie. Dadurch wurde unterstrichen, wer eindeutig zu den Guten und wer zu den Bösen zu rechnen ist. Auch heute ist die Wirklichkeit der Terroranschläge vom 11. September 2001 und dem Krieg im Irak samt unterschiedlicher politischer Instrumentalisierung in US-amerikanischen Superhelden-Comics und in den so genannten Graphic Novels angekommen und verarbeitet worden.

Herausgeber und Autoren von Superhelden-Comics müssen sich jedoch auch mit der Frage herumschlagen, ob Superhelden-Gesichten wie die von "Spiderman" glaubwürdig bleiben, wenn sie über Jahrzehnte hinweg nicht altern oder die Handlungswendungen zu abstrus sind, um für die Leser nachvollziehbar zu sein. Wird die Kontinuität der Story nicht gewahrt, werden die Käufer ungehalten und Empörung mag sich in Kaufverweigerung niederschlagen. Diese Schwierigkeiten scheinen aber, laut einer etwas kuriosen Meldung der Tagesschau, die UNO nicht davon abzuhalten, diesen Comic-Superhelden als zukünftiges Maskottchen im Kampf gegen das Böse aufzunehmen und mit Hilfe von speziell dafür angefertigten Comic-Heftchen, die an US-Schüler verteilt werden sollen, das Image der Vereinten Nationen aufzubügeln.

Mittlerweile hat sich international sowie auch im deutschsprachigen Raum eine akademische Comicforschung etabliert, die sich dem Medium Comic aus unterschiedlichen Sichtweisen annähert. Der Comic-Künstler und –Theoretiker Scott McCould ist einer dieser Comic-Forscher. Sein Buch "Understanding Comics" (auf Deutsch: Comics richtig lesen) gilt inzwischen als Standardwerk der Wirkungsweisen des Comics als Medium und untersucht unter anderem die Grundlagen visueller und sequentieller Ästhetik, Kommunikation und Narration.

In "Making Comics" beschreibt McCloud, was es zu beachten gilt, wenn man einen wirksamen Comic zeichnen will. In "Reinventing Comics" erforscht der Autor vor allem die Möglichkeit, die neue Technologien wie das Internet und Online-Comics für das Medium des Comics bieten. Was McClouds Bücher für diesen Beitrag jedoch besonders interessant macht: alle sind in Comic-Form geschrieben und dargestellt.

Neben unzähligen hochkarätigen fiktionalen und semi-fiktionalen Geschichten in Comic-Form für Erwachsene - stellvertretend seien hier zum Beispiel die anspruchsvollen Graphic Novels des Pioniers Will Eisner erwähnt -, gibt es mittlerweile auch unzählige Biografien in Comic-Form. Bei Carlsen Comics allein sind kürzlich biografische Erzählungen über "Che" (Ernesto Che Guevara) von Alberto und Enrique Breccia und Hector Oesterheld, "Martin Luther King" von Ho Che Anderson und (Johnny) "Cash – I see a Darkness" von Reinhard Kleist erschienen.

Auch die unterschiedlichsten Milieus haben nun eigene spezifische Comics und Comiczeichner. So wird in Deutschland etwa Ralf König vor allem als homosexueller Comic-Zeichner wahrgenommen, oder das Urgestein der deutsprachigen Comic-Szene, Gerhard Seyfried, vor allem mit der alternativen Szene assoziiert. Auch Regionen sind eigene Comicbände gewidmet. So deckt beispielsweise der Sammelband "AufRuhr" die Comic-Szene aus dem Ruhrgebiet ab.

Eine international bedeutende Figur in der Geschichte des Comics ist der in Frankreich lebende Amerikaner Robert Crumb, der Spätgeborenen durch sein umfassendes Werk einen Eindruck darin vermitteln mag, wie die allgemeine Gemütsverfassung junger Leute in den Sechzigern ausgehen haben mag. Sind Crumbs Comics sicherlich schon stark autobiografisch gefärbt - auch er zeichnet sich oft gerne selbst und schildert dadurch was ihm im Kopf umgeht -, kam das Projekt des systematischen autobiografischen Comics erst durch eine Zusammenarbeit mit seinem Freund Harvey Pekar richtig ins Rollen.

