Jemen: Angriffe auf die Wasserversorgung

Netanjahu: Israel wird sich Koalition anschließen, wenn Bab al-Mandab-Wasserstraße von Iran blockiert wird

"Wenn Iran die Bab al-Mandab-Wasserstraße (die Verbindung zwischen dem Roten Meer und dem Indischen Ozean, Anm. d. Verf.) blockiert, dann wird es meiner Auffassung nach einer internationalen Koalition gegenüberstehen, die das verhindern wird. Diese Koalition wird Israel einschließen", erklärte Netanjahu am gestrigen Mittwoch.

Dem vorausgegangen war die Erklärung Saudi-Arabiens, dass man nach dem Beschuss von Öltankern seitens von Huthis-Milizen keine solchen Schiffe mehr durch die Bab al-Mandab schicken werde.

Für Netanjahu ist eindeutig, dass Iran dahintersteckt. Die iranischen Proxies, die Huthis, hätten versucht, den internationalen Schiffsverkehr beim Übergang zwischen Roten Meer und dem Indischen Ozean zu sabotieren, erklärte er Marineoffiziersanwärtern die Situation. Dass sich Israel im Falle eines Falles der saudi-arabischen Koalition anschließen würde, ist zwar angesichts der schon über Monate laufenden Annäherungen der beiden Länder keine echte Überraschung mehr, aber dennoch ein Angebot, das es in sich hat.

Mittlerweile erklärten die Huthis, dass sie für zwei Wochen Angriffe im Roten Meer einstellen würden, um "Friedensinitiativen" zu unterstützen. Über die Bab al-Mandab-Wasserstraße werden täglich etwa 4,8 Millionen Fass Rohöl in den Welthandel gebracht. Es gibt andere Wege, um saudi-arabisches Öl zu verschiffen, meldet Reuters. Es sieht nicht so aus, als ob die Lage zu Friedensverhandlungen zwingt. (Thomas Pany)

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