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Kommissar Rex an der Mauer erschossen?

DDR-Soldaten mit Wachhunden an der Berliner Mauer Oktober 1961. Bild: CIA

Ein Plädoyer gegen den akademischen Konformismus

Der erste Mauertote war ein Polizeihund namens Rex, und der Dritte Weltkrieg wurde nur durch Einhaltung des Leinenzwangs für die Wachhunde der NVA-Grenztruppen verhindert. Die wiederum stammen eigentlich von den KZ-Hunden der Nazis ab, können aber nix dafür, denn auch die Hunde litten ja unter der Mauer - sogar viel länger als wir: Für die armen Tiere dauerte die deutsche Teilung schließlich ganze 280 Hundejahre.

Diese Thesen stammen aus einem Vortrag mit dem Titel "Der deutsch-deutsche Schäferhund", der am 6. Februar 2015 an der TU Berlin gehalten und im Dezember 2015 in der Zeitschrift "Totalitarismus und Demokratie" veröffentlicht wurde. 1 [1] Sie waren jedoch frei erfunden - ohne dass dies jemandem aufgefallen wäre.

Der Grund dafür war, dass der Text mit den "Human Animal Studies" (HAS) das Vokabular der neuesten akademischen Mode aufgriff und gleichzeitig altbekannte Rhetorik zum "DDR-Unrechtsstaat" reproduzierte. Akademische Mode kombiniert mit politischem Konformismus - der Vortrag parodierte zwei klassische Strategien akademischer Ein- und Unterordnung und erschien gerade deshalb als "kritisch" und "innovativ". Der folgende Beitrag zeichnet die Geschichte dieser satirischen Intervention nach.

Wir, eine Gruppe von kritischen Wissenschaftler_innen, wollen damit eine Diskussion darüber anregen, warum engagierte Gesellschaftskritik in den Geisteswissenschaften zur Ausnahme geworden ist.

Tiere unserer Heimat

In der Wissenschaft beginnen Märchen nicht mit "Es war einmal", sondern mit einem "call for papers", also einem Aufruf, Vorschläge für einen Vortrag auf einer Fachkonferenz einzureichen. Im Juli 2014 war es das Center for Metropolitan Studies [2] an der Technischen Universität in Berlin, das unter der Überschrift "Tiere unserer Heimat" einlud, die "Auswirkungen der SED-Ideologie auf gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnisse in der DDR" zu diskutieren.2 [3]

Der Aufruf vereinte das Vokabular der DDR-Forschung mit dem Slang der "Human Animal Studies". Das Ergebnis war schon sprachlich eine Innovation. In der DDR, so der Call, "verursachte die Umwandlung der Eigentumsverhältnisse in der Landwirtschaft und deren zunehmende Industrialisierung einen tiefen Riss in der Mensch-Nutztier-Beziehung. Die 'Entbürgerlichung' der Gesellschaft bewirkte eine Unterdrückung und starke Reglementierung der vermeintlich 'bourgoisen Heimtierhaltung'."

Außerdem habe der SED-Staat der Bevölkerung mit den Zoos die Möglichkeit geboten, "Tiere 'fremder Länder' zu bestaunen, was vor dem Hintergrund der fehlenden Reisefreiheit eine Kompensationsfunktion" erfüllt habe. Dass es zeitgleich auch in westlichen Ländern industrielle Landwirtschaft und Zoos gab, schien die Argumentation nicht zu stören.

Der erfundene Beitrag wurde angenommen und hatte am 6. Februar 2015 seinen Auftritt an der TU Berlin. Die Konferenz fasste acht Referate zusammen, unter denen der "deutsch-deutsche Schäferhund" in keiner Weise als ungewöhnlich oder satirisch herausstach. Er schloss unauffällig an einen vorausgegangen Vortrag über die "Grenzperspektive der Wildkaninchen" im Todesstreifen an der Berliner Mauer an.

