Türkei bestätigt Angriffe auf kurdischen Kanton Afrin in Nordsyrien

Gibt Russland die Erlaubnis für die türkische Invasion in Afrin?

Erdogan bat Russland um die Erlaubnis zu einer Invasion in Afrin. Der ehemalige Präsident der Türkei, Adullah Gül rückte an Erdogans Seite, obwohl er von Erdogan wiederholt diffamiert wurde. Er behauptete sogar, dass die türkische Regierung niemals Assad stürzen wollten. Wohl wissend, dass Erdogan genau das vorhatte.

Er wiederholte das staatliche Narrativ, die Türkei sei nicht gegen Kurden, sondern gegen die PKK. Die Massaker und Zerstörungen im Südosten der Türkei sprechen jedoch eine andere Sprache. Telepolis berichtete mehrfach darüber.

Es scheint aber immer deutlicher zu werden, dass Russland die türkischen Eskapaden deckt. Lokale Quellen berichten, Russland würde die wenigen Soldaten, die sich noch vor einigen Wochen zwischen die Türken und der YPG in Afrin entlang der türkischen Grenze gestellt hätten, abziehen. Die USA hingegen versuchen, die SDF zu beruhigen.

US-Verteidigungsminister James Mattis sagte in einem Gespräch am Dienstag, dass es denkbar sei, die syrischen Kurden und ihre Verbündeten auch nach der Befreiung von Rakka weiter zu bewaffnen. Es scheint, als ob die USA im Moment noch unentschieden sind, wie sie nach der Eroberung von Rakka agieren sollen.

Einerseits erwiderte Mattis auf die Frage von Reportern, ob sie nach der Befreiung weitere Waffen an die SDF liefern würden: "Wir werden tun, was wir können", andererseits versicherten sie der Türkei, nach der Rakka-Offensive alle an die YPG gelieferten Waffen wieder "einzusammeln".

Unterdessen traf sich am Mittwoch der Sonderbeauftragte der US-Regierung Brett McGurk zum wiederholten Mal mit Mitgliedern des Zivilen Rates der "Demokratischen Föderation Nordsyriens" und den SDF. In Rakka traf er den neu gegründeten Rat von Rakka, der sich der Föderation angeschlossen hat. Inhalte und Ergebnisse des Treffens wurden bislang noch nicht bekanntgegeben. (Elke Dangeleit)