Idlib: USA drohen mit Militärschlägen bei Angriffen auf Zivilisten

Nikki Haley. Bild: state.gov

Niki Haley, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, warnt Russland, Iran und Assad, dass die USA und ihre Alliierten nicht nur bei Chemiewaffenangriffen reagieren werden

Die US-Regierung droht nun nicht mehr nur mit Militärschlägen, wenn Chemiewaffen in Idlbib eingesetzt werden. Niki Haley, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, droht nun das Eingreifen der USA bereits an, wenn syrische und russische Truppen überhaupt in die Provinz einrücken sollten, wodurch sie das letzte Gebiet in Syrien einnehmen würden, das noch von zumeist sunnitischen bzw. dschihadistischen Extremisten kontrolliert wird.

Zuletzt hatte sie noch auf dem Sicherheitsrat Iran und Russland mit "schweren Konsequenzen" gedroht, wenn weiter Luftangriffe stattfinden, aber nur militärische Schläge angekündigt, wenn Giftgas eingesetzt werde. Wie üblich wird nur der syrischen Regierung gedroht, nicht aber den dschihadistischen Gruppen, wenn diese dafür verantwortlich sein sollte. Man nehme schon lange nicht mehr an, dass Russland und Iran am Schutz der Zivilbevölkerung interessiert sind. "Egal, welche Waffen oder Methoden eingesetzt werde, die USA sind massiv gegen jede Eskalation der Gewalt in Idlib."

Fox News erklärte sie nun, dass die USA und ihre Alliierten nicht nur auf Chemiewaffenangriffe reagieren würden, sondern auf "jeden Angriff auf die Zivilbevölkerung". Man habe die Iraner und Russen zweimal gewarnt, keine Chemiewaffen einzusetzen: "Zweimal haben sie diese verwendet und Präsident Trump hat zweimal gehandelt. Prüft uns nicht noch einmal." FoxNews hinterlegte das Video übrigens mit Filmen der Weißhelme. (Florian Rötzer)

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