Unser Referat erklärte die Mauerhunde zu den eigentlichen Opfern der deutschen Teilung und gipfelte in der Behauptung, der erste Mauertote sei ausgerechnet ein Polizeihund namens Rex gewesen - anscheinend erinnerte sich niemand mehr an "Kommissar Rex" auf Sat1. Nach Rex großem, aber tragischem Auftritt bedienten wir uns großzügig aus dem Repertoire der Totalitarismustheorie und überspitzten deren These, der DDR-Sozialismus sei irgendwie genauso schlimm gewesen wie das NS-Regime, ins Groteske. So behaupteten wir, die Wachhunde zweier 1945 eingerichteter sowjetischer Speziallager seien direkte Nachfahren von Wachhunden aus den Konzentrationslagern Buchenwald und Sachsenhausen gewesen, und diese wiederum hätten in dritter Generation die Mauerhunde der NVA-Grenztruppen gezeugt. Sämtliche Belege dafür waren frei erfunden, aber es fragte auch niemand nach Belegen: Drei Generationen von totalitärer Gewalt, sowjetische DDR-Nazihunde, das klang einfach zu gut.

Um die Verbindung zu den "Human Animal Studies" und ihrer These einer tierischen "Agency" zu schlagen, folgte ein Kessel Buntes über den "Eigensinn" der DDR-Grenzhunde: Eigentlich wollten sie nichts Böses, außerdem bekamen sie zu wenig Wasser und wurden im Kalten Krieg der Ideologien nur benutzt. Anschließend spannte der Vortrag den Bogen bis ins Jahr 1990, in dem einige NVA-Hunde ihren Dienst angeblich beim Bundesgrenzschutz fortführten - und die Anforderungen bestens erfüllten.

Für die West-Schäferhunde des Bundesgrenzschutzes brachte die Wende in unserer Satire dagegen einen paradoxen Rollenwechsel, der das Publikum nachdenklich stimmen sollte: "Im Rahmen des Schutzes der EU-Außengrenze sahen sie sich damit konfrontiert, dass sie nun aggressiv gegen Flüchtlinge und "Schleuser" vorgehen mussten, anstatt diese wie zuvor an der innerdeutschen Grenze im Schutz der Leine mit freundlichem Gebell willkommen zu heißen", argumentierten wir.

Komplementiert wurde das Ganze durch eine erinnerungspolitische Pointe: Das geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal für die Opfer der deutschen Teilung sollte, so forderten wir, durch eine symbolische stählerne Hundeleine zur Erinnerung an die angeblich 34 Schäferhunde unter den Mauertoten ergänzt werden. Spätestens hier hatten wir Gegenreden, Zweifel oder Protest erwartet. Doch es folgte Applaus.

Publish or Perish....

Nachdem weder das absurde Beitragsangebot noch der frei erfundene Vortrag Anstoß erregt hatten, entschlossen wir uns, die nächste Hürde im akademischen Betrieb zu nehmen und den Beitrag zur Veröffentlichung einzureichen. Also schickten wir das Vortragsmanuskript an das "Jahrbuch für Extremismus & Demokratie", das kurze Zeit später in "Totalitarismus und Demokratie" umbenannt wurde. Die vom Dresdner Hannah-Arendt-Institut herausgegebene Zeitschrift erscheint bei Vandenhoeck & Ruprecht und sieht sich selbst als Wächter der Demokratie. Zu diesem Zweck widmet sie sich dem Regimevergleich, untersucht also Staatssozialismus und den NS-Staat mit dem Paradigma der Totalitarismustheorie.