Pekar lieferte das Skript, das aus seinem tatsächlichen Alltagsleben bestand und Crumb zeichnete es. So entstand die autobiografische Comicserie American Splendor, die Pekars Leben in allen Einzelheiten schildert (später wurde sie von verschiedenen Künstlern gezeichnet und schließlich auch verfilmt und als Theaterstück aufgeführt).

Diese Vorgehensweise inspirierte weitere Comic-Autoren, Szenen aus ihrem eigenen Leben zu zeichnen und zu erzählen, wie etwa Chester Brown oder Joe Matt. Unzählige weitere autobiografische Comics, wie Craig Thomsons viel gerühmten herzzerreißende Erinnerungen an sein Aufwachsen in einem gottesfürchtigen Elternhaus im ländlichen Wisconsin im voluminösen Band Blankets oder Marisa Acocella Marchettos Kampf gegen Brustkreben, den sie in Cancer Vixen dokumentiert hat, sind inzwischen erhältlich.

In Deutschland wurden Marjana Satrapis autobiografische Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend im Iran sowie im Exil in Wien auch durch die Verfilmung ihrer Comic-Autobiographie Persepolis bekannt. In einem Interview mit der Autorin heißt es, dass der Comic unter anderem an der amerikanischen Militärakademie West Point nun zur Pflichtlektüre gehöre. Darüber hinaus erwähnenswert sind auch Miriam Katins autobiografische Comic-Memoiren Allein unter Allen, die ihre Flucht vor der deutschen Besatzung aus Budapest behandeln, oder etwas aktueller, Alison Bechdels viel gerühmte autobiografische Graphic Novel "Fun Home" über ihr schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater, einem verschrobenen Bestattungsunternehmer und Englischlehrer.

Doch auch in weiteren Bereichen sind Comics wirklichkeitsbezogener geworden und widmen sich einer großen Bandbreite von Themen. Längst werden in Comics und Graphic Novels Erotik und Sexualität nicht nur angedeutet. Und nur nebenbei sei erwähnt dass es auch mehrere Comic-Adaptionen der Bibel gibt. Unlängst hat eine Bibelversion im japanischen Mangastil von sich reden gemacht. In arabischen und islamischen Ländern verbreitet sich eine Comicserie namens "The 99" (beruhend auf den 99 Namen Gottes), die jüngeren und älteren Lesern das Ethos des Islams näher bringen soll (Allahs 99 Superhelden)

. Jüdische Zeichner waren von Anfang an mit dem Medium des Comics verbunden. Beispielsweise bietet Joann Sfar in seinem Comic "Die Katze des Rabbiners" einen unterhaltsamen Einblick in Kultur und Geschichte des Judentums. Doch auch nach hinduistischen oder buddhistischen Comics und Bildergeschichten muss man im Internet nicht lange suchen.

Jedoch können auch fiktionale Comicstories als Reaktionen auf reales politisches Zeitgeschehnen betrachtet werden. Eine der erfolgreichsten britischen Comic-Reihen aller Zeiten, 2000AD, bekannt vor allem durch die Geschichten um den martialischen Anti-Helden Judge Dredd, verdankt sein Entstehen den unzähligen sozialen Problemen, die durch die Thatcher-Regierung in den 70er-Jahren geschaffen worden sind. Die Väter von "Judge Dredd" und "2000AD" - John Wagner, Carlos Ezquerra und Pat Mills - nahmen diese Zeit als besonders autoritär und bedrückend war und wollten deshalb ihre Empfindungen in einer überspitzen Comic-Parodie zu Papier bringen. Sie schufen dazu eine dunkle, atomar verwüstete Welt in der Zukunft, in der sich die überlebende Menschheit unter ständiger Überwachung durch den Staat in wenigen, verhältnismäßig unverseuchten Mega-Cities drängt.

