Monsantos anderes Herbizid

Neues Ungemach für Monsanto: Markteinführung eines neuen "Blockbuster"-Präparats auf Eis gelegt

Anfang November 2017 hat Monsanto die Markteinführung eines Breitband- Nematizids zur Saatgutbehandlung von Mais, Soja und Baumwolle nach dem Auftauchen verschiedener Fälle von Ausschlägen gestoppt. NemaStrike war als neuer "Blockbuster" im Pestizid-Arsenal avisiert. Die Verbindung ist von den zuständigen US-Umweltbehörden bereits zugelassen. Dort war die Verbindung dem Vernehmen nach umfangreich getestet worden.

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Tioxazafen, der Wirkstoff in NemaStrike. Das Nematizid soll im Boden zum Beispiel gegen Sojaschädlinge wie die Sojabohnenzystennematode wirken. Bild: Bernd Schröder

Die Verzögerung ist nach den nicht enden wollenden Querelen um Glyphosat und den Problemen mit Dicamba in diesem Sommer der nächste Rückschlag für Monsanto.

Die Fälle von Hautirritationen sind nach Unternehmensangaben auf fehlerhafte Handhabung und Anwendung des Saatguts zurückzuführen. So seien Anwender vermutlich nicht den Anwendungshinweisen gefolgt und hätten keine Schutzbekleidung wie etwa Handschuhe getragen.

Geplant war, dass NemaStrike 2018 auf 30.000 Quadratkilometern ausgetragen werden sollte, "zu Premiumpreisen, die seine Ertragssicherung reflektieren". (Bernd Schröder)

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