Mehr Mut und Lust zum Klimaschutz

Warum die Bundestagswahl 2021 eine Klimawahl werden muss. Ein Kommentar

Der Klimawandel ist da – er ist gefährlich, er betrifft alle und wir sind die Ursache. Die Klimafrage ist auch eine Gesundheitsfrage. UNO-Generalsekretär António Guterres sagt zu Recht: "Die Alarmglocken tönen ohrenbetäubend. Sie müssen das Ende von Kohle und anderen fossilen Brennstoffen einläuten, bevor diese unsere Erde zerstören"

Wir ernten jetzt, was wir gesät haben. Wer Zehn-Liter-Autos fährt, bekommt Corona und Klimawandel.

Die nächste Bundesregierung kann und muss deshalb:

  • den Kohleausstieg bis 2028 organisieren;
  • Solaranlagen auf jedem Dach vorschreiben;
  • Bei Windrädern den Abstand zum nächsten Haus auf 600 Meter senken;
  • klimaschädliche Subventionen streichen
  • ein Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen einführen;
  • das Ausbau-Tempo von Wind- und Solaranlagen vervierfachen;
  • ab 2030 keine Verbrennungsmotoren mehr zulassen;
  • Passivhausstandard für Neubauten einführen;
  • keinen innerdeutschen Flugverkehr mehr zulassen;
  • eine Kerosin-Steuer auf Langstreckenflüge einführen;
  • klimafreundliche Wärmepumpen fördern;
  • die Verwendung von Holz in der Bauwirtschaft fördern;
  • die CO2-Preise pro Tonne allmählich, aber stetig erhöhen;
  • die CO2-Bepreisung zurückerstatten;
  • sich an der internationalen Klimafinanzierung beteiligen und damit für mehr Klimagerechtigkeit sorgen;
  • 40 Prozent Ökolandbau bis 2030 vorantreiben.

Wir Bürger sollten den Fleischkonsum zudem spürbar einschränken und die Landwirte ihren Tierbestand halbieren.

Ist dieser Klimaschutz zu teuer?

Nichts wird so teuer wie kein Klimaschutz. Erneuerbare Energie kostet. Aber keine erneuerbare Energie kostet die Zukunft. Sonne und Wind schicken keine Rechnung und schaffen Millionen neue Arbeitsplätze. Noch können wir uns entscheiden. Noch!

Wer im Treibhaus sitzt, sollte nicht weiter mit Kohle und Erdgas spielen.

Die Französische Revolution hatte das Motto: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Die jetzt anstehende solare Weltrevolution braucht das Motto: Klimaschutz, Klimaschutz, Klimaschutz.

Das 1,5-Grad-Ziel ist (noch) erreichbar. 100 Prozent erneuerbar ist nötig und möglich. Diese Ziele erreichen wir nicht mit Wut, Angst und Frust, sondern mit Mut, Motivation und Lust. Doch zunächst mal muss die Bundestagswahl eine Klimawahl werden. Jede und jeder kann dabei ein Superspreader fürs Klima werden. So wie Greta Thunberg.

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(Franz Alt)