Schule funktioniert nicht von zu Hause

Schulschließungen wegen Corona haben "digitale Bildung" als hohle Phrase entlarvt. Auch sonst sollte man gegenüber Lernsoftware skeptisch sein. Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten und Dozenten Ingo Leipner

Wie digitale Medien unser Leben und unseren zwischenmenschlichen Umgang verändern, diese Frage beschäftigt den Wirtschaftsjournalisten und Dozenten Ingo Leipner schon seit mehreren Jahren (Digitale Bildung – eine Lüge?). Gemeinsam mit Gerald Lemke verfasste er die Bücher "Zum Frühstück gibt's Apps" und "Die Lüge der digitalen Bildung", und mit der Medienpädagogin Paula Bleckmann fügte er der Kritik anschließend konstruktive Handlungsvorschläge hinzu: "Heute mal bildschirmfrei".

Kürzlich ist nun sein neuestes Buch zum Thema erschienen: "Die Katastrophe der digitalen Bildung". Die Steigerung von der "Lüge" zur "Katastrophe" spießt Leipner gleich im Vorwort selbstironisch auf. Kommt danach der "Untergang des Universums"? Nein, aber angesichts dessen, was die aktuellen Entwicklungen für die Bildungslandschaft befürchten lassen, ist "Katastrophe" jedenfalls angemessen. Ich habe Ingo Leipner zum Gespräch getroffen und ihn nach den Gründen für seine Sorgen gefragt.

Im ersten Corona-Lockdown mussten Schulen und Schüler plötzlich einen Crashkurs in computergestützten Lehrmethoden absolvieren. Auch meine Kinder waren monatelang zu Hause und wurden mehr schlecht als recht per E-Mail und Skype beschult. Das hat überwiegend nicht funktioniert: Unterricht gab es kaum, sondern meist nur Arbeitsaufträge per E-Mail; die Motivation war im Keller, und der Lernerfolg nicht erkenntlich. Sie haben für Ihr Buch Studien dazu ausgewertet. Bestätigen die meinen Eindruck?

Ingo Leipner: Die Wissenschaftler haben im Sommer 2020 herausgefunden, dass sich die große Mehrzahl der Lehrer auf das Verschicken von Aufgaben-Paketen per E-Mail beschränkten, wobei ein Feedback auf die Lösungsvorschläge der Schüler häufig ausgeblieben ist. Das ist aus Sicht der Motivation sehr bedenklich. Dann reduzierte die große Mehrzahl der Schüler deutlich ihren Zeitaufwand für schulische Aktivitäten. Selbst in der gymnasialen Oberstufe fiel es schwer, den Lernalltag mittels "Homeschooling" zu gestalten. Auch die sozialen Folgen des "Homeschoolings" können beträchtlich sein, weil benachteiligte Schüler zuhause oft überfordert sind, gerade wegen des fehlenden Feedbacks. Eltern sind oft mehr eine Last als eine Hilfe. Und die vierte Erkenntnis: Die passive Nutzung von Bildschirmmedien hat in der Corona-Zeit stark zugenommen, um 75 Prozent in der Woche, so eine Studie der DAK. Das betrifft u. a. Computerspiele.

Eine weitere wissenschaftliche Studie hat ja mittlerweile bestätigt, dass Schüler sogar in den Niederlanden, wo die digitale Infrastruktur der Schulen sehr gut ist, während des Frühjahrs-Lockdowns nichts gelernt haben. Die – in den Niederlanden – acht Wochen Schulschließung waren trotz Homeschoolings einfach acht Wochen verlorene Zeit.

Viele Politiker aber und auch einige universitäre Stimmen wie der Bildungsforscher Klaus Hurrelmann ziehen aus diesem Scheitern die Folgerung, dass Deutschland noch nicht genug für die digitale pädagogische Infrastruktur getan habe. Wäre mit mehr Skype und Zoom und Lernsoftware doch alles besser geworden?