Das Justizsystem, wie wir es kennen, ist darin zusammengebrochen und die überbordende Gewalt und Gesetzlosigkeit unter den spleenigen und allesamt wahnsinnig werdenden Bürgern der Mega-City hat die Regierung dazu veranlasst, schwer bewaffnete Patrouillen durch die übervölkerten Städte zu schicken, die die Exekutivgewalt in Händen tragen und Urteile über Verbrecher an Ort und Stelle vollstrecken: die Judges. Dredd ist einer dieser Judges, die stets grimmig, gepanzert und behelmt mit schweren Motorrädern und dem verschärften Gesetz als Richtlinie durch eine apokalyptische Welt aus Umweltzerstörung, Mutationen, Überbevölkerung, selbstzerfleischender Aggression, Brutalität und hemmungslosem Konsumwahnsinn irrlichtern und immer wieder ihre und sowie die Haut von harmloseren Bürgern retten müssen. Dabei sind die Judges ebenso wenig sympathisch wie die meisten der durchgeknallten Einwohner der Mega-City und im Gebrauch ihres Waffenarsenals genauso skrupellos wie die meisten der Einwohner des Stadt gewordenen Irrenhauses.

Die Erfinder von Dredd hatten von Anfang an das Problem, dass manche Fans der Serie diese nicht als Parodie und Kritik an den rechtslastigen Tendenzen ihrer Regierung wahrnahmen, sondern sie uasi als Faschismus nahe Comics feierten. Dabei sagen. die Macher der Serie, dass sie sich in ihren Stories lediglich an den Schlagzeilen der Zeitungen ihrer Zeit orientiert haben. "2000 AD"-Comics sind bis heute ihrer Linie treu geblieben und kommentieren beißend und überspitzt die Gegenwartskultur – und sind dadurch selbst ein einflussreiches Element in der gegenwärtigen Populärkultur geworden, das eine große Reihe von Comic-Talenten entdeckt und hervorgebracht hat. Unzählige Musiker, Schriftsteller, Filmemacher und andere Kulturschaffende haben sich vom "2000AD"-Universum inspirieren lassen und ihren Machern durch allerlei Referenzen, Widmungen und Danksagungen gehuldigt.

Ihr Bild einer von allgegenwärtiger Überwachung charakterisierten Gesellschaft am Rande des Kollaps hat technische Blüten hervorgebracht, die mittlerweile leibhaftig bei uns eingekehrt sind – seien es fliegende Überwachungsdrohnen, die die Bürger bespitzeln, oder Maschinen in Menschengestalt zur Befriedigung sexueller Bedürfnisse. Dabei zogen sie aber auch immer wieder die gegenwärtige Populärkultur durch den Kakao, etwa die psychedelische Rockoper Tommy der britischen Band "The Who", als in einer Episode ("Rock on, Tommy Who?!") ein Mutant ohne Augen, Mund und Ohren Champion bei einer illegalen Meisterschaft an einem Flipper zu werden droht, der direkt ans neuronale Netz der Spieler gekoppelt wird und sie dadurch beim Spielen in orgiastische Zustände versetzt.

Wie es kommen muss, wird die nicht genehmigte Glückspielhölle in einer Razzia durch die Judges gestürmt und der Flipperkönig Tommy Who überlebt die Razzia aufgrund seiner Vertieftheit ins Flipperspiel nicht. Da hilft auch ein Anschreien der kopflosen Leiche mit "Tommy can you hear me? "(Schlüsselszene aus dem "The Who" Film) nichts. Nachdem Tony Blair 1997 durch einen erdrutschartigen Wahlsieg zum Premierminister ernannt wurde, tauchte bald darauf eine bio-technisch verbesserte Gestalt aus der Vergangenheit in der Mega-City auf, die dazu reanimiert wurde, um den so genannten "Demon Taxpayer" zu bekämpfen. Die Gestalt hörte auf den Namen B.L.A.I.R. 1, sah dem damaligen Premierminister absolut nicht unähnlich und war eine Mensch-Maschinen-Einheit, bei der die eingebauten KI-Relays mit dem Namen "Dr. Spin" dafür sorgten, dass bei allem, was die bio-technische Einheit B.L.A.I.R. 1 unternahm, gegrinst wurde und die Erhaltung und die Ausweitung politischer Macht im Vordergrund stand ("He grins! He spins! He kicks Tory Butt!").

Eine interessante Tendenz im fiktionalen Comic ist, dass anscheinend ganz normale Leute zu Hauptfiguren von (Helden?)Geschichten werden. So ist beispielsweise der Kammerjäger Henry James die Hauptfigur in der Reihe "Exterminators" von Simon Oliver und Tony Moore. Henry kommt in dieser Geschichte, die buchstäblich ausartet, frisch aus dem Knast und als Ex-Knacki findet er eben keinen anderen Job als im Ungeziefervernichtungsservice seines Stiefvaters. Und so nehmen in dieser Geschichte die Dinge in Sachen Schabentötung ihren Lauf.

