Pods, Flashs und "Peak Oil killed my Daddy"

Die Scheindebatten um den 11.9. und ihre dubiosen Finanziers: CointelPro 9/11 - Teil 2

Sind nun die Forderungen und Beiträge von Webseiten oder Konferenzen, die teilweise aus der Gray/Kashoggi-Kasse gesponsored wurden, als "Counterpropaganda" abzulehnen (Die Suche nach der Wahrheit des 11.9. im Spiegelsaal von Desinformation und Denunziation: CointelPro 9/11 Teil 1)? Daniel Hopsicker würde mit einem uneingeschränktem "Ja" antworten und hat auf seiner Seite schon einen Button "Saudi-Money-Free-Website" platziert. "Wieviele von dem Haufen Clowns, die auf Webseiten und Presskonferenzen als "Experten" auftreten, haben wirklich investigativ journalistisch an dem Fall gearbeitet?", fragt er. "Du kannst sie an einer Hand abzählen!" Wie im Staate Bush "wrong is wrigth, war is peace" gelte, sei das sogenannte "9/11- Truth-Movement" jetzt bei der Gleichung "Peak Oil killed my Daddy" angelangt. Hopsicker behauptet nicht, dass Ölinteressen bei der Kriegsplanung der US-Regierung keine Rolle spielen, sondern, dass mit der Diskussion über die globalen Ölvorräte der Aufklärung des Mords von 3.000 Menschen in keiner Weise gedient ist.

Damit hat er sicher recht. Die "Peak Oil"-Diskussion lenkt ebenso ab, wie die Pixel-Debatte um Pods, Flashs und Pentagon-Raketen. Dagegen klingt, was der Rechtsanwalt Stanley Hilton am 13. September in einem aufsehenerregenden Interview (deutsche Übersetzung)

verlautbarte, sehr interessant:

Wir klagen Bush, Condoleeza Rice, Cheney, Rumsfeld, Mueller, etc. der persönlichen Komplizenschaft an, nicht nur weil sie 9/11 zuließen, sondern weil sie es in Auftrag gaben. Die Hijacker waren US-Undervcoveragenten. Es waren Doppelagenten, die von FBI und CIA bezahlt wurden um arabische Gruppen in diesem Land auszuspionieren. Sie waren unter Kontrolle. Ihr Vermieter war ein FBI-Informant, in San Diego und and anderen Orten.. Dies war eine direkte, verdeckte Operation, die persönlich von George W. Bush beauftragt wurde...

Stanley Hilton ist nicht irgendwer, kein "Anti-Amerikaner", "Verschwörungsspinner" oder wie 9/11-Skeptiker sonst noch beschimpft werden, sondern der ehemalige Stabschef des Republikaners Bob Dole, ein renommierter Jurist und seit 30 Jahren im politischen Geschäft. Im Namen von 400 Klägern hat er vor dem Bundesgericht Klage gegen die Bush-Regierung eingereicht - und wurde vom Richter bedrängt, die Klage zurückzuziehen. Während Hilton vor 1,5 Jahren noch die LIHOP-Linie vertrat, behauptet er jetzt, Dokumente und Zeugen zu haben, mit denen er die Komplizenschaft der Regierung beweisen kann.

Die am 11.9. stattfindenden Manöver (Die Wargames des 11. September), so Hiltons These, seien dazu benutzt worden, die Tat durchzuführen. Bisher hat er allerdings nur in verschiedenen Interviews darüber geredet - und ist der Aufforderung u.a. des 9/11-Enzyklopädisten Nico Haupt, seine Beweise offenzulegen, nicht nachgekommen. Mike Ruppert beeilte sich nach Erscheinen des Interviews festzustellen, dass er es gewesen sei, der die Sache mit den Wargames entdeckt hätte, und schickte eine Email mit einer strengen Warnung vor Stanley Hilton herum: Dieser würde das Gerichtsverfahren "von innen zerstören". Vielleicht sollte Hilton um Gnade vor Ruppert zu finden, auch noch "Peak Oil" anklagen?

