Telepolis Gespräch

Wählen muss man beständig. Immer gibt es Optionen, oft allerdings zu viele und mit wenig Unterschieden. Die Rede von der Alternativlosigkeit, mit der gerne auch in der Politik Entscheidungen erzwungen werden sollen, ohne argumentieren zu müssen, ist manipulativ. Auch die Option, sich nicht zu entscheiden, um keinen Fehler zu machen oder beim Alten zu bleiben, ist eine riskante Entscheidung mit Konsequenzen.

Im September stehen die Bundestagswahlen an. Im Kursbuch 174 wird daher über das Wählen räsoniert und die Frage gestellt: "Richtig wählen - nur wen und warum?" Telepolis freut sich, erneut mit dem Kursbuch über die Freiheit oder Qual der Wahl oder Nichtwahl in einem Gespräch nachzudenken. In wenigen Monaten steht möglicherweise nach der Wahl eine politische Richtungsentscheidung an. Allerdings sieht es noch so aus, als würde keines der Lager eine Mehrheit erreichen können, die "Neuen", die Piraten und die Alternative für Deutschland, dürften keine Rolle spielen, das Lager der Nichtwähler, die sich nicht für ein "Angebot" entscheiden wollen oder können, wird wahrscheinlich noch anwachsen. Wie also wählen?

Armin Nassehi. Bild: © Andreas Woitschützke

Der Kursbuch-Herausgeber und Soziologe Armin Nassehi wird über die Paradoxie der Demokratie sprechen und der Politologe Joachim Behnke über die Kulturgeschichte des Wählens. Im Anschluss findet unter der Moderation von Florian Rötzer, Chefredakteur von Telepolis, eine Diskussion statt, an der sich natürlich auch die Zuhörer beteiligen sollen.

Joachim Behnke

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