Jetzt auch Vorwürfe gegen Daniel Cohn-Bendit

Bettina Röhl krampft weiter...

Langsam wird Bettina Röhl zu einer fast tragisch anmutenden Figur. Nach ihren Angriffen gegen Bundesaußenminister Joschka Fischer hat sie sich nun als nächsten Gegner den grünen EU-Abgeordneten Daniel Cohn-Bendit ausgeguckt. Und erneut greift sie dabei zu "Belastungsmaterial" aus den 70er Jahren. Damals, schreibt die Tochter Ulrike Meinhofs und des Publizisten Klaus Rainer Röhl auf ihrer Netzseite habe Cohn-Bendit in einem Frankfurter antiautoritärem Kindergarten gearbeitet und in dem Polit-Magazin "das da" öffentlich zugegeben, dort mit Kindern "Sex-Spiele" veranstaltet zu haben.

Zitat: "Das Danni bekennt, sich von fünfjährigen Mädchen an dem, was sich bei ihm hinter seinem Hosenlatz befand, streicheln gelassen zu haben und auch die Revanche, aber nur wenn's unbedingt nötig tat, nicht schuldig geblieben zu sein."

Mit "das Danni" ist natürlich Cohn-Bendit gemeint, der, schreibt sie, eben so klein sei, dass er gerade mal bis zu Helmut Kohls Hosenlatz reiche.

Nun, mit Hosenlätzen hat Röhl augenscheinlich ein Problem. Und so fordert sie nun wegen dieser Hosenlatz-Affäre, dass der Betroffene sein EU-Mandat zurückgeben und am besten in Zukunft den Mund halten solle.

Dabei übersieht sie beflissentlich und vermutlich sogar wissentlich, dass gerade im antiautoritärem Milieu der 70er-Jahre versucht wurde, Sexualität offen auch vor Kindern und sogar mit Kindern zu leben, dass also das Verhalten Cohn-Bendits damals keine Ausnahme war und auch keinen weiter groß erregte.

Über diese oft verkrampften Versuche und die dahinter steckende Theorie (nicht nur der Wilhelm Reichs) kann man aus heutiger Sicht trefflich streiten, aber daraus den Vorwurf der Pädophilie zu konstruieren, ist absurd und albern zugleich sowie Zeichen einer Geschichtsblindheit ohne gleichen. Und dass für das "Belastungsmaterial" damals auch noch ihr Vater Klaus Rainer Röhl verantwortlich zeichnet, der Mitherausgeber des Magazins "das da" war, lässt schon fast den Verdacht aufkommen, dass es bei Röhls Kampf eigentlich um den Hosenlatz ihres Vaters geht. Das wäre dann richtig tragisch... (Ernst Corinth)

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