Ingo Leipner: An diese These will ich ein großes Fragezeichen machen: Wir könnten tatsächlich alle Schulen digital aufrüsten; Videokonferenzen werden zum Normalfall; Lehrer beherrschen die gesamte Klaviatur des modernen Online-Unterrichts. In dieser "schönsten aller Digitalwelten" würde aber niemals eine entscheidende Quelle sprudeln: die ureigenste Kraft des Menschen, durch Resonanz und Begegnung vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, die immer das soziale Fundament für Lernprozesse bilden. Dazu müssen sich Menschen direkt in die Augen schauen – ohne Technik als Hindernis!

Lehrer erreichen doch Schüler auch über eine Videokonferenz, oder?

Ingo Leipner: Trotzdem fehlte beim "Homeschooling" der entscheidende Faktor: ein Mensch, der in Beziehung tritt, um freundlich Wertschätzung zu äußern. Ein Mensch, der seelisch schwingungsfähig ist, weil Beziehungen durch wechselseitige Resonanz lebendig werden. Ein Mensch, der real in seinem emotional-kognitiven Wesen zu spüren ist und nicht auf das Briefmarkenformat eines Videochats reduziert wird. Ein Mensch, der durch klares Feedback Kinder ermutig, ihren Lernprozess fortzusetzen. Daher kann digitaler Fernunterricht nur eine Krücke in der Not sein. Sobald wir wieder in der Lage sind, auf eigenen Füßen zu stehen, sollten wir die Krücke wegwerfen - und wieder den unverzichtbaren Präsenz-Unterricht pflegen.

Es gibt dieses berühmte Zitat von Ray Birdwhistell: "Der Mensch ist ein auf vielen Ebenen kommunizierendes Wesen, das manchmal auch spricht." Mir scheint, dass diese Erkenntnis durch Heimunterricht und Zoomkonferenzen ignoriert wird, denn da werden all die anderen Kommunikationskanäle ausgeschaltet. Den digitalen Bildungsbemühungen scheint ein seltsam verkopftes Menschenbild zugrunde zu liegen, in dem Lernen ein einsamer, rein rationaler Vorgang ist. Wie sehen Sie das?

Ingo Leipner: Lernen und Unterricht sind als Phänomene viel umfangreicher, als es die zweckrationale Vermittlung von Fakten jemals sein kann. Wer etwas in die Psyche seiner Schüler blickt, hat die Chance, besseren Unterricht zu machen. Doch der Mediensucht-Experte Bert te Wildt hat festgestellt: Durch Bildschirme gehe immer mehr die Fähigkeit verloren, dass sich Menschen wirklich in die Augen schauen. Der Soziologe und Philosoph Hartmut Rosa bringt das so auf den Punkt: Augen sind die "zentralen Resonanzfenster". Resonanz werde in Augen spürbar.

Welche Bedeutung hat "Resonanz" in der Schule?

Ingo Leipner: Um diesen Begriff hat Rosa eine spannende Welt geschaffen, die für unser Thema wertvoll ist. Für ihn bedeutet "Resonanz": Es findet wechselseitig ein "geistiges Berühren und Berührtwerden" statt, das zu einem Erlebnis der Selbstwirksamkeit führt. Etwa, wenn es einem Lehrer gelingt, die Aufmerksamkeit der Schüler zu fesseln. Das Gegenteil ist genauso möglich: Bleibt unser Bemühen ohne Resonanz, entwickelt sich keine lebendige Beziehung. Wenn ich "ins Leere" rede, entsteht kein Resonanzraum – ein bedauerliches Phänomen mancher Online-Vorlesung.

Das klingt, als wäre Resonanz an einen drei-dimensionalen Raum gebunden – und folglich völlig unmöglich in einer Videokonferenz.