Einer der Schöpfer von "Judge Dredd", John Wagner, hat als weiteres erwähnenswertes Werk in dieser Hinsicht die Story zu dem Comic "A History of Violence" geschrieben, der dann von Vince Locke mit schneller Feder gezeichnet wurde. Der Titel wurde vor allem durch eine Filmadaption von David Cronenberg bekannt, die auf Wagners Story basiert.

In der Geschichte geht es um einen braven und liebenden Familienvater, der in einer verschlafenen amerikanischen Kleinstadt erfolgreich ein Café betreibt. Alle Bürgerinnen und Bürger des kleinen Ortes kennen Tom Stall als engagiertes und zuverlässiges Mitglied der Gemeinde. Eines Tages machen ein paar gewalttätige Gangster auf der Flucht Station in seinem Imbiss. Der Inhaber lässt sich jedoch von den aggressiven Halunken nicht einschüchtern und es kommt zum Streit, bei dem letztendlich einer der Verbrecher durch Stall getötet wird. Die darauf folgende Presseberichterstattung macht den braven Helden im ganzen Land bekannt und zieht Ereignisse nach sich, die einen gut gehüteten und fast vergessenen Abgrund aus Verbrechen und Gewalt zum Vorschein kommen lassen, von dem selbst die Familie des vermeintlichen Helden nicht die leiseste Ahnung hatte. Wagner beschreibt die Idee der Geschichte im Vorwort folgendermaßen:

Ordinary people caught up in extraordinary situations. No muscled Arnies, no dirtied Harries, just normal people – you and me. The guy next door. That’s the fascination. Put yourself in their place, wonder what you’d do, how’d you react – and be grateful that particular bombshell didn’t fall your way. But it could have. Don’t kid yourself, it could happen to you, anytime. Right out of the blue.

Ein weiterer Herr aus dem Umfeld von 2000AD, der nordirische Spitzbube Garth Ennis, der in seinen Comicwerken bereits durch so außergewöhnliche Heldenfiguren wie einer Prostituierten mit Superkräften in The Pro oder einem Geistlichen auf der Suche nach Gott in Preacher hervorgetreten ist, hat sich mit seinem Kollegen Darick Robertson zusammengetan, um das Genre der Superheldencomics gegenwartsadäquat umzusetzen. In ihrer Serie "The Boys" knöpfen die beiden sich das Superheldengenre so herzhaft vor, dass ihr erster amerikanischer Verlag schon nach wenigen Ausgaben von dem Projekt abgesprungen ist. Glücklicherweise hat sich bald darauf schon ein neuer Verlag des Projekts angenommen. Mittlerweile liegen zwei Sammelbände von The Boys vor.

Darin geht es um eine Gegenwart, in der Hunderte, vielleicht auch Tausende von Menschen durch eine mysteriöse Substanz mit dem Namen "Compound V" unterschiedlichste Superkräfte erlangt haben. Etliche der so genannten Supes haben sich in Teams zusammengeschlossen und kämpfen offiziell im Namen des Guten, das heißt offiziell vorwiegend im Sinne der amerikanischen Öffentlichkeit. Sie geben sich patriotisch und kinderfreundlich, und sitzen gelegentlich mit Regierungsmitgliedern am Tisch. Ihr Einkommen verdienen sie mit dem Verkauf von Merchandise-Produkten wie T-Shirts, Plastikfiguren oder Comicbänden, die ihre Heldentaten preisen. Darüber hinaus werden sie auch von großen Firmen gesponsert und nehmen für sie an Benefiz-Veranstaltungen teil.

Abseits der Öffentlichkeit legen die Superhelden jedoch ihre Masken und Kostüme ab und zelebrieren perverse Drogen- und Sexorgien und haben oft nichts als Verachtung für Normalsterbliche übrig. Doch auch untereinander benehmen sich die Super-Mutanten nicht besonders freundlich: Weibliche Teamanwärterinnen müssen durch sexuelle Dienstleistungen ihre Ergebenheit beweisen und werden erst dann der Öffentlichkeit präsentiert, wenn ihr Kostüm tief genug blicken lässt.