Nach wenigen Tagen landete in unserem Postfach bereits die Zusage zur Veröffentlichung eines leicht geänderten Textes. Die Hundeleine am Einheitsdenkmal musste raus, und ebenfalls nur verklausuliert vorkommen durfte die Kritik am aktuellen Grenzregime der EU. Die Redaktion belehrte in einer Randbemerkung: "Grenzregime wird es bei realistischer Betrachtung wohl auch in 100 Jahren noch geben." Ein Schelm, wer dabei an die berühmten Worte des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker aus dem Januar 1989 denkt: "Die Mauer wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben, wenn die dazu vorhandenen Gründe nicht beseitigt werden."3 [4] Viel mehr muss zum Erkenntnisgewinn, den uns die Totalitarismustheorie heute noch bietet, wohl nicht gesagt werden. Doch wie verhält es sich mit den "Human Animal Studies"?

Holen wir uns die Agency zurück

Eine zentrale Hypothese der "Human Animal Studies" besagt, dass auch Tiere eine "Agency" haben. Was das bedeutet, wurde auf der Konferenz "Tiere unserer Heimat" im Eingangsvortrag zu "Zoo-Systemen" deutlich. Nicht etwa die internationalen Kooperationen der Zoos in Ost- und Westberlin im Ringen um die diplomatische Anerkennung der DDR standen im Vordergrund, sondern die "tierlichen Realitäten" - also die vermeintlichen Sichtweisen der Tiere selbst.

Statt die Biologie zu bemühen, um Erkenntnisse über das Verhalten von Tieren in freier Wildbahn zum Maßstab für eine artgerechte Haltung zu nehmen, wird nach Agency gesucht. Im Falle der Zoo-Systeme war dies die Feststellung, dass "kräftige Tiere" gelegentlich ihren Käfigen entwischt seien. Um diese Banalität als Pointe zu akzeptieren, muss man wissen, dass die human animal studies aus der Tierrechtsbewegung heraus entstanden sind, die annimmt, dass Tiere "Subjekte" sind und Rechte haben. Aus dieser Perspektive ist die Trennung zwischen Mensch und Tier nichts als Konstruktion. Denn Tiere verändern angeblich mit eigener Agency die Welt und gehören daher ins Reich der Geschichte - nicht etwa zur Natur oder zur "Umwelt".

Die These ist ein Zerfallsprodukt linker Gesellschaftskritik, das sich in den akademischen Betrieb gerettet hat. Ursprünglich war die Kritikfigur der Agency ein Gegenentwurf, um gesellschaftlich unterdrückte Stimmen aus der Opferrolle zu holen. Statt etwa Frauen nur als passive Opfer des Patriarchats zu kritisieren, rekonstruierten engagierte Wissenschaftler_innen Geschichten von widerständigen und aktiven Frauen in allen Epochen. Eine ähnlich differenzierte Kritik ergab sich z.B. in den Postcolonial Studies, ebenso seit den 1960er Jahren in der New Labour History mit ihren Forschungen zu Arbeit und Arbeiter_innenbewegung.

Mit dem Zusammenbruch des Staatssozialismus und dem Utopieverlust der politischen Linken wurden Subjekte wie "die Arbeiterklasse" oder "wir Frauen" jedoch zunehmend fragwürdig. Stattdessen bekamen nun die lieben Tiere ihre Agency zugesprochen. Die entstehende Tierrechtsbewegung übertrug das Vokabular von Ausbeutung und Entrechtung auf Tiere, fügte der Triade von "class, race, gender" ein neues Herrschaftsverhältnis hinzu und kritisierte alle, die zwischen der Ausbeutung von Milchkühen und Sklaven noch Unterschiede erkennen wollten.

Akademisch passte dies perfekt in die Zeit nach dem Mauerfall, in der die Postmoderne nicht nur den Marxismus, sondern auch den Humanismus entsorgte. Die Human Animal Studies (HAS) konnten sich als Pointe eines philosophischen Antihumanismus inszenieren, als radikalste Dekonstruktion der Philosophiegeschichte. Gleichzeitig bedienen sie den akademischen Profilierungszwang, der alle paar Jahre eine neue Sau durchs Dorf treiben muss: Nach dem cultural turn, dem linguistic turn, dem spatial turn, dem iconic/visual turn, dem body turn und dem emotional turn ist jetzt also der animal turn an der Reihe.