Ingo Leipner: Genau! Für Rosa ist "Resonanz" immer ein "leibliches Phänomen", verbunden mit einer Körperhaltung und realen Begegnungen im Klassenzimmer. Wir orientieren uns als Menschen in einem drei-dimensionalen Raum; wir sind auf eine ganzheitliche Wahrnehmung der Welt angewiesen. Mit allen Sinnen! Da entfalten leuchtende Kinderaugen ihre Kraft kaum auf einem Bildschirm. Trotzdem droht die Gefahr, dass der Bildschirm "mein einziger Zugang zur Welt wird", wie es Rosa ausdrückt.

Wenn "Resonanz" gelingen soll, hat sie immer auch eine leibliche Dimension, die über die Augen hinausgeht. Daher nennt Rosa Bildschirme "potenzielle Resonanzkiller". Realität schlägt Virtualität! So bleibt der Präsenzunterricht erste Wahl! Er lebt von der körperlichen Anwesenheit des Lehrers - als Mensch, der nicht einfach Informationen präsentiert. Nein, seine professionelle Haltung drückt sich auch in der physischen Erscheinung aus, seine Emotionalität wird im Klassenzimmer spürbar. Mit welchen Gefühlen geht er in die Klasse? Hält er seine Schüler für kooperativ? Denn: Wer positiv über seine Schüler denkt, fördert sie auch stärker. Leider geht's auch umgekehrt.

Stehen hinter der Propagierung von digitalen Unterrichtsmedien nicht auch wirtschaftliche Interessen? Ich erinnere mich lebhaft daran, wie der Kindergarten unseres Sohnes vor fünf, sechs Jahren dagegen demonstriert hat, dass es zu wenige Erzieherinnen gab. Die Belegschaft zog mit den Kindern vor das nahegelegene Rathaus und machte dort Rabatz; die Lokalpresse kam, und der Bürgermeister bat die Kindergartenchefin geschickt ins Büro, um dem Protest die Spitze zu nehmen. Wenige Wochen später erhielt der Kindergarten: zwei Laptops für digitale Lernprogramme. Zu meinem Entsetzen waren die Angestellten dankbar! Dabei erschien mir die Rechnung einfach: Inklusive Software kosteten die Geräte wahrscheinlich weniger als eine Erzieherin in nur einem Monat. Die Erzieherinnen hatten dort freudig ihren eigenen Ersatz willkommen geheißen.

Ingo Leipner: Ein Weg der Konzerne in die Schule führt über Lernmaterialien. Zum Beispiel will Microsoft 15.000 Schüler fit fürs "KI-Zeitalter" machen und kooperiert dazu mit Arbeitergebern. Die Formulierung "KI-Zeitalter" ist verräterisch: Sie steht für eine starke Technik-Gläubigkeit, wenn ein modisches Schlagwort ein ganzes Zeitalter charakterisieren soll. Wird es aber wirklich ein Zeitalter "Künstlicher Intelligenz" geben? Mit solchen Worten werden auf jeden Fall Ideen platziert, und zwar in vielen Köpfen. Das ließe sich als "Idea Placement" bezeichnen. Wenn solche Inhalte oft genug wiederholt werden, gelten sie in der Öffentlichkeit als "alternativlos". Eine ähnliche Karriere hat das Schlagwort "autonomes Fahren" gemacht.

Das gilt wohl auch für die oft gehörte Forderung, Schulen endlich zu digitalisieren.

Ingo Leipner: Ja, Tablets in Schulen gelten als absolut "alternativlos"! Sonst geht unser Wohlstand verloren, und Deutschland versagt im internationalen Wettbewerb. Das ist wie beim Schlagwort der "Künstlichen Intelligenz". Vielleicht werden aber Menschen so intelligent sein, sich nicht von KI-Systemen entmündigen zu lassen? Vielleicht wartet ein Zeitalter der Suffizienz auf uns? Ein Zeitalter, in dem wir bescheidener leben und aufhören, unseren Konsum online stärker anzuheizen … ein Leben, ganz ohne KI? Wir wissen einfach nicht, was die Zukunft bringen wird.