Die Superhelden dieser Serie sind heuchlerische und verlogene Kotzbrocken, die sich vor laufenden Kameras zu familienfreundlichen Ikonen des Guten hochstilisieren lassen, sich jedoch unter ihren albernen Gummikostümen als persönlichkeitsgestörte Freaks entpuppen, die aufgrund ihrer übernatürlichen Fähigkeiten erhebliches Gefahrenpotential beherbergen. Die nicht weniger verstörende Gruppe der Boys, der auch eine Frau angehört und denen allesamt Compound V verabreicht wurde, hat die Aufgabe, den Supes im Geheimen mit Rückendeckung der Regierung auf die Finger zu sehen und sie still auszuknipsen, sollten sie anfangen, Schererein zu machen. Und Scherereien bereiten die Mutanten etliche, da die meisten von ihnen irgendwelche schwerwiegenden persönlichen Probleme haben. Es ist dabei aber nicht auszuschließen, dass die Boys zusätzlich von persönlichen Rachemotiven angetrieben werden...

Neben dem tiefschwarzen Humor und dem beißenden Spott für das Superheldengenre sticht eine Figur der Boys besonders heraus, da man sie bereits aus anderen Medien kennt. Wee Hughie, der seine Freundin durch einen Superheldeneinsatz verloren hat und so wider Willen Mitglied der Boys wurde, ist eine gezeichnete Version vom Schauspieler und Drehbuchschreiber Simon Pegg, der hierzulande durch Komödien wie "Hot Fuzz" oder "Shaun of the Dead" bekannt wurde.

Darüber hinaus gibt es unzählige weitere Verbindungen zwischen dem Medium Comic und anderen Medien. War ein Computerspiel oder ein Hollywoodfilm einigermaßen erfolgreich, lässt sich die Kulturmaschinerie aus kommerziellen Gründen in der Regel nicht lange bitten und spuckt bald darauf oftmals lieblose und etwas hanebüchene Comic-Serien auf den Markt, die die Handlung des Spiels oder des Films oft mehr schlecht als recht weiterspinnen.

Cover der ersten drei Folgen von Frank Millers Comic "Sin City"

Andererseits ziehen auch erfolgreiche Comics Computerspiel-Adaptionen nach sich. Wie bereits erwähnt dienten mehrere der angesprochenen Comics als Vorlagen für Spielfilmadaptionen. Leider entstehen hier nur selten Lichtblicke wie die innovative Verfilmung der düsteren Sin City Comic-Reihe von Frank Miller oder dem Superheldengenre angemessene ironische Spielfilm-Unterhaltung wie in Iron Man. Dennoch gelingt es immer wieder Comic-artige Sequenzen gewinnbringend als narrative Elemente in Spielfilme einzubauen, wie es etwa in Big Nothing von Jean-Baptiste Andrea vorgemacht wurde.

Darüber hinaus hat sich ein blühender Markt von Animationsfilmen entwickelt, die vielleicht noch am ehesten den Vorlagen des Mediums Comic gerecht werden. Gespannt darf man hier zum Beispiel auf Waltz with Bashir oder die unzähligen Beiträge beim internationalen Festival des Animationsfilms in Annecy sein. Vielleicht mag auch die Vernetzung von Interessen und die Bereitstellung von Comic-Plattformen im Internet dazu beitragen, dass das Medium Comic weiter an Verbreitung und Bedeutung gewinnt( Manga, Mädchen, Mohammed). Wäre es nicht interessant, wenn sich dem Bürgerjournalismus bald ein subjektiverer Bürger-Comic-Journalismus hinzugesellt?

Comics haben durch die Kombination von Bild und Text ein sehr großes Potential für das Erzählen von Geschichten sowie für die Übermittlung von Informationen. Deshalb taugen Comics auch als Unterrichts-, Bildungs-, Wissens- und Reportagemedien. Leider darf aber auch nicht vergessen werden, dass Comics oft auch manipulativ eingesetzt werden, so zum Beispiel in der Werbung. Unbestritten ist jedoch, dass sich in Comics und Graphic Novels der jeweils vorherrschende Zeitgeist widerspiegelt. In dieser Hinsicht ist es besonders erfreulich, dass die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main dem deutschen Comicschaffen der letzten 60 Jahre kürzlich eine eigene Ausstellung gewidmet hat.

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