Smash my Phone!

Wie man auf erotische Weise sein Handy entsorgen kann

Ein Stück weit wäre die Welt ohne Handys wohl tatsächlich besser. Die kleinen Dinger nerven nämlich nahezu überall, aber nicht nur draußen auf der Straße und in Geschäften, Bussen oder Bahnen, sondern auch bei Veranstaltungen, bei denen grundsätzlich immer ein Handy klingelt. Seitdem die Klingeltöne dieser Geräte noch ausgefallener und damit noch nerviger geworden sind, ist die Belästigung natürlich noch größer geworden. Außerdem gibt es kaum einen blöderen Anblick als einen Mann oder eine Frau, der oder die einem laut telefonierend entgegenkommt. Und der Wahn stets und überall erreichbar zu sein, hat viele bekanntlich schon in den Wahnsinn getrieben.

Doch jetzt hilft eine deutsch-italienische Agentur Zeitgenossen, die von ihrem eigenen Handy so abgenervt sind, dass sie es endlich loswerden wollen. Und das Angebot der Gruppe um Michele Princigalli ist fürwahr verlockend. Unter 15 jungen Frauen kann der Handygeschädigte bei Smashmyphone auswählen. Schickt man der Ausgewählten anschließend sein Telefon zu, wird es daraufhin auf elegant-erotische Weise entsorgt; und zwar - wie die Fotos auf der Website zeigen ­ von einem Damenfuß, der meist in einem schicken hochhackigen Schuh steckt und der damit dann entsprechend energisch zutritt oder zustößt.

This site is about trampling, crushing, and smashing telephones. Our models have no mercy and take proper care of the most hated piece of modern technology. We focus on telephones but will also smash other objects, including balloons and other items.

Ist jedoch das Handy zu robust oder mag man es eher ein bisschen brutaler, dann wird das Gerät kurzerhand von einem Auto platt gefahren. Der gesamte Zerstörungsvorhang wird natürlich auf Video oder Foto festgehalten, damit der ehemalige Besitzer den tödlichen Abschied von seinem einstigen Nervtöter richtig genießen kann. Das Ganze ist zwar eine brillante Idee, hat aber leider doch einen kleinen Schönheitsfehler. Man muss nämlich bei Smashmyphone Mitglied werden, und das kostet leider Geld.

Die Idee solch einen Service anzubieten, entstand, wie es auf der Seite heißt, wahrscheinlich in Rom. Wo die Leute eben nicht nur ständig telefonieren, sondern auch im Auto ohne Handygespräche nicht mehr leben können. Zudem können bei der Agentur auch andere Nervtöter zur Zerstörung eingereicht werden, also beispielsweise Spielkonsolen wie Nintendo, Playstation oder die X-Box, aber komischerweise keine kläffenden Köter. (Ernst Corinth)