Terrorverdächtiger Syrer soll in Gefängniszelle Suizid begangen haben

Am Montag war al-Bakr festgenommen worden, er soll Anschläge vorbereitet und in Kontakt mit dem IS gestanden haben

Der Syrer Dschaber al-Bakr, der verdächtigt wird, mit dem IS in Kontakt zu stehen und Terroranschläge geplant zu haben, soll sich nach seiner Festnahme am Montag (Terrorverdächtiger Syrer in Leipzig festgenommen) am Mittwochabend in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt erhängt haben. Angeblich wollte er einen Anschlag auf den Berliner Flughafen machen und sei darin schon weit fortgeschritten gewesen.

Fahndungsfoto

Al-Bakr war den Sicherheitskräften entkommen, als diese seine Wohnung nach Hinweisen von ausländischen Geheimdiensten stürmten. Gefunden wurde dort TATP (Triacetontriperoxid), ein Kilogramm Chemikalien und ein Zünder. Der Verdächtige soll in die Türkei gereist sein und von dort mit viel Bargeld zurück nach Deutschland gekommen sein. Verdächtig war auch, dass er sich eine Wohnung alleine in Leipzig gemietet hatte. Er war als Flüchtling 2015 nach Deutschland gekommen.

Aufsehen erregte die Festnahme. Die Polizei fand ihn nicht, dafür haben ihn andere Syrer in Leipzig festgenommen und gefesselt der Polizei übergeben. Er war angeblich auf der Suche nach einer Schlafgelegenheit. Bei einem Verhör, soll er die Syrer, die ihn überwältigt haben, als Komplizen beschuldigt haben.

Nach Angaben des Spiegel soll al-Bakr in der Justizvollzugsanstalt wegen seines Hungerstreiks und Selbstmordgefahr unter ständiger Beobachtung gewesen sein. Sollte er tatsächlich Suizid begangen haben, dürfte die Beobachtung lückenhaft gewesen sein. Unklar ist, wie er sich umgebracht hat. (Florian Rötzer)