Was wir aber sicher wissen: Die Voraussage eines "KI-Zeitalters" passt hervorragend zu den Geschäftsmodellen der IT-Industrie in der Gegenwart. Daher lohnt es sich, Schüler für diese Themen zu begeistern, sie sind schließlich Mitarbeiter und Kunden der Zukunft. Es wäre naiv zu glauben, IT-Konzerne würden so viel Geld ausgeben, weil sie philanthropisch für die Rettung der Menschheit kämpfen.

Nein, diese Aufwendungen haben immer auch den Zweck, Kundenbindungen zu stabilisieren und Marken ins Bewusstsein zu brennen. Übrigens: Der englische Begriff "Brand" für Marke stammt aus der Viehzucht, und "Branding" bedeutet Brandmarken. Im Jargon der Werber steht das Wort für "Markenaufbau" - und genau das passiert in deutschen Schulen, wenn Konzerne selbstlos Soft- und Hardware spendieren. Dabei sollten sie schlicht anfangen, ausreichend Steuern zu zahlen, wenn sie einen Beitrag zum Allgemeinwohl leisten wollen. So einfach wäre das … und doch so schwer in einer Wirtschaft, die vor allem privatem Profit nachjagt.

Ihr Kapitel zu diesem Thema haben Sie "Indoktrination 2.0" genannt. Warum?

Ingo Leipner: Beim Wort "Indoktrination" denken wir zunächst an politische Manipulationen des Bewusstseins, etwa durch Propaganda. Doch es gibt viel subtilere Formen, wie sich Menschen lenken lassen. Besonders Kinder und Jugendliche fallen solchen Methoden leicht zum Opfer. Eine kleine Auswahl möchte ich hier nennen: Da ein Mini-Computer, dort ein Coding-Kurs für Grundschüler, abgerundet durch gute PR-Arbeit, die Journalisten freundlich über edles Mäzenatentum berichten lässt. Das Ganze gewürzt durch schicke Fortbildungen, kostenlose Unterrichtsentwürfe und freie Webinare, inklusive eines exquisiten Markenaufbaus, wie es Apple mit seinen "Apple Distinguished Schools" vorgemacht hat … Alle freuen sich! So funktioniert "Indoktrination 2.0".

Nach meiner anekdotischen Beobachtung sind es eher bildungsferne Eltern, die unkritisch hinnehmen oder sogar verlangen, dass ihre Kinder schon im Kindergarten am Computer betreut werden, während Akademiker ihren Nachwuchs davon lieber fernhalten. Wenn das so ist, dann stellt das doch die Sorge auf den Kopf, dass Kinder aus armen Familien durch mangelnden Zugang zu digitalen Geräten benachteiligt sein könnten, oder?

Ingo Leipner: Das haben in den USA schon viele Menschen verstanden. Kritiker sagen, dass es auf der einen Seite Kinder gibt, deren Eltern wissen, dass sie die Bildschirmzeit einschränken müssen. Auf der anderen Seite stehen Eltern, denen Schulen und Politiker verkauft haben: Mehr Bildschirme sind der Schlüssel zum Erfolg. Dabei fällt eine starke sozio-ökonomische Spaltung auf.

Kommen Jugendliche aus ärmeren Haushalten, sitzen sie mit rund sechs Stunden am Tag fast zwei Stunden mehr vor Bildschirmen, als es bei Jugendlichen aus reicheren Haushalten der Fall ist. Zugleich verbringen aber die ärmeren Jugendlichen weniger Zeit am Computer, um Hausaufgaben zu machen, etwa eine halbe Stunde. Ihre Peers aus wohlhabenderen Schichten wenden dafür mehr Zeit auf, sie verbringen dafür eine Stunde am Rechner.

