US-Grenzmauer soll zwischen fünfeinhalb und gut neun Metern hoch werden

Würde die ästhetischen Vorgaben zweifellos erfüllen, ist aber nicht mehr ganz Stand der Technik: Die chinesische Mauer bei Badaling. Foto: Ktausz. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Unter den etwa 700 Firmen, die sich für den Bau interessieren, ist auch das Unternehmen Magal, das in Israel eine elektronische Untertunnelungssicherung entwickelte

Die US-Regierung hat am Wochenende bekannt gegeben, welche Anforderungen die von Donald Trump versprochene neue Befestigung an der Grenze zu Mexiko erfüllen muss: Eine Höhe zwischen umgerechnet fünfeinhalb und gut neun Metern soll zusammen mit der Oberflächengestaltung verhindern, dass Personen die Mauer übersteigen, bevor sie entdeckt werden. Oberflächengestaltung und Material sollen zudem dafür sorgen, dass sie das auch mit Hilfe von Kletterhaken nicht können. Unterirdisch soll die Befestigung bis in eine Tiefe von 1,8 Meter den Bau von Tunneln unmöglich machen.

Anzeige

Konkrete Vorgaben macht die Bekanntmachung allerdings nur insofern, als sie verlangt, dass zumindest ein Teil des Bauwerks aus Zement bestehen muss. Außerdem muss es Penetrationsversuchen mit Werkzeugen wie Spitzhacken, Meißeln, Vorschlaghämmern und Schneidbrennern mindestens 30 Minuten lang standhalten. Die Bauunternehmer sollen dabei auf Teile zurückgreifen, die in den USA gefertigt werden - außer, diese wären unverhältnismäßig viel teurer als importiertes Material. Farblich und anderweitig ästhetisch ansprechend und an die Landschaft angepasst muss die Mauer nur auf der US-Seite sein.

An Mitteln für das Bauwerk wurden im US-Haushalt für dieses und nächstes Jahr bislang 4,3 Milliarden Dollar bereitgestellt. Präsident Trump sieht diese Mittel als Vorschuss an, den er sich von Mexiko durch Zölle oder Steuern auf Auslandsüberweisungen zurückholen möchte.

Die etwa 700 Firmen, die sich für Aufträge zum Bau dieser Mauer interessieren, können jetzt bis zum 29. März Vorschläge einreichen. Anschließend will die United States Customs and Border Protection (CBP) mehrere Unternehmen auswählen, die dann jeweils einen etwa 10 Meter langen Prototypen errichten sollen, um die Tauglichkeit ihrer Pläne unter Beweis zu stellen.

In der Vergangenheit zeigte unter anderem die israelische Firma Magal Security Systems großes Interesse an dem Auftrag, für den sie eine Partnerschaft mit einer US-Firma eingehen will. Magal errichtete die Befestigungen zwischen Israel, dem Gazastreifen und der West Bank. Ihre "Smart Fences" sind nicht nur mit Überwachungskameras, sondern auch mit Bewegungsmeldern, Satellitenanschlüssen und Erdsensoren ausgestattet (vgl. Hightech-Mauer am Gazastreifen).

Anzeige