Dass man sich mit mehr als zwei turns auch schnell im Kreis dreht, fällt dabei nicht auf. Denn das Prägen von Begriffen dient im akademischen Betrieb nicht allein der Wahrheitsfindung, sondern ist vor allem eine Strategie, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden. So entsteht die "academic fashion": der Paradigmenwechsel als Modetrend, dem sich niemand so recht entziehen mag, um nicht als altmodisch zu gelten. Doch die vermeintliche Innovation wird schon im Moment ihrer Entstehung zur Orthodoxie, zum Mitmachen genügt reiner Opportunismus.

Selbst eine Institution wie der Deutsche Historikertag kann sich dem nicht entziehen. So kam man 2014 auf der Historikertags-Sektion "Tiere als Verlierer der Moderne" zu folgendem Fazit: "Die Perspektive der Rinder einzunehmen sei nicht einfach für ein historisches Fach, positive Effekte in Hinblick auf Arbeit und Freizeit für beide Spezies anzunehmen, sei aber naheliegend: Mensch und Tier entkamen dem Stall durch Einsätze an frischer Luft, wodurch etwa Krankheiten eingedämmt wurden."4 [5]

Die Historikerzunft als Rinderherde, die frische Luft braucht - keine Satirikerin hätte diese Zeilen erfinden können. Doch der Herdentrieb ist enorm und niemand will Abseits stehen - und so ist laut einer Besprechung auf H-Soz-Kult der Animal Turn "längst in vollem Gange".5 [6]

Wichtig ist: Die neuen turns und Thesen müssen radikal klingen, dürfen aber keinesfalls herrschende Interessen oder gar staatliches Handeln in Frage stellen. Damit unterscheidet sich die academic fashion von einer älteren Variante, der Integration kritischer Ansätze. Hierbei wurden Ideen radikaler sozialer Bewegungen mit etwas Forschungsgeld aufgegriffen und in herrschende Diskurse eingebaut. Klassische Beispiele sind der "Kathedersozialismus" der Bismarckzeit oder die 1968er mit ihrem Marsch durch die Institutionen.

Die academic fashion spart demgegenüber einen kompletten Fertigungsschritt ein: Sie muss nicht erst integriert werden, da ihr jeder Bezug zu politisch-gesellschaftlicher Praxis fehlt. Sie ist von Anfang an rein wortradikal.Problematisch ist daran vor allem der für die Human Animal Studies charakteristische Relativismus, der menschliches und tierisches Leben auf eine Stufe stellt - was nicht die Stärkung von Menschenrechten, sondern deren Auflösung bedeutet.

Dies lässt sich anhand eines Berichts zur Abschlusstagung der Forschungsgruppe "Gewaltgemeinschaften" illustrieren. Die Tagung diskutierte unter anderem die Verbrechen von Landsknechten im Dreißigjährigen Krieg und deutscher Paramilitärs im Baltikum 1919 - präsentierte also spannende Forschungen zu einem bitteren Thema, das zu aktueller Reflexion geradezu einlädt. Genau diese vermeidet der Veranstaltungsbericht jedoch peinlich. Stattdessen endet der Bericht mit den Worten "Möglicherweise bieten sich im Zuge des Aufkommens der "animal studies" auch vergleichende Studien an, die Gruppengewalt und individuelles Gewaltverhalten jenseits der gängigen Grenzen komparativ erforschen."6 [7] Es gruselt vor dem Gedanken, dass die Human Animal Studies demnächst vielleicht Einzug halten in die vergleichende Genozidforschung.

Zwar spricht nichts dagegen, Tiere oder die Interaktion von Mensch und Tier zu untersuchen und Tierquälerei anzuprangern. Das Problem ist jedoch der radikale Antihumanismus der Human Animal Studies, durch den jeder Begriff von Gesellschaft als Produktion und Interaktion von Menschen mit der Natur bedeutungslos wird. Sobald die Trennung von Natur- und Kulturgeschichte entfällt, ist der Rassismus des atlantischen Sklavenhandels nicht mehr unterscheidbar vom "Speziesismus" eines Schweinemastbetriebes.