Die digitale Spaltung geschieht völlig anders, als es noch vor zehn Jahren befürchtet wurde. Damals bestand die Sorge, dass reiche Kinder einen exklusiven Zugang zu Internet und digitalen Werkzeugen haben könnten. Computer waren noch nicht so günstig wie heute, und es war plausibel anzunehmen, dass das Einkommen der Eltern über Chancen in der digitalen Welt entscheidet. Heute sieht die Situation anders aus: Das "Pew Research Institute" fand heraus, dass 87 Prozent der Amerikaner zwischen 13 und 17 Jahren einen Zugang zu Computern haben.

Es waren noch 80 Prozent bei Familien, die nur über ein Einkommen unter 50.000 Dollar im Jahr verfügen. Heute hat jeder Zugang zu Computern, die neue digitale Spaltung lässt sich an der Frage erkennen, ob Eltern der Zugang begrenzen können. Auch eine Frage des Geldbeutels: Reiche Familien haben die Wahl, auf weniger technikfixierte Schulen auszuweichen. In Amerika gibt es zum Beispiel Waldorf- und Montessori-Schulen. Sie kosten aber 10.000 bis 20.000 US-Dollar im Jahr.

Und was bräuchten Lehrer und Schüler wirklich? Und was könnten wir dafür tun, dass sie es bekommen?

Ingo Leipner: Wir sollten verstehen, wie wichtig die reale Welt für Kinder ist. Das Geschehen auf Bildschirmen läuft visuell nur in zwei Dimensionen ab, wobei der Sehsinn nicht voll ausgelastet ist. Wir könnten bildhaft sagen: Dieser Sinn wird nur zur Hälfte angesprochen. Als weiterer äußerer Reiz kommen akustische Signale dazu. Auf diese Weise werden nur 1,5 Sinneskanäle angesprochen, wenn Kinder auf Bildschirme schauen. Eine starke Kanalreduktion, wenn wir an die vielen übrigen Sinne denken. So entsteht kein realer Eindruck der Welt, zumal Inhalte aus dem Kontext gerissen werden. Es gibt z. B. keinen Zusammenhang zwischen Zeichentrickfilmen und der Umwelt von Kindern.

Hinzu kommt eine eingeschränkte Motorik: Wer viele Stunden vor Bildschirmen sitzt, verharrt in einer einseitigen Haltung, bei der das übliche Bewegungspotential nicht ausgeschöpft wird. Das gilt zwar auch für Erwachsene, aber Kindern gelingt unter diesen Umständen die senso-motorische Integration nicht optimal. Sie ist aber entscheidend für ihre kognitive Entwicklung: Gerade das Wechselspiel aus vielfältigen Sinneswahrnehmungen und reicher Bewegung fördert die Neuroplastizität. Daher brauchen Kinder bis ca. 12-14 Jahren auf keinen Fall ein Smartphone. Sie müssen zuerst lernen, mit beiden Beinen sicher im realen Leben zu stehen. Sport, Musik, Tanzen, Basteln, Malen und viel Natur – das brauchen Kinder wirklich, statt Bildschirmen in jeder Größe.

Was ist dann mit Jugendlichen ab 14 Jahren?

Ingo Leipner: Wenn Kinder ihr Gehirn ungestört entwickeln können, sind sie ab 12-14 Jahren in der Lage, eine wirksame Medienkompetenz aufzubauen. Dabei geht es nicht darum, sich passiv Lernprogrammen auszusetzen. Nein, im Vordergrund sollte die aktive Medienproduktion stehen: Quellen recherchieren, Online-Texte schreiben, Filmaufnahmen machen, Interviews führen, Videos schneiden, Podcast aufnehmen etc. Nebenbei gesagt: Das ist auch eine Schutzimpfung gegen Fake News und Verschwörungstheorien.

Es scheint uns ein Irrtum zu sein, ständig zu behaupten: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr". Das Gegenteil ist oft der Fall, wenn wir bewusst auf die frühe Optimierung von Kindern verzichten. Tatsächlich lernt Hans manches besser als Hänschen. Wir sollten nur geduldig warten, bis sich das passende Fenster der Entwicklung öffnet. (Konrad Lehmann)