Scharia-Staaten kaufen sich in westliche Gesellschaften ein

Sawsan Chebli: Nicht die Uhr, das Kleid!

Verheiratet ist Nizar Maarouf mit Sawsan Chebli, ihres Zeichens Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales. Als sie kürzlich als Trägerin einer Rolex-Uhr geoutet wurde, erntete sie in sozialen Netzwerken einen Shitstorm. Das wiederum nahm sie zum Anlass, um ihre Aktivitäten in eben diesen sozialen Netzwerken ruhen zu lassen.

Die Rolex geht uns nichts an. Selbst wenn Frau Staatssekretärin in Blattgold gewandet und mit Brillanten behangen wäre, ist es ihre Sache.

Sawsan Chebli nahm Anfang September den Emir von Katar, Tamim bin Hamad, am Flughafen in einem, vorsichtig formuliert, ungewöhnlichen Outfit in Empfang: in einem zum Kleid gewordenen Palästinensertuch.

In der Bildunterschrift bei https://www.arab48.com wird es ebenfalls direkt mit der Kufiya, dem Palästinensertuch, in Verbindung gebracht.

Allerdings könnte bei dem Gewand die Frage aufkommen, ob es sich um bizarre Folklore oder eine stylische Hommage an die Hamas handelt, denn der Stoff ist grün, das ist die Farbe des Islams - und der Hamas. Dem Anlass angemessen gekleidet sozusagen, denn Katar unterhält enge Beziehungen zur Hamas und weiteren fundamental-islamischen Organisationen, u.a. der MB.

Grundsätzlich sollten uns auch die Kleider der Frau Staatssekretärin genauso wenig interessieren wie ihre Rolex-Uhr. Allerdings sollte die Antwort auf die Frage interessieren, ob eine deutsche Politikerin palästinensischer Abstammung in Ausübung einer hoheitlichen Funktion (bewusst) mit ihrer Sympathie für eine zutiefst frauenverachtende und antisemitische Terror-Organisation kokettiert.

Der Pali-Fummel ist übrigens nicht einzigartig, eine junge Schwedin hat den Marktwert des guten alten Arafat-Feudels entdeckt und daraus einen eigenen Modestil kreiert. Ob Sawsan Chebli zu deren Kundinnen zählt ist, indes nicht bekannt.

Laut Kundeninformation des Internetshops "Made in Palestine", nach eigenen Angaben der Webauftritt des einzigen Originalherstellers der Palästinensertücher, wurde das "Pali-Tuch Grün-Weiß" aus einem bestimmten Grund eine Zeitlang nicht mehr produziert:

In den 90ern wurde dieses traditionelle Tuch wegen der grünen Farbe als "Hamas-Tuch" stigmatisiert und langsam nicht mehr produziert. Heute feiert dieses Schmuckstück sein Comeback - exklusiv auf MADEinPALESTINE.de

Ein Comeback unter anderem als "Pali-Dirndl" der Staatssekretärin Sawsan Chebli, die damit den katarischen Scheich empfängt, der u.a. 30 Millionen US-Dollar für die Hamas zur Verfügung stellte?

Das Kleid trug sie kurz vorher bei einer Veranstaltung, bei der ein Integrationspreis der Presse vorgestellt wurde. Auch da saß sie in ihrer Eigenschaft als Staatssekretärin.

Richtig pikant wird Sawsan Cheblis Kufiya-Look im Zusammenhang mit ihren sonstigen Verlautbarungen und Aktivitäten im Zusammenhang mit dem fundamentalen Islam. In einem Interview sagte sie, sie hielte die Scharia und das Grundgesetz für kompatibel. Später korrigierte sie die Aussage dahingehend, dass sie die Scharia als Verhältnis zwischen Mensch und Gott in Form von religiösen Vorschriften, z. B. Gebete, Speisevorschriften etc. gemeint habe. Da sehe sie keine Probleme mit der Vereinbarkeit.

Zu ihrer Zeit als stellvertretende Pressesprecherin des Auswärtigen Amtes initiierte sie die Organisation JUMA, "Jung, Muslimisch, Aktiv", deren Mitglieder u.a. der Muslimbruderschaft und Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) nahestehen und die Kontakte zu DITIB unterhalten. Juma ist das Freitagsgebet, das in der Moschee zu verrichten den muslimischen Männern zwingend vorgeschrieben ist.

Womit wiederum begründet wird, warum Frauen der Zutritt in die Moscheen verwehrt wird: Sie müssen nicht in der Moschee beten und würden den Männern nur den Platz wegnehmen. So werden Moscheen zu reinen Männerhäusern, wahlweise staatlich oder aus dem islamischen Ausland alimentiert, oder beides. Die meisten Aktiven von JUMA streben eine akademische Laufbahn an, die überwiegende Mehrheit der Frauen trägt laut Sawsan Chebli den Hijab.

Laut BZ "posierte 2013 eine Juma-Aktivistin mit Maschinengewehr im Holocaust-Mahnmal. Später soll sie sich dafür entschuldigt haben, heißt es auf einer Webseite".

Im April 2011 trat auf einer Juma-Veranstaltung der später als Quassel-Imam (…) bekannte Abdul Adhim Kamouss als Redner auf. In der ersten Reihe: Chebli. Problem: Kamouss wurde 2010 vom Verfassungsschutz dem radikalen Islam zugeordnet. Im selben Jahr warb er mit dem späteren "ISIS"-Terroristen Denis Cuspert alias Deso Dogg in einem Video für den Besuch in der vom Verfassungsschutz beobachteten Al-Nur-Moschee.

BZ

Die Moschee sei "immer wieder durch Auftritte sogenannter salafistischer Hassprediger aufgefallen", so die BZ. Laut Welt "diente sie schon 2009 als Startpunkt für Reisen nach Pakistan in den Dschihad".

In dem Artikel in dem oben genannten arabischen Medium wird erwähnt, dass Sawsan Chebli als Palästinenserin im Staatsdienst aufgrund ihrer palästinensischen Herkunft häufig Probleme mit Rechtsextremen habe. Außerdem verzichte sie als gläubige Muslimin darauf, sich zu verschleiern, weil Musliminnen in Deutschland wegen des Hijabs die Karriere verbaut würde.

So gehen Politik und Wirtschaft Hand in Hand und ebenen Staaten, in denen Menschenrechte nichts gelten und die bekanntermaßen die verschiedensten Terrorgruppen finanzieren und die, ebenfalls bekanntermaßen, großes Interesse an der Ausbreitung des fundamentalen Islams haben, den Weg in unsere Gesellschaft.

"Integration Deutschlands in das islamische Milieu", schreibt Ralph Ghadbahn. Wenn es eine sinnbildliche Darstellung dieser These gibt, dann die einer deutschen Politikerin im islamisch leuchtenden "Pali-Dirndl" beim Empfang eines Hamas-Finanziers.

Literatur:
Adamek, Sascha, Scharia-Kapitalismus - Den Kampf gegen unsere Freiheit finanzieren wir selbst, ECON Verlag, Berlin 2017
Ghadban, Ralph, Arabische Clans - Die unterschätzte Gefahr, ECON Verlag, Berlin 2018

(Birgit Gärtner)

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