Hier wird deutlich, dass außer dem ohnehin komplexen Fall, der Nicht-Aufklärung durch die Regierung und dem Streuen von Desinformation, auch noch eine weitere Komponente zur Unübersichtlichkeit beiträgt: das Platzhirschgehabe ehrgeiziger Egos. Und doch könnte Ruppert mit seiner Warnung recht haben, denn wenn Stanley Hilton die Beweise, von denen er spricht, tatsächlich hat - warum präsentiert er sie nicht der New York Times und CNN? Warum lässt er seine wahrhaft spektakulären Behauptungen bei Alex Jones - einem "linken" Internet-Radiohost - vom Stapel? Hopsicker glaubt, die Antwort gefunden zu haben: die Alex-Jones-Show ist Teil des GENESIS Communications Network, das auch The Power Hour hosted, dessen Moderator Dave von Kleist das derzeit populärste Video mit der Pod-/Flash-Theorie erstellt hat: "9/11 in plane sight". Das "GENESIS Communications Network" aber wird laut Hopsicker von niemand anderem als Kashoggi kontrolliert.

Von ihrer Basis in Tampa, Florida, kontrollierten Khashoggi und El Batrawo ein Netzwerk von Firmen, die alle das Wort Genesis im Namen führen. Die Zahl der Genesis-Firmen in Kashoggi-Besitz, die wir gefunden haben, wächst weiter. Es gibt (oder gab) Genesis Aviation, Inc., Genesis Aviation II, Genesis Diversified Investments, Genesis Studio and Production Corp., Genesis Media Group, Genesis Properties, , Genesis Intermedia. Es gibt GenesisIntermedia.com, Genesis Delaware; Genesis Florida usw. usw...(...) Die "Saudi Genesis" Unternehmen sind auf Massenmarketing mit "Infomercials" und über das Internet spezialisiert: von "Plastic Surgeons Crème" über "Energizer" bis zu betrügerischen "Werde schnell reich!"-Schemen.

Und offenbar auch auf das Marketing von roten Heringen - Desinformation - in Sachen 9/11. "95% der Tätigkeit der Geheimdienste rund um die Welt ist Täuschung und Desinformation", sagt einer der es wissen müsste, der ehemalige Minister und Geheimdienstkontrolleur Andreas von Bülow. Geht man dann noch von der Regel (25 Rules of Disinformation: How to Fight Back) aus, dass Desinformation natürlich nicht nur aus Fiktionen (Lügen) besteht, sondern, um erfolgreich zu sein, möglichst viele Fakten (Wahrheit) enthalten muss - ist der Spiegelsaal komplett. Wie soll da jemand noch durchblicken?

Sander Hicks schreibt in einer Reportage über das "9/11 Truth Movement":

Mit einem Mal ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die offensichtlichen Anomalien der Kennedy-Ermordung niemals die angemessene Aufmerksamkeit anerkannter Medienkanäle erhielten.

Je verrückter und vielstimmiger es jenseits von ihnen klingt, um so leichter können die "anerkannten Medienkanäle" ihrer Türhüter-Funktion nachkommen - und turnusmäßig "Verschwörungsverücktheiten" vorführen, um die nach wie vor himmelschreiende Nicht-Aufklärung des Verbrechens links liegen zu lassen. Die Finanzierung der "Hijacker" (d.h. die Hintermänner und Planer des Massenmords) sei nach wie vor "unklar", heißt es im 9/11-Abschlußbericht lapidar. Hier hätte jede Untersuchung anzusetzen: bei der Identität der Täter, ihrem Verhalten in den Wochen und Tagen vor der Tat, bei ihren Finanziers und Helfern und der erstaunlichen Kapazität von 19 Flugschülern, allein mit Teppichmessern vier Boeings zu entführen und die Luftabwehr der Weltmacht USA für zwei Stunden auszuschalten.

Dass schon hier, bei der ersten Frage jedes Ermittlers, Staatsanwalts, Richters - nach der Identität der Verdächtigen und ihrem Umfeld - die regierungsgesteuerte Vertuschung des 11.9. beginnt, wurde nirgends so deutlich wie bei den Prozessen gegen die sogenannten "20. Hijacker". Auch nach über drei Jahren beruht der Kern der offiziellen Legende auf Phantomzeugen und unüberprüfbaren Geheimdienstbehauptungen. Da der Bestseller-Report der 9/11-Kommission (Harry Plotter und die Teppichmesser des Schreckens) für den National Book Award, Abteilung: Non-Fiction, nominiert und immerhin zum Finalisten gekürt wurde, dürfte es dabei auch noch eine Weile bleiben. Auch wenn die Netzzeitung meldet, dass einer der anerkanntesten Medienkanäle überhaupt, die BBC, mittlerweile Erstaunliches über "Al Qaida" herausgefunden haben will:

Nach eingehenden Recherchen sind Reporter des Senders zu dem Schluss gekommen, dass Al Qaida ein Mythos sei, ein Schauermärchen, das aus sich selbst heraus immer wieder neu entwickelt werde.