Diese Auflösung von Gesellschaft passt nur zu gut zu den neoliberalen Leitbegriffen unserer Zeit und lässt an Margaret Thatchers Diktum denken: There is no such thing as society. There are individual men and women" - and animals, wäre hinzuzufügen.7 [8] Die politische Praxis von HAS und Tierrechtler_innen verharrt dementsprechend allzu oft in der Konsumsphäre: korrekte Ernährung des Einzelnen ersetzt das kollektive Ringen um gesellschaftliche Ziele. Es gibt genügend gute Gründe, die gegenwärtige Tierverwertung zu kritisieren, ökologische, ökonomische oder die Zustände in Massentierhaltungsanlagen. Aber dazu braucht es weder Tierrechte noch Agency. Der Maßstab bleibt der Mensch.

Can the Subaltern Speak?

Die Folgerung aus unserer satirischen Intervention kann nicht sein, einfach nur mehr "peer review" und Gutachten einzuführen. Nicht die Form, sondern die Inhalte der aktuellen Geisteswissenschaften sind das Problem: Sie scheuen den Konflikt, Selbstzensur und Selbstmarginalisierung sind die Norm.

Die Attraktivität der Human Animal Studies für die heutigen Geisteswissenschaften liegt in ihrer Scheinradikalität, die sich perfekt in den akademischen Betrieb einfügt: Tierrechte sind die vollendete Form einer Stellvertretungspolitik ohne die Stimmen Betroffener. Ihre Quintessenz liegt in der gebetsmühlenartig vorgetragenen und dennoch uneinlösbaren Forderung, endlich "die Perspektive des Tiers einzunehmen".8 [9]

Also fühlt man sich weiterhin munter ein in das bunte Leben der Tiere - auch Sie sind eingeladen zu der internationalen Fachtagung "Animal Biographies" im kommenden März, bei der es einiges zu erleben gibt: "Examples range from the sad fate of captivated rhinoceros Clara on her tour of Europe and biographical accounts of the Alaskan and Scottish dogs Balto and Greyfriars Bobby to free-roaming animals such as South African hippopotamus Huberta."9 [10]

Wer sich im Zwiegespräch mit Rhinozeros Carla und Nilpferd Huberta fühlt wie Armin in der "Sendung mit der Maus", der sei an die indische Literaturwissenschaftlerin Gayatri Chakravorty Spivak erinnert. "Can the Subaltern Speak?", fragte Spivak ihre Leser_innen 1985 in einem Aufsatz, in dem sie die Sprachlosigkeit indischer Landfrauen zwischen heimischem Patriarchat und kolonialer Repression beschrieb. Sie stellte den Analphabetismus dieser Frauen der Vielstimmigkeit einer akademischen Intelligenz gegenüber, die über ihre eigene Bedeutungslosigkeit jammerte.10 [11]

Anstatt an dieses Beispiel für das gesellschaftskritische Potential dekonstruktivistischer Ansätze anzuknüpfen und politische Optionen zur Überwindung der gesellschaftlich hergestellten Sprachlosigkeit aufzuzeigen , entdeckten die Human Animal Studies das Tier als das ultimativ Subalterne. Denn die Sprachlosigkeit der Tiere bietet die ideale Rechtfertigung, ihren akademischen Diskurs im luftleeren Raum ungehindert fortzuführen.

Can the Subaltern Speak? Eine Antwort gab der bekannte Loriot-Sketch "Bello, der sprechende Hund" schon 1977. Nach kurzer Debatte, ob das Tier sich auch politisch äußern dürfe, stellt der Fernsehreporter schlicht fest: "Der Hund kann gar nicht sprechen".11 [12]


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