"Osama und die 19 Räuber" also ein Schauermärchen? Die Bakterien des Unglaubens haben offenbar die BBC erreicht. Kein Wunder, dass der Chefredakteur des 9/11-Reports, Philip Zelikow, befüchten muss, dass seinem gepriesenen Narrativ die Umstufung in die Abteilung "Phantasy" drohen könnte. Da in Sachen 9/11 laut einer Umfrage 66% der New Yorker Bürger für weitere Ermittlungen votieren und 49% davon überzeugt sind, dass die Bush-Regierung im Voraus über die Anschläge informiert war - scheinen die Chancen dafür nicht schlecht zu stehen. Zumindest wenn Pods & Blitz für einen Moment außen vor bleiben, "Peak Oil" von der Steuerung der Todesmaschinen auf die Öko-Agenda versetzt wird, wo es hingehört, und die Ermittlungen sich wieder auf die Fragen konzentrieren, die am Anfang jeder Verbrechensaufklärung stehen: Wer war es? Wie wurde die Tat ausgeführt? Wer hat dabei geholfen? Ein Tribunal, das den Fall neu aufrollt, müsste alles, was zu diesen Fragen nicht weiterführt, vorerst als zweitrangig ausblenden.

Solange eine solche Ermittlung nicht stattfindet, sind wir auf "Mustererkennung" angewiesen - die Stichworte reichen hier von "Reichtagsfeuer" über "Pearl Harbor" und "Operation Northwood" bis zu "Iran-Contra". Mir persönlich scheint letzteres am wahrscheinlichsten: eine Struktur von Drogen-, Waffen- und Geldwäscheoperationen, in deren Rahmen die "Hijacker" in den USA Protektion genossen, obwohl sie auf der "Terror-Watchlist" standen und ins Visier lokaler FBI-Ermittler gerieten. Wären für die Vertuschung der 9/11-Hintergründe nur die Ölgeschäfte der "Bush-Saudi-Connection" verantwortlich, wie Michael Moore in "Fahrenheit 9-11" insinuiert, wäre die Nicht-Aufklärung des 11.9. (und der "Unglaube" der Bevölkerung) von Kerry und den Demokraten im Wahlkampf ganz anders ausgeschlachtet worden. Deshalb liegt der Verdacht nahe, dass von diesen milliardenschweren illegalen Geschäften beide Parteien profitieren und den Skandal der Aufdeckung dieses Netzwerks um jeden Preis zu vermeiden suchen. Weil dies aber das Nest ist, dem die verdächtigten "Hijacker" entschlüpften, müssen tiefergehende Ermittlungen zu ihrem Hintergrund schon bei ihren Vermietern und Kontaktpersonen enden.

Zugegeben trägt diese Spekulation nicht nur Klärung der oben genannten Grundfragen bei, doch liefert sie zumindest einen plausiblen Grund für das überparteiliche Desinteresse an Aufklärung, sowie für cointelpro-mäßig organisierte Desinformation und Denunziation. Letztlich handelt es sich bei LIHOP vs. MIHOP um eine völlig überflüssige Auseinandersetzung - die Frage, ob die Hijacker autonom agiert oder Protektion genossen haben, würde automatisch beantwortet, wenn eine ordentliche Ermittlung ihren Hintergrund erforschen würde. Ausgehend von den Verdächtigen müssten sämtliche Zeugen gehört werden, die in den USA in Kontakt mit ihnen waren - Nachbarn, Freundinnen, ihre Vermieter, auch wenn sie zufällig FBI-Informanten sind; ihre Flugschulen, auch wenn ihre Besitzer zufällig in den Großhandel mit Heroin verwickelt sind; ihre Geldgeber, auch wenn sie zufällig aus "befreundeten Nationen" stammen. Eine ordentliche Ermittlung, die von der Regierung zurückgehaltene Zeugen und Dokumente erzwingt, könnte schnell zu Ergebnissen führen. Dass sie bis heute nicht stattfindet ist eines der stärksten Argumente dafür, dass nicht nur Geheimdienstpleiten und Ermittlungspannen vertuscht werden, sondern ein "Inside Job". Die Beweisfindung freilich kann nicht über die Pixeldiskussion von "Pods" und "Flashs", sondern nur Schritt für Schritt, angefangen bei dem ersten Hauptverdächtigen, A wie Atta ....

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